Neu im Kino: Abgang mit Stil

Drei ältere Herren, die von ihrer Bank um ein Haus und von ihrem Arbeitgeber um ihre Rente beschissen werden, lassen sich von der Jugend inspirieren und beschließen, die erwähnte Bank auszurauben…

In die Jahre gekommene Gaunerkomödie

Wobei es fast schon ein bisschen britisch anmutet, denn die Herrschaften sind ja nicht von Natur oder Ausbildung aus Gauner, sondern werden durch ihre Lebensumstände – und die Arschlöcherigkeit von Banken und Unternehmen – dazu gezwungen.

Herausgekommen ist dabei ein wunderbarer Film, der besonders von seinen drei ausgezeichneten Hauptdarstellern getragen wird, aber auch nicht mit guten Dialogen und einer schönen Handlung geizt. Das Ganze macht einfach Spaß und Freude – wenn auch nicht aufs Altern! Oder alt sein, in dem Fall. Und doch ist es schlicht ein Vergnügen, dabei zuzusehen, wie Harry Palmer, Inspektor Clouseau und Gott ein Ding planen, wobei auch Darth Mauls Maul und Doc Brown kleine Rollen spielen. Aaaaber da diese Anspielungen für unsere jüngeren Leser (so es denn welche gibt) wahrscheinlich zu weit hergeholt sind: Es geht um

Michael Caine

(der mehrfach den Agenten Harry Palmer spielte, eine art intellektuellen Gegenentwurf zu James Bond, wenn man der Werbung glauben darf, basierend auf den Büchern von Len Deighton)

Alan Arkin

(der in dem Film „Inspektor Clouseau“ Inspektor Clouseau spielte… wenn auch niemand weiß, warum, da Peter Sellers zu dieser Zeit noch sehr aktiv und lebendig war)

Morgan Freeman

(der mehrfach Gott spielte, Miss Daisy herumkutschierte und, ähnlich wie der hier anwesende Michael Caine und dessen Landsmann Ben Kingsley, sich offensichtlich für kein Filmprojekt zu schade ist… oder Geld braucht, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren, aber das möchte man hier eigentlich ausschließen)

Peter Serafinovicz

(Mitbewohner von Simon Pegg in „Shaun of the Dead“ und in „Star Wars: Episode I“ die englische Stimme von Tatoofetischist Darth Maul gibt sich hier normaler, als man das von seinen Rollen gewohnt ist)

Christopher Lloyd

(alias Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“, der hier herrlich neben der Spur sein darf – und ist!)

Hinzu kommen noch:

Ann-Margret

(die für ihr unbestimmbares Alter noch verdammt sexy ist, auch wenn da wahrscheinlich irgendein Arzt nachgeholfen haben wird)

Matt Dillon

(nicht der Marshall aus „Rauchende Colts“ [eine Anspielung, die garantiert niemand mehr versteht], sondern der Schauspieler, den man gefühlt seit „Wild Things“ auch nicht mehr gesehen hat)

Alle legen mit ihren schönen Dialogen ein wunderbares Spiel hin, so dass man eigentlich nur als

Fazit

sagen kann: Sehr schöne Komödie, die von Anfang bis Ende einfach Spaß macht. Verbrechen lohnt sich eben doch – zumindest auf der Kinoleinwand! Ab 13. April 2017 im Kino.

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