Neu im Kino: Ich – Einfach unverbesserlich 3

Obwohl… da wäre durchaus Platz für Verbesserungen gewesen!

Die Minions sind zurück!

Und auch das ist nicht unbedingt ein Kompliment. Oder Qualitätsmerkmal. Oder was positives.

Jedenfalls…

Gru findet heraus, dass er einen Zwillingsbruder hat und will mit ihm einen 80er Jahre Gangster beklauen…

Und das isses so in etwa. Es beginnt mit einer netten Szene und zwei schönen Gags und danach macht der Film nicht das, was, wie ich an dieser Stelle immer erwähne, die Aufgabe eines Animationsfilms ist, nämlich ein Fass an Ideen und Einfällen aufzumachen und davor einfach nur so zu sprühen. Passiert aber nicht, es plätschert alles ein wenig träge und wenig inspiriert vor sich hin und selbst die vielen anwesenden Kinder haben die Pressevorführung nicht in einen Hort der Begeisterung verwandelt, was dann wohl einen gewissen Einblick darin vermittelt, wie es denen gefallen hat – und die sind immerhin Zielgruppe.

Nett

Sehr nett – und eigentlich überfällig – ist es, im Vorspann die Namen von Oliver Rohrbeck und sogar Thomas Danneberg zu lesen (welcher im Presseheft nicht erwähnt wird, Schweinerei!). Die angemessene Ehrung von Synchronschauspielern hat in Deutschland viel zu lange auf sich warten lassen – und heute sind viele, die diesen Job machen, dieser Ehrung auch nicht mehr wert, wenn man mal so in einige aktuelle deutsche Fassungen hineinhört. Danneberg ist es, denn er gehörte schon immer und gehört auch noch heute zu den ganz großen. Er spricht Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone (dreimal sogar im selben Film, beim „Escape Plan“ aber leider nicht), war oft für Michael York zu hören, selbstverständlich für Terence Hill, inzwischen seltener für John Travolta und leider auch nicht mehr immer für Dennis Quaid. Seine Stimme hat uns über die Jahre begleitet und auch als John Cleese war er eigentlich immer ein Genuss.

Schön ist auch, dass Oliver Rohrbeck hier namentlich genannt wird, was ja wie gesagt bei Synchronsprechern, also Menschen, die diesen Beruf tatsächlich beherrschen, eher selten der Fall ist, da die für gewöhnlich keiner kennt und man deshalb nicht mit ihnen werben kann. Rohrbeck hat nicht nur in zahllosen Filmen fremdsprachigen Kollegen seine Stimme geliehen, darunter seit einigen Jahren u.a. Ben Stiller, er ist meiner Generation auch noch aus zwei anderen Gefilden bestens bekannt: „Die fünf Freunde“ und „Die drei ???“. Ich nehme an, nach seiner Synchronisation von ersterem war seine Besetzung in letzterem eine Art Typecasting, wo er von Julian („Julian, Dick und Anne, George und Tiiiimyyyy der Hund“, um aus dem Titellied der „5 Freunde“ zu zitieren) zu Justus Jonas wechselte, eine Rolle, die er meines Wissens noch immer in den Hörspielen spricht. Ihn zu hören ist immer eine Freude – was man von seinem Kollegen Joko Winterscheidt in diesem Film aber leider nicht sagen kann. Der spricht den Bösewicht und zeigt, dass er als Sprecher nicht so begabt ist, wie sich das der Verleih vielleicht gewünscht hat. Aber mit Begabung kann man auch keine Werbung machen, oder?

Mit

Steve Carrell (Oliver Rohrbeck), Kristen Wiig (Martina Hill), Trey Parker (Joko Winterscheidt), Miranda Cosgrove (Friedel Morgenstern), Steve Coogan (Marco Rima), Julie Andrews (Kerstin Sanders-Dornseiff)

Fazit – Stark verbesserlich!

Nach ein paar netten Gags am Anfang fehlt das für einen solchen Film notwendige Feuerwerk an Einfällen – und die Minions sind inzwischen so etwas wie Johnny Depps Jack Sparrow, beim ersten Mal war’s noch ganz witzig, aber danach nervt es einfach nur noch! Ab 6. Juli 2017 im Kino.

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