Neu im Kino: Pirates of the Carribean – Salazars Rache

Captain Jack Sparrow ist zurück und muss zusammen mit Will Turners Sohn und einem cleveren Mädchen nach etwas suchen, das alle Flüche der See auflösen können soll, damit Turner junior dadurch seinen Vater befreien kann…

Fluch der Titulierung

Der erste Teil hieß bei uns noch „Fluch der Karibik“, was besonders für diesen Film ein weit angemessenerer Titel gewesen wäre, aber da heute alles globalisiert statt individualisiert wird, haben wir auch hierzulande die „Pirates of the Carribean“, was es dann beim Besuch einer Disneylandfiliale Ihrer Wahl weit einfacher macht, das Fahrgeschäft zu finden, auf dem dieser Film basiert.

Womit wir halb bei der Crux dieses Films sind. Da steckt eine gute Geschichte drin und es hätte ein phantastischer Piratenfilm daraus werden können. Düster mit ein wenig Humor – und vor allem ohne Jack Sparrow. Das hätte toll sein können. Doch leider ist die Serie ihrer Serie verhaftet und das bringt, wie wir spätestens seit „Star Trek“ wissen, immer gewisse Probleme mit sich, da man sich treu bleiben muss, was prinzipiell nicht verkehrt ist, dann meist aber in ausgetretenen Pfaden endet, statt etwas zu machen, das dem Thema angemessener gewesen wäre, als das entstandene Endergebnis. So haben wir hier dann ein paar Dinge drin, die nicht ganz zur Geschichte passen. Jack Sparrow zum Beispiel, der „Dank“ Johnny Depp alles ins Klamaukige zieht – was beim ersten Film noch neu und erfrischend war, ist inzwischen anstrengend und nervig geworden. Außerdem muss man alles überdimensionieren, d.h. man wird zugepflastert mit Zeugs, statt sich in einer Szene auf das Wesentliche und vielleicht noch ein Zückerchen als Extra zu konzentrieren. Und dann ist da die mangelnde Homogenität, bei der man sich fragt, wer die Zielgruppe für diesen Film ist. Denn zur einen Hälfte ist er düster, beginnt damit, dass eine Meute Zombies eine komplette Schiffsbesatzung abschlachtet – zur anderen haben wir dann Klamauk aus Sparrowhausen. Beides will nicht ganz zusammenpassen, da es extrem voneinander entfernte Stimmungen und Tonalitäten sind. Dass kein Blut zu sehen ist, ändert nichts an dem gezeigten Massenmord. Deshalb bleibe ich dabei…

Fazit of the Carribean

eine starke und interessante Geschichte, die, als düsterer Film mit ein wenig Humor, einen grandiosen Piratenfilm abgegeben hätte, denn die Figuren, die die Reise antreten (müssen), haben alle sinnvolle Motivationen dafür, aber da man seinem eigenen Franchise und damit seinen eigenen Klischees unterworfen ist, wird man als Zuschauer mit mehr zugeschüttet, als der Handlung gut getan hätte. Kein schlechter Film, aber unter anderen Umständen hätte er soviel besser sein können. Ab 25. Mai 2017 im Kino.

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Ein Gedanke zu “Neu im Kino: Pirates of the Carribean – Salazars Rache

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