Kino: SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS

Mädchen, das nicht sprechen kann, trifft in der Einrichtung, in der sie putzt auf Amphibisches Wesen, woraus sich eine Beziehung entwickelt, gegen die aber der fiese Sicherheitschef mit Hang zur Folter etwas einzuwenden haben würde…

Nach einer… unwahren Begebenheit!

Eigentlich (und auch ganz uneigentlich) ist es eine Liebesgeschichte, eine etwas schräge zwar, aber nichtsdestotrotz eine. Da sie allerdings von Guillermo Del Toro stammt, geht sie an manchen Stellen unter die Haut. Und das nicht nur im erotischen Sinne, sondern weil Dinge bei diesem Regisseur hin und wieder unangenehme Wendungen erfahren, was dazu geführt hat, dass „Pans Labyrinth“ zwar ein guter Film ist, aber einer, den ich nie wieder sehen möchte.

So muss man sich also darauf einstellen, dass neben feucht-romantischem Liebesreigen auch mal Finger abgetrennt werden und andere blutige Dinge passieren. Untermalt wird das ganze von einer wunderbaren Musik aus der Feder von Alexandre Desplat, die sich mehr als hören lassen kann. Und auch wenn man am Anfang das Gefühl hat, die eine oder andere Szene wäre nur dazu da, um das Gesamtambiente ein wenig zu würzen, so erweisen sie sich am Ende doch alle als Elemente, die zu etwas führen und damit nicht einfach nur Show und verschwendet sind, sondern durchaus einen Zweck haben – Badewannenmasturbation inklusive.

Spiel mir das Lied vom Wassermann

Hätte Universal seine neue Universal Monster Reihe (oder das Dark Universe) nicht nach der lahmarschigen „Mumie“ vernünftigerweise wieder eingestampft, dann könnte es hier sehen, wie man einen Film über „Den Schrecken vom Amazones“ so macht, dass er wirklich gut ist, spannend – und ein klein wenig sexy.

Einfach perfekt (und nicht anders zu bezeichnen) ist bei diesem Film die Besetzung. Gut, Doug Jones ist natürlich typecast für alle Fischstäbchen im Glaskasten (so dass man denkt, das hier könnte ein Prequel zu „Hellboy“ sein, wo er eine durchaus ähnliche Figur spielte), aber das ist nur das Tüpfelchen auf dem i. Es ist wunderbar, Richard Jenkins aus „Six Feet Under“ in einer großen Rolle auf der großen Leinwand zu sehen, Michael Shannon ist und bleibt der Inbegriff von Bedrohlichkeit und Michael Stuhlbarg kann sowieso irgendwie alles. Einmal mehr aber geht das größte Lob an Sally Hawkins (wir erinnern uns an „Maudie“), die hier einen Film trägt, ohne etwas sagen zu können. Ich fordere mehr großartige Rollen für die Frau!

Mit

Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer – Regie: Guillermo Del Toro

Shape of Fazit

Teils süß und poetisch, teils fies und gemein. Eine wunderbare Mischung aus schräger Liebesgeschichte und abartiger Gewalt. Ein bisschen feucht, ein bisschen blutig, ein toller Film! Ab 15. Februar 2018 im Kino.

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