Neu im Kino: Berlin Syndrom

Australierin wird in Berlin von einem netten jungen Mann in seine Wohnung gesperrt und nicht mehr herausgelassen…

Romantische Liebeskomödie?

Klingt eigentlich wie ne normale Beziehung, nur überspitzt ausgedrückt, ist dann aber eher Entführungs- und Einsperrfilm, der dann unterm Strich aber leider nicht mit artverwandten Werken wie „Raum“ und „Thirteen“ mithalten kann. Anfangs ist es noch ganz interessant, es gibt ein paar spannende Momente, aber ab einem gewissen Punkt, fängt man an, sich Fragen zu stellen – und deren Antworten sind eher unbefriedigend. Wie das Ende, denn in den letzten zehn Minuten wird alles komplett idiotisch, auch wenn man anfangs denkt, da geht man jetzt einen cleveren Weg, doch der war dann wohl zu clever für die Beteiligten, so dass sie ihn nicht erklärt oder gezeigt haben, was das ganze nebulös und idiotisch macht, weil nichtmal die Polizei vorbeischaut.

Dafür bekommen wir wenigstens gute schauspielerische Leistungen zu sehen, von Teresa Palmer, Max Riemelt und dem leider zu früh ausscheidenden Matthias Habich. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, daraus einen wirklich guten Film zu machen. Zum Beispiel, indem man ihn tatsächlich wie eine romantische Liebeskomödie anfangen und dann unvermutet kippen lässt. Oder wenn man sich ab einem gewissen Punkt auf einen mentalen Zweikampf zwischen Gefangener und Wächter beschränkt hätte. Doch irgendwie verliert sich das alles ab einem gewissen Punkt und das macht es, wie bereits gesagt, wenig befriedigend, bis das Ende es komplett runterreißt.

Berlin Fazit

Hätte eine der schönsten Beziehungskomödien des Jahres werden können, oder ein knallharter Thriller, der noch nachhaltig weh tut, aber das einzige, was hier nachhaltig weh tut, ist da unausgegorene Ende. Oder schauen Sie sich den Film so oft an, bis Sie ihn dank Stockholm Syndrom mögen! Ab 25.5.2017 ist das im Kino möglich.

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