Neu auf DVD: Fifty Shades of Black

shadesDie erste Besprechung des Jahres 2017… und schon hofft man, dass der Film nicht repräsentativ für dieses Jahr wird. Es ist kein guter Anfang, um es mal so zu sagen, niemand, wirklich NIEMAND sollte sein Jahr so beginnen, filmisch oder sonst wie.

Fifty Shades of Whatthefuck

Zeit für Geständnisse: Ich habe nie ein Modern Talking Album besessen und ich habe „Fifty Shades of Grey“ weder gelesen noch gesehen. Nach dem, was man so hört, geht das, obwohl es irgendwie total hardcoriges SM-Zeugs (also Sado-Maso, Fesseln und so) sein will, eher so zu, wie sich Hausfrauen so was vorstellen, was bedeutet, dass jede Episode von „Game of Thrones“ mehr Sex und Gewalt hat als dieser Schulmädchenreport für Verklemmte Amerikanerinnen. Zudem hält sich das Gerücht, dass die Autorin des Buches in der Materie wohl auch nicht ganz firm sein soll, will heißen: Die Olle hat keine Ahnung von S&M. Aber da das ihre verklemmten Leserinnen wohl auch nicht haben, wurde es ein großer Erfolg mit drei Büchern und hat jetzt sogar die Vorgeschichte in „Sexistische Tierwesen und wo sie zu ficken sind“ bekommen… oder vermische ich da gerade ein paar Franchises? Wie dem nun auch sei, es klingt jedenfalls alles so, als wäre es ein schön schlecht peinliches Buch/Film/Dings, das man locker und problemlos parodieren können sollte… wenn man denn nicht gerade dem Wayans-Clan angehört.

Peinlicher Pennälerhumor zum Fremdschämen

Gut, vielleicht ist der Film lustiger, wenn man das Original kennt… aber streng genommen glaube ich das nicht. Eigentlich reicht er irgendwie ganz gut an das Original heran, denn so peinlich, wie das sein soll, ist dieser Film hier definitiv. Der „Humor“, wenn man das denn so bezeichnen möchte, geht weiter unter alles, was man sich so vorstellen mag und lässt im direkten Vergleich Mario Barth wie einen gewitzten Intellektuellen wirken. Das Verlangen, den Film (oder das eigene Leben) frühzeitig zu beenden ist spätestens bei Minute 12 so groß, dass man unterbricht, seine Kritik schreibt, und hofft, dass der Alkohol, den man dabei zu sich nimmt, wirkt, bis man weiterguckt. [Er tut es nicht!]

Es ist schwer, hier etwas Positives zu finden, außer, bestenfalls, mit gaaaanz ganz viel gutem Willen, der platonische Freund der weiblichen Hauptfigur, der ständig seine unanständigen Angebote korrigiert, aber zum Glück schnell aus dem Film raus ist. Der Rest ist dann die Art von Humor, wie man sie aus „Scary Movie“ und anderen Filmen kennt, die sich gerne als Parodie ausgeben, obwohl sie mit „langweilige Scheiße“ viel treffender und ehrlicher umschrieben wären. Wer also so was mag, viel Spaß, Leute! Alle anderen mögen sich möglicherweise an den schlecht geschriebenen Dialogen stören, aber jeder Schwanzwitz, so klein er auch sein mag, reißt es da doch wieder raus… oder?

Bonus…

gibt es auch, aber der Film selbst hat mich so sehr geärgert, dass er die Chance darauf, dass ich mir vom Zusatzmaterial auch nur eine Minute ansehe, verspielt hat.

Fifty Shades of Shit

Das Thema drängt einem eigentlich eine herrlich böse Satire auf, eine auf den Punkt gebrachte Parodie, die Original und Autorin gleichermaßen bloßstellt und ad absurdum führt. Wem es aber reicht, dass sich der Kopf der Hauptdarstellerin in der Aufzugtür einklemmt, mehrmals, wer glaubt, dass Frauen lustig sind, weil sie dick sind und ergo auch vieeeeel essen, der kann hier auf seine Kosten kommen… aber, wenn wir ehrlich sind, dann glaub ich nicht, dass der meine Kolumne liest. Ab 6.1.2017 auf DVD und Blu-ray… und damit wahrlich kein guter Start ins neue Jahr!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Filme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s