Neu im Kino: Live By Night

Gangster aus Boston zieht es beruflich nach Tampa, wo er während der Prohibition für einen italienischen gegen einen irischen Mafiaboss, mit dem er auch noch ein paar Rechnungen offen hat, ein Geschäft aufbaut…

Nach einer wahren Begebenheit

Okay, das ist in dem Fall gelogen, auch wenn es die Prohibition tatsächlich gab, und Tampa möglicherweise auch. Tatsächlich ist es jedoch nach einem Roman, zum dem Ben Affleck nun Drehbuch und Regie beigesteuert hat, und Hauptrolle auch. Und darin liegt ein wenig das Problem, um es mal so zu nennen, nicht in Affleck, sondern in der Umsetzung einer Vorlage. Denn, wenn man den Film mal ökonomisch betrachtet, hätte man die gesamte Anfangsgeschichte mit Boston, die ein bisschen eine Art Rahmen bieten soll, komplett streichen können, ohne, dass dabei viel verloren gegangen wäre. So ziemlich alles, was mit dem irischen Gangsterboss zu tun hat, hätte entfernt werden können, da es weder eine genügend große Motivation bietet, noch deren Ansätze wirklich ausgespielt werden – obwohl es natürlich schön ist, Robert Glenister von „Hustle“ mal auf der großen Leinwand zu sehen (ebenso wie Christian Clemenson von „Boston Legal“), aber rein handlungstechnisch hätte man darauf verzichten und das Werk damit sinnvoll straffen können.

Ansonsten haben wir einen soliden Gangsterfilm mit viel Gewalt, brutalen Schusswechseln und ein paar interessanten Figuren. Elle Fanning zum Beispiel darf einen für einen solches Thema eher ungewöhnlichen Charakter spielen. Und auch Chris Cooper als ihr Vater ist mal wieder sehr ansehnlich. Schauspielerisch der Höhepunkt ist aber Chris Messina (u.a. von „The Newsroom“), dessen Rolle sich so sehr von seinen üblichen zu unterscheiden scheint, dass es einfach Spaß macht ihn hier zu sehen – so, wie es ihm offenbar Spaß gemacht hat, so zu spielen.

Live By Fazit

Mafiagangsterfilm zu Prohibitionszeiten, dem es möglicherweise gut getan hätte, wenn man sich nicht zu sehr an die literarische Vorlage gehalten, sondern sich auf das Wesentliche konzentriert hätte. Ab 2. Februar 2017 im Kino.

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