Kino: ALLES GELD DER WELT

Enkel des reichsten Mannes der Welt wird entführt, aber man wird – und bleibt – nicht reich, wenn man gleich jedes – oder überhaupt ein – Lösegeld bezahlt und so muss sich Mutter darum kümmern…

Regie

Ridley Scott

Mit

Michelle Williams, Mark Wahlberg, Christopher Plummer

Ohne

Kevin Spacey

Nach einer wahren Geschichte

Wie so vieles in letzter Zeit. Paul Getty, der reichste Mann der Welt, die Entführung… und natürlich jede Menge künstlerische Freiheiten. Allen voran die, einen der Hauptdarsteller im Nachhinein komplett zu ersetzen und die Szenen mit ihm neu zu drehen. Gemeint ist natürlich Kevin Spacey, der nach Sex-Anschuldigungen seine Beliebtheit verloren hat, so dass man diese drastischen Schritte unternommen hat, um ihn komplett aus dem Film zu tilgen und durch Christopher Plummer zu ersetzen. Bei dem hat man immer das Gefühl, man sieht ein wenig den Spacey durchschimmern. Was man aber – und da zerstört das Vorwissen dann ein wenig die Illusion – denkt ist: Wow, das sind aber eine Menge Szenen mit Plummer, da muss Scott ja gut ein Drittel des Films neu gedreht haben.

Im Prinzip ist die Geschichte ganz interessant, denn sie zeigt uns, dass Geld auch nicht glücklich macht, sondern a) das Gegenteil und b) zum Arschloch. Wäre eine Lektion in Sachen reich werden, wenn die Leute, die soetwas anstreben, nicht Menschen wären, an denen eine derartige Lektion schlicht abperlen würde. Also wieder nix gelernt aus den Fehlern von anderen. Ein wenig merkt man dann auch die Länge des Films, der zwar einige schöne und auch unschöne Szenen hat, aber dann doch mit etwas Straffung vielleicht ein wenig besser gefahren wäre.

Alles außer Spacey

Dass Christopher Plummer eine gute Performance abliefert, sollte, trotz Zeitmangel bei der Herstellung, nicht überraschen. Verwunderlich – und positiv – ist, dass Marky Mark Wahlberg sehr unwahlbergig wirkt, was der ganzen Sache zugute kommt. Hervorragend ist Michelle Williams, die hier einfach zum Genuss wird.

Besetzung

Michelle Williams (Marie Bierstedt), Mark Wahlberg (Oliver Mink), Christopher Plummer (Lothar Blumhagen), Charlie Plummer (Sebastian Fitzner), Romain Duris (Nico Mamone), Andrew Buchan (Alexander Doering), Timothy Hutton (Oliver Siebeck), Stacy Martin (Nicole Hannak), Giuseppe Bonifati (Julien Haggége), Charlie Shotwell (Carlos Fanselow)

Alle Fazits der Welt

Wir haben in den letzten Jahren leider erleben müssen, dass Ridley Scott nur so gut ist wie die Vorlage, mit der er arbeitet. Ist das Buch gut, macht er auch einen guten Film daraus, wenn nicht… dann entstehen so Dinge wie „Proletheus“. Und unter zwei Stunden ist da auch selten was zu machen. Hier haben wir einen soliden Film mit hervorragenden Darstellern, bei dem man aber doch oft von der Frage abgelenkt wird, wieviel Arbeit es war, das alles mit einem anderen Darsteller neu zu machen. Ab 15. Februar 2018 im Kino.

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