Kino: Das Leuchten der Erinnerung

Ein altes Pärchen, das bessere und vor allem gesündere Jahre gesehen hat, fährt mit dem Wohnmobil, für das das gleiche gilt, noch einmal in die Welt hinaus…

Gut, aber anstrengend

Denn es geht um Alter und Krankheit – und das ist eben in vielen Fällen anstrengend. Was der Film sehr gut wiedergibt. Das liegt natürlich an seinen beiden Hauptdarstellern. Helen Mirren und Donald Sutherland zeigen einmal mehr, dass sie zwar zum alten Eisen gehören, dass man damit aber trotzdem immernoch tolle Sachen schmieden kann. Die beiden fahren durchs Land, um Hemmingways Haus zu sehen, doch hier und da taucht neben oder wegen des Vergessens auch mal etwas neues auf. Es gibt ein paar lustige Szenen, ein paar anrührende und ein paar berührende. Und wir lernen:

Alt werden könnte so schön sein – muss es aber nicht!

Beide Hauptdarsteller haben lange Karrieren hinter sich – und hoffentlich noch vor sich. Helen Mirren ist eine der großen Damen des Kinos, die zum Glück weiterhin gute Rollen bekommt und damit ihr Talent so einsetzt, dass wir davon profitieren können, von ihrem wunderbaren Spiel. Sie scheint mit dem Alter mehr und mehr aufzublühen und möglicherweise sogar bessere Rollen zu erhalten als in jungen Jahren, was ja eher ungewöhnlich ist.

Donald Sutherland, der mit dem Ehrenoscar ausgezeichnet wird (also schnell ins Kino gehen, denn das hier könnte die letzte Gelegenheit sein, ihn dort zu sehen), kann auf mehr Filme zurückblicken als Gott – oder zumindest auf bessere. Teilweise. Aber er war in „Das Millionen-Dollar-Gehirn“… drin, da muss man schon aufpassen, dass man ihn nicht verpasst, kann aber auch von „Das dreckige Dutzend“ über „Der Adler ist gelandet“ bis zu „Die Nadel“ und „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, das ausgezeichnete Remake von „Die Körperfresser kommen“, „Der große Eisenbahnraub“ an der Seite von Sean Connery, „Weiße Zeit der Dürre“, „JFK“ bis hin zu jüngst den „Hunger Games“ und Gastrollen in Fernsehserien wie „Simon Templar“ und „Mit Schirm, Charme und Melone“ so viele Auftritte vorweisen, dass man ihn eigentlich nur als Legende und einen der noch arbeitenden ganz Großen bezeichnen muss.

Mit

Helen Mirren, Donald Sutherland, Christian McKay, Janel Moloney

Das Fazit der Erinnerung

Sehenswert, aber nicht zwingend ein Vergnügen – wie das Altern selbst. Ab 4. Januar 2017 im Kino.

Dieser Beitrag wurde unter Filme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.