Neu auf Netflix: GLOW – Staffel 1

Erfolglose Schauspielerin nimmt an einem Casting teil, das sich als Bewerbung für eine Wrestlingserie herausstellt…

Gorgeous Ladies of Wrestling

Dafür steht GLOW unter anderem. Google übersetzt „gorgeous“ mit „herrlich“ und genau das trifft auf diese neue Serie zu:

Einfach herrlich!

Ähnlich wie „Orange is the new Black“, von der einige aus dem kreativen Team auch hier beteiligt sind, stellt die Serie eine Menge Frauen in den Mittelpunkt und hält den Männeranteil sehr gering – und wie bei „Orange“ funktioniert das ganz ausgezeichnet.

Das liegt natürlich auch daran, dass die Serie von schönen Ideen und wunderbaren Dialogen strotzt. Zu Beginn hat man noch das Gefühl, es könne eine böse Satire auf das Showgeschäft in L.A. werden, doch schnell entwickelt die Serie ihre eigenen Dynamiken. Es ist keine Parodie auf Wrestling, aber auch keine Dokumentation – obwohl man bei einem schnellen Blick auf imdb feststellt, dass es das durchaus sein könnte, denn tatsächlich gibt es bereits eine Serie dieses Titels… und tatsächlich handelt es sich dabei um eine Wrestlingserie mit Frauen! Die aus den 80ern stammt, der Zeit, in der dieses „GLOW“ spielt. Ob es also Einflüsse gab, die über den Titel und das Thema hinausgehen, ob dies eine Verbeugung vor den Wrestlerinnen der Reagan-Ära ist, all das werden wir möglicherweise erst durch das Zusatzmaterial einer möglichen DVD-Veröffentlichung erfahren. Zu diesem Zeitpunkt kann man nur mit Sicherheit sagen:

Die Serie macht einen Riesenspaß!

Und das liegt, neben den guten Büchern vor allem an den guten Schauspielerinnen und ihren wenigen männlichen Kollegen. Angeführt wird die Riege von Alison Brie. Die dürfte vor allem bekannt sein aus „Community“ und ist hier sehr überzeugend als ehrgeizige Schauspielerin mit dem Hang zu mehr… oder überhaupt etwas. Trotz des großen weiblichen Cast sollte man aber auch das männliche Teammitglied lobend erwähnen. Marc Maron, seines Zeichens Komiker, gibt den herrlich abgefuckten Regisseur und man fühlt sich die ganze Zeit erinnert an eine Mischung aus Caputo von „Orange“ und Terry Kiser, der besonders durch „Immer Ärger mit Bernie“ im Gedächtnis sein dürfte, in dem er als nicht kaputtzukriegende Leiche brillierte… und an den sich heute bestimmt niemand mehr erinnert.

Fazit

Wer hätte gedacht, dass eine Serie über eine Gruppe angehender Wrestlerinnen so witzig und unterhaltsam sein kann? Aber sie ist – und das macht einfach Spaß! Ab 23.6.2017 auf Netflix.

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