Neu im Kino: Bauer unser

Bauern in Österreich. Ein Einblick darin, was man tun muss, um auf dem heutigen Markt als Landwirt überhaupt ansatzweise überleben zu können…

Interessant und deprimierend

So könnte man das Ganze zusammenfassen. Schon im letzten Jahr gab es den einen oder anderen Film, der uns darauf aufmerksam machen wollte, dass wir in der Art, wie wir in unserer Konsumgesellschaft derzeit leben, nicht mehr lange weitermachen können und auch dieser Film zeigt uns auf erschreckende Weise auf, dass es eigentlich merkwürdig ist, dass sich die Menschheit als intelligente Lebensform bezeichnet, obwohl sie mit einer solchen Dummheit gegen ihre eigenen Interessen arbeitet, dass es schon weh tut. So sagt uns „Bauer unser“ u.a., dass die Menschheit auch heute eigentlich so (land)wirtschaften könnte, dass etwa 10 Milliarden Menschen davon leben könnten, wenn man den Boden quasi in „Kleinarbeit“ bestellen würde, da die Großunternehmen die ineffektivste Form der Landnutzung betreiben. Er sagt uns, wie die Politik konsequent für das Aussterben kleinerer Höfe sorgt – und er sagt uns auch, dass in Frankreich die Berufsgruppe mit der höchsten Selbstmordrate die Bauern sind.

Der Film ist angenehm ehrlich in seinem Umgang mit dem Thema. Wer sich ein Bild vom Stand der Landwirtschaft machen möchte, und der dürfte in Deutschland wahrscheinlich nicht viel anders aussehen als in Österreich, der bekommt hier interessante Einblicke. Sowohl in industrielle Verarbeitung von Ackerbau und Viehzucht, als auch der Art und Weise von kleineren Betrieben, die in direktem Kontakt zu ihren Verbrauchern stehen.

Unser Fazit

Der Film sollte den richtigen Personen zu denken geben und zum Umdenken führen – aber die werden ihn wahrscheinlich nie zu sehen bekommen. Da Filme also letztlich selten etwas verändern, können wir diesen wohl lediglich zukünftig als Dokumentation des Verfalls ansehen, den niemand aufgehalten hat… leider! Ab 23. März 2017 im Kino.

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