Neu im Kino: Die Schlösser aus Sand

Nach dem Tod des Vaters will die Tochter dessen Haus in der Bretagne verkaufen, wobei sie nicht nur Interessenten trifft, sondern auch ihren alten Freund zur Hilfe ruft…

Vergangenheit, Abschied, Liebe

Da ist der Abschied vom Vater, die verlorene Liebe, das Wiederaufflammen der Vergangenheit. Erzählt mit einem interessanten Kniff, aber auf der Zielgeraden beginnt es sich dann doch ein klein wenig zu ziehen. An einem Tag mit drei Pressevorführungen ist in diesem Fall nicht mehr aus mir herauszuholen. Eigentlich ist Abschied das Hauptthema, vom Vater, von der alten Liebe, aber auch vom alten Haus. Sowie der Abschied anderer Leute vom Vater, was auch eine Rolle spielt. Und irgendwo ist darin auch noch eine Liebesgeschichte versteckt… oder muss man sich davon auch verabschieden?

O-Ton-Faschos

Nutzen wir die Gelegenheit, um mal ein anderes Thema anzuschneiden, das bei diesem Film, zumindest in der Pressevorführung, mal wieder deutlich wurde. Es gibt Leute, die sich als Cineasten bezeichnen, die Synchronisation komplett ablehnen, weil sie verfälschen würde oder was auch immer. Lassen wir das „Argument“, man würde „die Originalstimme des Schauspielers nicht hören“ mal weg (da man das bei zum Beispiel „Krieg der Sterne“ von diversen Leuten, allen voran David „Darth Vader“ Prowse, auch nicht tut – und wir könnten als Quizfrage stellen, welcher der erste Bond-Film ist, bei dem im Original keiner der Schauspieler fremdsynchronisiert wurde, diese Filme sollten sich für diese Leute also komplett verbieten). Lassen wir auch die Tatsache weg, dass einem Untertitel nicht nur das Bild versauen, weil man lesen muss und möglicherweise Teile des Bildes nicht mehr wahrnimmt, sondern dass sie auch keine Feinheiten wie z.B. Ironie vermitteln und man so möglicherweise, wenn einem die Melodie einer Sprache fremd ist, derlei Details nicht mitbekommt. Nein, kommen wir zum Punkt dieses Absatzes: Wer auch immer die Untertitel zu diesem Film gemacht hat, scheint den Unterschied zwischen der Anrede Sie und dem Plural sie nicht zu verstehen, bzw. dass man erstere durch Großschreibung kenntlich macht. Liest man das während eines Films durchgehend falsch – und teils „siezen“ (kleingeschrieben) sich die alten Freunde sogar doppelfälschlicherweise – reißt einen das nicht nur ein wenig heraus, es wäre ein Äquivalent dazu, dass in einer Synchro ein Schauspieler ständig dasselbe Wort falsch ausspricht… z.B. der neue Sprecher von Mulder in der letzten „Akte X“-Staffel, der ständig von „Elljens“ spricht. Mich ärgert dann immer, dass solche Leute, Schauspieler wie Untertitler, für so was auch noch bezahlt wurden. Und da ziehe ich dann doch eine gute Synchro schlechten Untertiteln vor!

Mit

Emma de Caunes, Yannick Renier, Jeanne Rosa, Christine Brücher, Alain Chamfort

Das Fazit aus Sand

Ganz netter Film aus Frankreich mit einer guten Hauptdarstellerin, der sich einer interessanten Erzählstruktur bedient. Ab 27. April 2017 im Kino.

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