Neu im Kino: Bailey – Ein Freund fürs Leben

Oder:

Es gibt keinen Hundehimmel!

Denn Hund Bailey wird immer wiedergeboren, als unterschiedliche Hunderassen, aber immer auf der Suche nach einem Sinn des Lebens. Daraus entstehen mehrere Episoden mit unterschiedlichen Herrchen und Frauchen, in denen der Hund unterschiedliche Lebensweisen kennenlernt, aber nie in den Hundehimmel kommt…

Kuck mal, wer da bellt

Wäre eigentlich der treffendere Titel, denn der Film erinnert doch ein wenig an die Sprechende-Babys-Trilogie, bei der dann in der deutschen Fassung irgendein aktuell angesagter „Star“ das ganze bemüht ins Deutsche überträgt, ob’s nun passt oder nicht. So lässt sich schwer sagen, ob Florian David Fitz schlicht das Original perfekt widerspiegelt oder ob er an manchen Stellen einfach irgendwie daneben liegt… aber so gesehen würde das zum Film passen, denn der liegt auch irgendwie daneben. Am Ende fragt man sich nämlich, wer denn nun eigentlich die Zielgruppe sein soll. Kinder? Aber dann passen der Liebesaspekt und das – seien wir ehrlich, nicht ganz unbrauchbare – Ende nicht ganz. Also was will das Werk sein, Kinderfilm oder Liebesromanze? Schwer zu sagen. Und das erwähnte Ende, das zwar ganz brauchbar konstruiert ist, funktioniert eigentlich auch nur durch das gemeinsame Spiel von Dennis Quaid und seiner deutschen Stimme Thomas Danneberg, die hier dankenswerterweise aus dessen Mund zu hören ist – und die den Film wirklich aufwertet.

Wuff wuff

Davon ab hätte man den Film auch weit eleganter gestalten können, indem der Himmelhund, der niemals dort landen wird, in der Studentinnenepisode sein Frauchen mit seinem alten Herrchen verkuppelt hätte… aber dann hätten wir keinen sich schließenden Kreis gehabt, oder vielmehr einen etwas anderen.

Auch hätte man alles komplett und konsequent aus der Hundeperspektive zeigen können. Da es um leben, ableben und wieder leben derselben Hunde“seele“ geht, wäre das durchaus sinnvoll gewesen. Und die Menschen hätten so klingen können wie die Erwachsenen bei den „Peanuts“… aber wer steht heutzutage schon auf konsequent? So sind wir dann also dazu verbannt, hündlich Kommentare zur Welt zu hören, woraus man wiederum auch mehr hätte herausholen können… wenn man es denn gewollt hätte.

Ein Himmelhund von einem Fazit

Keine Ahnung, für wen dieser Film gemacht ist und wer eine Freude daran finden könnte. Vielleicht Hundebesitzer? Damit die endlich wissen, was ihre Köter wirklich denken? Ansonsten… eher schwierig! Einziger Höhepunkt: In der deutschen Fassung Thomas Danneberg zu hören. Ob das aber für einen Film als Empfehlung ausreicht, wage ich sehr zu bezweifeln. Ab 23.2.2017 im Kino.

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