Neu im Kino: Die Blumen von gestern

Holocaust-Forscher bekommt französische Praktikantin aufgedrückt, doch die ist nicht nur anderweitig verbandelt, sondern irgendwie teilen sich beide ein bisschen Geschichte, was erwartungsgemäß zu Verwicklungen führt…

Von Chris Kraus nach seinem Roman

Oder

Deutsche Vergangenheitsbewältigung mal anders

nämlich a) von Deutschen und b) mit zumindest einem Schuss Humor. Denn was Humor bei einem Holocaust-Forscher ist, das verrät uns der Film. Es gibt ein paar schöne und witzige Dialoge, die einen schon fast wieder an den deutschen Film glauben lassen, gegen Ende kippt aber alles, weil das dann wohl auch irgendwie so sein muss. Wobei das bzw. der Grund dafür dann doch die Frage aufwirft, wann genau der Film eigentlich spielen soll, denn auch wenn die Fernseher durch die Bank weg alt aussehen, gibt es doch Handys – letztlich passen aber Alter der Hauptfigur und die Vorwürfe am Schluss irgendwie nicht ganz zusammen. Davon ab haben wir aber nettes Spiel, jede Menge Verrücktheit, Sex und merkwürdige Figuren, die sich teils merkwürdig verhalten, was aber am Ende größtenteils gerechtfertigt wird.

Mit

Lars Eidinger, Adèle Haenel, Hannah Herzsprung, Jan Josef Liefers

Das Fazit von heute

Endlich einmal der Beweis, dass man auch in Deutschland mit dem Thema Vergangenheit etwas anders umgehen kann, als in Knoppscher Weise Hitler einen medialen Altar zu errichten oder humorlose Betroffenheitskost zu bieten. Da wäre noch ein bisschen Spiel nach oben gewesen, aber immerhin ein schöner Ansatz. Ist doch mal was – und ab 12. Januar 2017 im Kino.

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