Kino: FIFTY SHADES OF GREY – BEFREITE LUST

Junge Frau gibt sich einem Mann voll und ganz hin, doch der verlangt mehr von ihr. Sie wird gepeitscht, gepeinigt, und, da sie sein Eigentum ist, auch an seine Freunde weitergegeben. Doch sie lässt all dies mit sich machen, willig, auch, als sie Eigentum eines anderen Mannes wird und sie sein Brandzeichen erhält. Eine Frau voller Unterwürfigkeit und eine durch und durch perverse Erzählung mit viel Nacktheit und Brutalität gegen Frauen, die es nicht anders haben wollen… aber genug über „Die Geschichte der O“, wenden wir uns dem – hoffentlich – letzten Kapitel der Schattierungen von Grau zu… oder sollte man eher sagen: Grauen?!

50 Shapes of Water

Ganz ehrlich, Guillermo del Toros Film, in dem eine stumme (nicht dumme, wie hier) Frau eine Beziehung mit einem Fischmenschen hat, ist erotischer als dieser Mist hier – weit erotischer! Wobei Geschmack natürlich subjektiv ist, aber ich fand Armie Hammer in „Call me by your name“ sexyer als Dakota Johnson – und ich steh nicht auf Männer. Da die Sexspielchen (es gibt ein Spielzimmer, da möcht ich dann mal die Therapiestunden sehen, wenn die irgendwann kommenden Kinder der beiden davon berichten, wie sie damit groß geworden sind – das wären mal Filme!) genauso mau sind wie der Sexappeal der Hauptdarstellerin, kann man das Ganze wohl auch als

Der Marquis de Fade

bezeichnen, denn fade ist die Angelegenheit ziemlich, da man es immer schafft, sollte zufälig mal Spannung aufgebaut werden (Anastasi… Stasi? Anastasias Ex-Chef hat es auf sie und ihren knackigen weil beknackten Grey(hound?) abgesehen, also nicht sexmäßig, sondern rachemäßig, und am Ende erfahren wir auch, warum… wenn wir denn solange wach bleiben können), die sofort über den Haufen geworfen wird, fast so, als könne man den Fans dieser Reihe (die es traurigerweise wirklich zu geben scheint) keine Aufregung zumuten… was eine brillante Erklärung für die Art und Weise der Sexszenen ist. Geheimnis geklärt, juhuu.

Mit

Dakota Johnson (Rubina Nath), Jamie Dornan (Johannes Raspe), Eric Johnson (Sascha Rotermund), Rita Ora (Anja Stadlober), Luke Grimes (Jesse Wirthgen), Max Martini (Matti Klemm) – Regie: James Foley

Fazit Shades of Grey: Befreiter Frust

Ganz im Ernst: Es gibt Hardcorepornos mit besseren Dialogen und Amateursexfilme mit besseren Darstellern, also wenn es das ist, was Sie wollen, fischen Sie lieber in anderen Gefilden. Die oben erwähnte Fernsehserie!!! von 1992 hat mehr Sex, Erotik und Sado-Maso-Zeugs als diese Trilogie zusammen, also das hier ist weder neue Wege beschreitend noch abgründige Dinge auslotend… außer vielleicht Langeweile? Es sind die unerotischsten Sexfilme seit Paul Verhoevens „Showgirls“, die Dialoge sind genauso flach und schlecht wie die Darsteller, aber da wurde die Latte, die man hier nicht bekommt, auch nicht wirklich hoch gesetzt. Also, wenn Sie glauben, dass Sie das sehen müssen, um mitreden zu können, dann… suchen Sie sich bessere Freunde, die son Mist nicht gucken und reden Sie über was vernünftiges, z.B. „Game of Thrones“, mehr Sex, mehr Gewalt – und im Gegensatz zu hier sogar ne Handlung. Ab 8. Februar 2018 im Kino.

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