Neu im Kino: John Wick: Kapitel 2

Killer John Wick kam im ersten „Kapitel“ aus dem Ruhestand zurück, weil jemand seinen Hund abgemurkst hat. Nun nutzt das ein alter Arbeitgeber aus, um ihn wieder in Brot und Dienst zu zwingen. Nach Zähneknirschen und Hausabfackeln übernimmt Wick den Job, was natürlich jede Menge tödliche Folgen hat…

Alles Action

Natürlich gibt es in diesem Film jede Menge Action und eine höhere Sterblichkeitsrate als in Mel Gibsons Weltkriegsdrama „Hacksaw Ridge“. Was man ihm aber zugute halten muss, ist, dass die Handlung weit besser strukturiert und sinniger ist, als bei der enttäuschenden „Mechanic“-Fortsetzung, wenn auch irgendwie recht ähnlich. Wobei es eigentlich am interessantesten ist, wenn sich John Wick auf seinen neuen Job vorbereitet und „einkaufen geht“, was uns mit der kurzen Szene mit Peter Serafinovicz (Darth Mauls Originalstimme in „Episode I“ und Simon Peggs Mitbewohner in „Shawn of the Dead“, um nur zwei (sehr gegensätzliche) Beispiele zu nennen) den kleinen Zwischenhöhepunkt des Films bietet. Schön ist es auch, Franco Nero zu sehen – und Ian McShane ist eigentlich immer ein Fest, wenn auch ein sehr kleines. Ruby Rose dagegen, die Fleisch gewordene Tätowierung, nimmt man hier ihre Stärke, nämlich schnieke Bemerkungen zu machen, so dass sie stumm und tough wirken soll, was irgendwie weniger gut funktioniert. Dafür reicht es dann doch nicht ganz. Schade. Und Keanu Reeves spielt genauso freudig wie seinerzeit in „Viel Lärm um nichts“ – als dürften Killer nicht auch mal Spaß haben. Aber ist halt schweres Drama, son John Wick-Film.

Der Rest des Films ist angefüllt mit so viel Action, dass die meisten daran wahrscheinlich einen immensen Spaß haben werden, für die, die sich bei so was dann aber irgendwann anfangen zu langweiligen, sind manche Szenen dieser Schlachtplatte einfach ein wenig zu lang geraten. Aber keine Sorge, recht blutig und schweinsbrutal sind sie trotzdem. Wer mehr vom Autor selbst erfahren möchte, hier gibt es ein schönes Q&A mit Jeff Goldsmith.

Mit

Keanu Reeves, Ian McShane, Franco Nero, Ruby Rose, Peter Serafinovicz, Laurence Fishburne, Lance Reddick, Peter Stormare, John Leguizamo

John Fazit

Jede Menge Action, die aber manchem ggf. auf Dauer ein wenig langweilig werden kann. Schön die Idee mit dem Spiegelkabinett, schade, dass man nicht mehr draus gemacht hat. Und ist John Wick eigentlich ein Idiot? Nun, viele seiner Entscheidungen in diesem Film lassen darauf schließen. Liegt aber vielleicht auch am Drehbuch. Ab 16. Februar 2017 im Kino.

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