Neu im Kino: Wrong Elements

Das Leben von Kindersoldaten, einst entführt und für Gewalttaten oder als Sexobjekte missbraucht, nachdem sie aus dem Busch zurückgekommen sind…

Seufz!

Wie kann man denn bitte ein Film mit einem solchen Thema versauen? Aber es ist möglich, wie „Wrong Elements“ leider beweist. Es gäbe zwei Wege, diese Sache anzugehen: Entweder man zeigt uns die Leute heute als nette Personen und geht dann darauf ein, was sie getan haben – oder man bringt uns ihre Taten näher und zeigt uns dann, wie sie heute sind. Der Film, der zu gerne in Landschaftsaufnahmen mit aufdringlicher Musikuntermalung schwelgt, sich in überflüssigen Redundanzien bei den Gesprächen ergeht (man kann so was auch zusammenschneiden, Leute!) macht nichts davon. Und das Hauptproblem: Man fühlt mit den Leuten nicht mit, sie gehen einem am Arsch vorbei. Bei einem Film mit einem solchen Thema sollte man sauer auf das sein, was da passiert ist und zu was man diese Leute gezwungen hat, nicht auf den Regisseur, weil er es „geschafft“ hat, nichts vernünftiges daraus zu machen. Ja, hier und da wird mal was erwähnt, entführt, vom großen Diktator geschwängert, Massaker. Und gebetet wird viel, preiset den Herrn. Aber das, was wichtig, was interessant gewesen wäre, wird bestenfalls in Zwischentexten angedeutet. Einmal kommt kurz jemand zu Wort, der uns über das Töten erzählt und jetzt könnte es interessant werden… aber dann ist der Augenblick vorbei und wir ergehen uns wieder in ungekürzten Nichtigkeiten.

Aaaalso

Zeigt uns das Problem, berichtet uns von den Taten so, dass es uns nahe geht: Kinder werden entführt, schlimm. Manche sterben. Die anderen werden missbraucht, sexuell oder zum Töten. Bringt uns nahe, dass das keine gute Sache ist, kein Geschäftsmodell, sondern wirklich furchtbar, lasst es uns fühlen… und dann zeigt uns, was aus diesen Menschen jetzt geworden ist und wie sie damit umgehen. Aber so wie dieser Film ist muss man leider sagen: The director used the

Wrong Elements

Und deshalb kann man sich dieses Werk ab dem 8.12.2016 im Kino sparen!

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