Neu auf DVD: Taboo – Staffel 1

London 1814. Mann kommt nach langer Zeit aus Afrika zurück, um das Erbe seines Vaters anzutreten und dessen Schifffahrtsgesellschaft zu übernehmen, doch das bringt einige Probleme mit sich – und tödliche Feinde…

Verrat, Betrug, Mord

Klingt wie ein gewöhnlicher Tag in der Trump-Administration, spielt aber im England der Vergangenheit, also ohne EU… also quasi im England der Zukunft. Nur, dass die Ostindien Kompanie noch im Geschäft ist und etwas zu sagen hat… aber das kann ja auch wieder kommen, wenn die anderen Türen sich schließen. Vielleicht besinnt England sich dann auf seine alten Kolonien… aber das ist eine Diskussion für einen späteren Zeitpunkt.

Hier begeben wir uns auf einen schön ausgestatteten und visuell ansprechend gestalteten Blick in die Vergangenheit, in der die Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt, sowohl die englische im Allgemeinen als auch die, die man pflegt im Besonderen. Es gibt Verschwörungen, Mord, Betrug und natürlich ein Familiengeheimnis, denn spätestens seit Agatha Christie ist mindestens eins davon in England pro Familie Pflicht. Sogar ein Hauch des Übernatürlichen weht durch die Gassen…

Hardy to get

Die Hauptrolle spielt Tom Hardy, von dem auch die Idee zu der Serie stammte, bei der dann sogar Ridley „hit & miss“ Scott seine Finger im Spiel hatte. Hardy ist einer der versiertesten und vielseitigsten Schauspieler der letzten Jahre (vielleicht derzeit nur übertroffen von Dan Stevens, der, ganz gleich ob er bei „Downton Abbey“, „The Guest“, „Die Schöne und das Biest“ oder der herrlich abgedrehten Serie „Legion“ mitmacht, immer so anders spielt und ist, dass man ihn kaum wieder erkennen kann, also so ähnlich wie Hardy auch), womit die Hauptrolle also in guten Händen ist. Bei ihm stellt sich nur die Frage: „Kann man ihn in dieser Rolle verstehen, wenn er spricht?“ Die Chancen stehen erfahrungsgemäß 50:50 („könnten aber auch nur 50% sein“, um George Kennedy aus „Die nackte Kanone“ zu zitieren), muss also jeder für sich selbst entscheiden.

Auch mit dabei ist ein gestandener Bond-Bösewicht, der erst kürzlich auch bei „Game of Thrones“ aufgetaucht ist, Vater von Keira Knightley in der „Fluch der Akribik“-Reihe war – und an dessen Hauptrolle in Terry Gilliams „Brazil“ sich möglicherweise kaum mehr jemand erinnern kann: Jonathan Pryce. Auch mit ihm ist man auf der sicheren, wenn auch möglicherweise zwielichtigen Seite.

Jemand, der mal einen Bond-Bösewicht spielen sollte und der abonniert ist auf schräge Figuren, ist Tom Holland, ebenfalls in der Akribik-Serie zu sehen, aber auch in dem hervorragenden „The Night Manager“ an der Seite von Hugh Laurie und (möglicherweise bald-Bond) Tom Hiddleston.

Und wer sich fragt, was eigentlich aus Franka Potente geworden ist – die ist auch dabei, auch wenn sie sich in der deutschen Fassung nicht selbst spricht.

Mit

Tom Hardy (Torben Liebrecht), David Hayman (Dieter Memel), Jonathan Pryce (Lutz Riedel), Oona Chaplin (Anke Kortemeier), Franka Potente (Stephanie Kellner), Michael Kelly (Peter Flechtner), Tom Hollander (Axel Malzacher)

Fazoot

Düster im Ton, interessant im Aussehen, aber möglicherweise nicht ganz so knackig, wie man es sich wünschen würde. Ab 13.4.2017 auf DVD und Blu-ray.

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