Neu auf DVD: Die Besucher – Sturm auf die Bastille

Der Ritter und sein Knappe, die in der Zeit gestrandet waren, stranden erneut, doch diesmal bei ihren Nachfahren in der Französischen Revolution…

Kopf ab zum Gebet

Tatsächlich habe ich bisher nur bei den „Star Wars“-Prequels Filme ab 12 Jahren gesehen, bei denen so viele Köpfe gerollt sind. Aber das bringt die Französische Revolution ja bekanntlich so mit sich und so ist dieser Film an manchen Stellen vielleicht ein wenig zu blutig, um Unterhaltung für die ganze Familie zu sein. Wobei Kinder sicher den Ekligkeitsfaktor mögen mögen, aus dem „Die Besucher“ eigentlich ihren gesamten Humor beziehen. Stinken, Pusteln, Eiter – bon apetit. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, ist aber wahrscheinlich fester Teil der Reihe. Denn dies ist nun

Die Besucher, Teil 3

und schließt offenbar direkt an den letzten Teil an. Die beiden „Herren“ befinden sich in der falschen Zeit, ihrer Zukunft, und so treffen sie ihre Nachkommen. Dieses Szenario böte jede Menge Möglichkeiten für Historienhumor, geschichtliche Witze, in denen man die beiden Außenseiter zu geschichtlich nicht anerkannten Auslösern für verschiedene bekannte historische Fakten macht, indem man mehr mit ihnen macht, als sie nur mit Robespierre zu Abend essen zu lassen, sondern mit dem Thema spielt. All das findet leider nicht statt, sie könnten auch zwei Deppen aus der selben Zeit wie die anderen Figuren sein, es würde für den Film keinen Unterschied machen. Das ist schade, weil hier schöne Möglichkeiten ungenutzt verstreichen und man statt dessen über Pusteln prusten soll – aber ich nehme an, auch das ist ganz im Sinne der beiden Vorgänger. Gegen Ende dann muss man aus gesundheitlichen Gründen doch die Zeit verlassen, aber statt mit einer schönen Pointe zu enden, die das gleiche bewirkt hätte, endet man gewissermaßen mit einem Teaser auf eine mögliche Fortsetzung… oder im dem Fall eher Furzsetzung? Hier der Trailer.

Bonus

Ein Making-of, in dem man ein wenig über die Zusammenhänge zu den Vorgängern und die Dreharbeiten erfährt.

Mit

Christian Clavier (Wolfgang Müller), Jean Reno (Joachim Kerzel)

Fazit

Dritter Teil einer Reihe. Wenn Sie die anderen beiden mochten, wird Ihnen dieser möglicherweise auch gefallen. Wen also die Verschwendung des Zeitreisethemas zu Gunsten von infektiösem ekelbasiertem Humor nicht stört, der mag hier auf seine Kosten kommen. Ab 12.5.2017 auf DVD und Blu-ray.

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