Neu im Kino: Einfach das Ende der Welt

Mit Vincent Cassell, Léa Seydoux, Marion Cotillard

Junger Mann besucht Familie, die er seit Jahren nicht gesehen hat, denn er will ihnen etwas sagen, das seine Zukunft betrifft…

Oder so

Ob er das tut, nun, ich denke, ich verrate zuviel, wenn ich sage, dass der Film ausgesprochen unbefriedigend ist, und auch wenn das alles

Intensiv gespielt

ist, dann haben wir doch leider das Problem, dass gute Schauspieler noch lange keinen guten Film machen – und gut gespielt lässt auch über einen Mangel an Geschichte oder Handlung nicht hinwegtäuschen. Legte ich jetzt schon meine Karten auf den Tisch, würde ich sagen

Anstrengend und nervig

aber letztlich wird es eh darauf hinauslaufen, also warum es leugnen? Man könnte auch sagen, dass der Film sich die Höhepunkte aus den Kultklassikern

Nahaufnahme – der Film

Entschuldigung – der Film

Dysfunktionale Famile – der Film

Schreien ist Drama – der Film

und

Wiederholung – die Serie

zusammenklaut und zu einer schwer verdaulichen Melasse zusammenrührt, aber, bringen wir es auf den einen oder anderen Punkt: Dialoglastig muss kein Nachteil sein – wenn die Dialoge unterhaltsam sind oder etwas zur Geschichte beitragen. Hier haben wir, wie erwähnt, zwar ein intensives Spiel aller Darsteller (man schreit sich Vorwürfe, gefolgt von Entschuldigungen, an die Köpfe), aber genauso wie Action, die nur um ihrer selbst geschieht, einen nicht wirklich berührt, weil man keine emotionale Beziehung zu den Figuren aufgebaut hat, versanden auch Dialoge, die nicht mehr zeigen, als dass keiner so richtig mit dem anderen reden kann. Und wo schon mal soviel gequatscht wird, hätte man ein paar der Zeilen ja auch mal dazu nutzen können, etwas zur Handlung einfließen zu lassen, zum Beispiel was er ihnen sagen will oder wenigstens zum Henker, warum er damals gegangen ist, sich nie wieder gemeldet hat, es doof ist, das alte Haus anzusehen, irgendwas. Doch da das alles irgendwie ausbleibt und wir zwar irgendwie das Portrait einer dsyfunktionalen Familie haben, aber man die Gelegenheit nicht nutzt, die dahinterstehende Geschichte zwischen den Zeilen so sehr anzudeuten, dass man sich selbst ein brauchbares Bild machen und alles im Kopf zusammensetzen kann, hätte man sich den Film genauso sparen können, wie er seinen Besuch bei der Verwandtschaft.

Einfach das Fazit des Films

Hab ich einen Satz vorher schon geschrieben. Ab 29.12.2016 im Kino.

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Neu auf DVD: Gotthard – Fortschritt um jeden Preis

gotthard_dvd_oring-d-1_215In einem kleinen Dorf in den Schweizer Alpen soll ein Tunnel gebaut werden, der den mühsamen Transport über die Berge überflüssig machen soll…

Spielfilm und Dokumentation

Gotthard“ bietet ein schönes, sich ergänzendes Doppelpack. Es gibt einen dreistündigen Spielfilm, der die Sache mit fiktionalen Protagonisten angeht, um den Bau aus unterschiedlichen Ständen und Perspektiven zu zeigen – das ganze aber mehr als eine Art Abenteuer- und Liebesfilm betrachtet. Das ist spannend gemacht und interessant, spielt ein wenig mit den Tatsachen, dürfte die Geschichte ansonsten aber recht angemessen wiedergeben. Lediglich die Dreiecksgeschichte wirkt da ein bisschen zu sehr wie aus dem Handbuch für romantische Historienfilme, das ist einfach eine Spur zuviel – und auch wenn es die drei Hauptfiguren und damit die Standpunkte Arbeiter, Ingenieur und Dorfbewohnerin miteinander verbindet, so hätte man das doch vielleicht auch anders lösen können.

Außerdem gibt es noch eine Dokumentation, die insofern eine sehr gute Ergänzung ist, weil sie eigentlich alle Lücken, die sich vielleicht auftun, schließt. Somit dürfte man mit dem Gesamtpaket eigentlich einen ganz guten Eindruck von der beeindruckenden Leistung bekommen, die damals erbracht wurde, indem man einen unbezwingbaren Berg bezwungen und durchdrungen und damit etwas geschaffen hat, das auch heute noch von Bedeutung ist. Realität und Fiktionalität wird so gleichermaßen Rechnung getragen und das macht dieses Set zu einem schönen und sogar lehrreichen Fernseherlebnis.

Bonus

Ein kurzer aber schöner Film zeigt uns den Unterschied zwischen Effekt und Filmwirklichkeit, was die Effekte umso beeindruckender macht, da man sie im Film selbst nie bemerken würde. Außerdem gibt es einen ausführlichen Audiokommentar, der eigentlich die letzten noch verbleibenden Fragen zu Produktion und Hintergrund beantworten sollte.

Fazhard

Spannend, interessant, lehrreich. Auch wenn im Film die technische Meisterleistung vielleicht etwas weniger gewürdigt wird, als es möglich gewesen wäre, da er sich mehr auf das Drama konzentriert, so bietet die Kombination mit der Dokumentation doch ein schönes Gesamtbild über den Bau des Gotthard-Tunnels. Ab 20.12.2016 auf DVD und Blu-ray von © Studiocanal.

Neu im Kino: Die Überglücklichen

Zwei Frauen, die eine bipolar, die andere massiv depressiv, nutzen einen kleinen Ausflug aus dem Heim für einen größeren durch die Gegend, bei dem sie nicht nur Spaß haben, sondern auch das eine oder andere aufgearbeitet werden muss…

Psychisch krank ist lustig

Das ist zum Glück nicht das Kredo dieses Films, denn er schafft eine wunderbare Balance zwischen Witz und Tragik, zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Dabei ist er ungemein unterhaltsam, aber auch bitter, doch am Ende gibt es eine sehr befriedigende, zu Herzen gehende Szene.

Perfekt gespielt

Möglich wird das alles nicht nur durch ein gutes Buch, sondern auch dadurch, dass alle Rollen großartig gespielt werden. Auch da schafft es der Film, beide Ebenen zu vereinen und er macht sich niemals über seine Figuren lustig. Großes Lob gebührt Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazotti, die hier eine so wunderbare Leistung bringen, dass sie ihresgleichen sucht.

Das Überfazitliche

Italienischer Film, der eine Komödie mit ernsten Untertönen – und Tönen – ist, bei dem psychische Erkrankungen zwar mit Humor dargestellt, aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Spricht Herz und Hirn gleichermaßen an, tut weh, wo er muss und belohnt am Ende Zuschauer und Figuren. Sehenswert ab 29.12.2016 im Kino.

Neu im Kino: Baden Baden

Junge Frau besucht ihre Oma, die sich als behinderter herausstellt als erwartet, und so beschließt sie der gehbehinderten Dame aus der Badewanne eine Dusche zu bauen, während sie nebenbei auch noch alte Freunde und Liebhaber trifft…

Gut gespielt, wenig Handlung

So ließe sich das Ganze zusammenfassen und das mache ich hiermit auch. Die Darsteller wirken allesamt sehr echt, aber was dem Film fehlt sind Dichte, Handlung und Geschichte. So tröpfelt es alles vor sich hin wie aus einem defekten Wasserhahn in dem baufälligen Badezimmer und auch wenn die Stadt Baden Baden im Scherze kurz erwähnt wird, vermutet man dann doch möglicherweise ein auf das Bad bezogene Wortspiel… das im französischen Original sicher den Bach runtergeht, aber was stört’s mich? Obwohl der Film nicht genug hergibt, um ihn auf der großen Leinwand zu sehen, ist er trotzdem ab 29.12.2016 im Kino.

Neu im Kino: Rogue One – A Star Wars Story

Nach „X-Men: Zukunft ist Verganenheit – Rogue Cut“ und „Mission: Impossible – Rogue Nation“ (und wahrscheinlich vor „Star Trek Rogue Away“) nun endlich auch „Rogue One – A Star Wars Story“… womit wir leider mit einem kleinen Knackpunkt beginnen. Auch wenn die Zeiten vorbei sind, in denen man Titel eingedeutscht hat, so ist die Kompletterhaltung eines englischen „Star Wars“-Titels einschließlich Untertitel eher kritisch zu betrachten – auch wenn schon die „Clone Wars“ nie in „Klonkriege“ umbenannt wurden. Scheiß Globalisierung! Nieder schlägt sich das dann auch in der deutschen Fassung des Trailers, in der man sich tatsächlich als „Rogue One“ ausgibt – und das gehört nicht in eine gute Synchronisation! (Und ja, ich weiß, dass es die „Rogue“-Staffeln im SW-Universum auch schon gab, nämlich in „Das Imperium schlägt zurück“ auf Hoth, wo man sie bei uns in ein ähnlich unbekanntes „Renegat“ übertrug – und nein, ich hätte „Renegat Eins – Eine Star Wars Geschichte“ auch nicht für wirklich gut gehalten!)

I’m a rogue demon hunter.“ – “What’s a rogue demon?” (“Angel”)

Aber kommen wir zum Film. Über ihn geisterte lange vorher das Gerücht durch den Weltraum, dass er die Geschichte erzählt, wie die Rebellen die Pläne vom Todesstern stehlen… und da muss man sich dann ja fragen, ob die die wohl wirklich bekommen. Sagen wir also, dieser Ausgang ist nicht unbedingt die Überraschung des Films – was sie daraus gemacht haben ist eine. Denn aus einer Geschichte, deren Ende man kennt, haben sie eine Menge herausgeholt und sie zu einem größtenteils spannenden Kriegsfilm mit spektakulärem Finale gemacht, der nur im Mittelteil zwischenzeitlich ein wenig schwächelt (was wir gerne als Kurzkritik nehmen können).

Ja, es ist ein Kriegsfilm – und der Humor ist auf einen netten Droiden (Star Warsisch für Roboter) beschränkt, was nett ist, aber mehr hätte sein können, denn guter Humor kann vieles verbessern, sogar die eine oder andere „Komödie“. Ansonsten ist es oft recht düster und ein paar Handlungsstränge, besonders zu Beginn und eigentlich alle mit Forest Whitaker, ergeben teils wenig Sinn und hätten mitunter komplett entfernt werden können. Wenn man nichts damit macht, muss man auch niemandem das Gehirn waschen lassen… und fönen und legen, aber das wäre ein komplett anderer Film.

Die Handlung

Die Rebellen erfahren, dass das Imperium an irgendeiner Waffe herumbastelt und die Tochter des Mannes, der dafür verantwortlich sein soll, macht sich auf die Suche nach ihm und einer Antwort…

Das Ende

Wie gesagt, wir wissen ungefähr, wie die Geschichte wohl enden könnte, denn der Film spielt vor „Krieg der Sterne“ und da haben sie diese Pläne ja nun – Spoiler für einen fast 40 Jahre alten Film! Ganz ehrlich, wenn ihr das nicht gewusst habt, dann kann ich euch auch nicht helfen.

Die Details

Wo der Film enorm punktet sind die Details. Anders als die verschissenen Prequels (obwohl es mit einem Darsteller und seiner Figur einen direkten Anschluss daran gibt) hat man sich bei „Rogue One“ Mühe gegeben. Die Designs, das gelebt aussehende Universum, die benutzten Maschinen, die Sternenzerstörer, alles sieht so aus, wie es sich gehört und wie man es gewöhnt ist. Auch Yarvin ist sehr schön dem alten Stützpunkt nachempfunden. Es gibt eine Menge Schlachten und am Ende sogar eine gigantische… was einerseits großartig ist, weil man ein wenig feuchte Augen bekommt, aber andererseits zu einem Punkt führt, den man schon nach dem Trailer hat kommen sehen:

Man wird die Filme nie chronologisch sehen können!

In diesem Fall, ebenfalls anders als bei Prequels, aber nicht wegen der Handlung, denn die fügt sich sehr schön in die bestehende Geschichte ein, sondern wegen der Effekte. Ridley Scott hat es vorgemacht: Wenn man sich „Alien“ ansieht, sehen die Effekte gut aus – sieht man vorher aber den vorher spielenden „Proletheus“ mit seinen sauberen, gelackten Effekten, dann lassen die die von „Alien“ schlecht aussehen. Und hier ist es genauso. Alles sieht super aus – aber mit einer Reinheit, einer Perfektion und einem Detailreichtum, bei denen die alten Filme einfach nicht mithalten können. Damals hat man das tricktechnisch mögliche gemacht, aber da da heute soviel mehr drin ist, sieht man auch einfach mehr. Wenn man also einfach nur den Todesstern am Himmel aufgehen sieht, weiß man, dass man diesen Film hier nie vor dem klassischen „Krieg der Sterne“ wird sehen können, auch wenn er am Ende einen schönen Anschluss an ihn hat, der auch noch recht überraschend daherkommt. Wobei die Endschlacht auch wieder so gut aussieht, dass, würde man alle Schlachten aus den drei alten Filmen zusammenschmeißen, sie da nicht mithalten könnten. Einen Fehler machen sie aber, denn in einem Film, der vor den alten spielt, sollte man nicht in der Lage sein, einen AT-AT zu besiegen, denn dann hätte man für die Schlacht auf Hoth ja schon eine schnelle Lösung gefunden.

Wunderbar sind das Auftreten von Gouverneur Tarkin und in der Schlacht dem ziemlich original wirkenden „Gold Eins“… was uns zu einem weiteren, wahrscheinlichen Problem führt, aber diesmal die deutsche Fassung betreffend.

Diese Filme kommen 30 Jahre zu spät!

Das wird sich in zwei Jahren beim Han Solo Solofilm zeigen, wo man sich so oder so wünschen würde, dass der Schauspieler Harrison Ford wäre, das kommt hier aber auch schon in der deutschen Fassung zum Tragen. Ob irgendjemand merkt, dass es wirklich die originalen „Gold Eins“ und „Rot Eins“ sind und vielleicht die Originalbänder für die Synchro hervorkramt, ist eine Sache. Traurig wird es aber besonders in Bezug auf Darth Vader und Tarkin. Hatte letzterer noch in einem der Hörspiele einen gealterten Friedrich Schoenfelder, so ist der inzwischen leider verstorben und auch wenn er sehr aussieht wie der gute Peter Cushing, so wird er auf deutsch dann doch nicht so klingen. Und dass für den verstorbenen Heinz Petruo nun seit Jahren Reiner Schöne für Vader an den Start geht, ist zwar Kontinuität, aber Petruo ersetzen kann er leider nicht, was dazu führt, dass Darth Vader bei uns nie wieder so klingen wird, wie wir (ich) ihn (ihn) in (in) unserer (meiner) Jugend kennengelernt habe(n). So wird in der deutschen Fassung dann vielleicht ein klein wenig vom Genuss verloren gehen.

Darsteller

Noch einen kurzen Schlenker zu den Darstellern. Dass mit Felicity Jones wieder eine Frau eine tragende Rolle spielt, scheint gerne erwähnt zu werden, aber da Carrie Fishers Leia in der alten Trilogie immer schon eine Frau war, die die eigentliche Führung übernommen hat, ist das eigentlich keine wirkliche Neuerung und kein Grund zum rümmäkeln… oder rummärkeln. Forest Whitaker (dessen deutsche Stimme Tobias Meister auch schon Darth Maul und ab Episode II Yoda sprach und somit eine dritte Rolle im SW-Universum erhält) ist irgendwie ein wenig verschenkt, Diego Lunas Akzent macht ihn manchmal ein wenig schwer verständlich und bei Mads Mikkelsen wünscht man sich einfach immer, dass er mehr zu tun hätte. Großartig ist allerdings erwartungsgemäß Ben Mendelsohn, dem man eigentlich ein eigenes Spin-off wünschen würde, da Schauspieler und Rolle ziemlich interessant sind.

Rogue Fazit

Für mich der Film, auf den ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe – und die Filme, auf die ich mich gefreut habe („Jach Reacher 2“, „Mechanic 2“) waren absolute Enttäuschungen. Das ist hier zum Glück nicht der Fall… aber da ich Genialität erhofft hatte, war es natürlich schwer, dem gerecht zu werden. Mit Blick und Liebe fürs Detail und das „Star Wars“ Universum gemacht, mit netten Anspielungen für Kenner, aber auch leichten Durchhängern im Mittelteil, bis man zu einer atemberaubenden Schlacht kommt. Nicht großartig, aber ziemlich gut – und das ist ja auch schon mal was. Ab 15.12.2016 im Kino.

Neu im Kino: Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

Als der polynesischen Insel, auf der sie leben, die Fische ausgehen, findet Vaiana, die Tochter des Häuptlings, eine neue Aufgabe: Die Person zu suchen, die vor vielen Jahren etwas Besonderes gestohlen und damit ihrer aller Schicksal bestimmt hat…

Animation vom Feinsten

Dies ist ein wunderbarer Animationsfilm, so, wie man ihn sich wünscht… mit einer Ausnahme, aber dazu kommen wir später. Es ist eine schöne Geschichte mit interessanten Figuren, jeder Menge Humor und Brechungen, vor allen Dingen aber wundervollen Einfällen und großartigen Ideen. Dass die Animationen dabei auch super aussehen, schadet der Sache nicht, aber was das Schöne ist: dieser Film atmet Phantasie und Einfallsreichtum. Das macht von vorne bis hinten unheimlich Spaß – aber wie der Untertitel so treffend sagt, „das Paradies hat einen Haken“ und den hat dieser Film leider auch: die Lieder! Die sind weder besondere Ohrwürmer, noch hat man das Gefühl, dass sie viel zur Handlung beitragen. Genau genommen stören sie eigentlich eher und jedes Mal, wenn eins kommt, denkt man sich: Ach, wie schade, hoffentlich geht das schnell vorbei. Jedenfalls wenn man nicht auf so was steht.

Fazitna

Wären da nicht die Musicaleinlagen, hätte das ein phantastischer Film sein können, der vor Ideen nur zu sprüht. So gibt es ein paar Abstriche, über die man bei einem wunderbaren Abenteuer für die Häuptlingstochter hinwegsehen muss, wenn man mit derlei Liedern nicht soviel anfangen kann. Davon abgesehen aber ein wunderbarer Film, an dem man wirklich seine oder ihre Freude haben kann. Ab 22. Dezember 2016 im Kino.

Neu im Kino: Gemeinsam wohnt man besser

Junge Frau zieht in Leben und Wohnung von älterem Herrn in Paris…

Klingt doch wie „Frühstück bei Monsieur Henri“!

und sorgt dafür…

Dass er wieder etwas auftaut?

dass auch andere Mieter einziehen dürfen…

Ah.

und er wieder etwas auftaut…

Aha, also doch!

was zu Verwicklungen führt – und natürlich zu Problemen.

Natürlich erscheint einem das eine oder andere durchaus vertraut, aber dann macht der Film ein paar andere Wendungen und auf jeden Fall ein Menge Freude, denn er ist leicht erzählt, hat diverse Prisen Humor und eine hervorragende Besetzung. Dankenswerterweise schippert er an ein paar Klischees dieses Genres, wenn man

Junge Frau zieht bei älterem Mann ein

mal als eigenes Genre bezeichnen möchte, vorbei, hat interessante Figuren und einige sehr schöne Szenen. Wunderbar vor allem der „Einsatz“ eines Föhns, aus dem man eine brillant-doppeldeutige Szene macht. Einfach herrlich – ebenso wie das Spiel von André Dussolier (für den man sich in der deutschen Fassung einen gut aufgelegten Lutz Riedel oder Volker Brandt wünschen würde). Zu spät für den Sommer, aber genau richtig zum Wohlfühlen und Spaß haben.

Mit

André Dussolier, Béremgère Krief, Arnaud Ducret, Julia Piaton, Nicolas Marié

Gemeinsam wohnt man Fazit

Wohlfühlkomödie aus Frankreich, die mit guten Schauspielern und ein paar wunderbaren Szenen aufwartet. Ab 22. Dezember 2016 im Kino.