DVD: KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG

Mann soll nochmal kämpfen, will aber nicht, kommt in Knast, lässt sich dann doch überreden, quasi, wird ausgebildet – und ab dafür…

Genau das, was draufsteht

Bis auf die Mathematik. Wer also erwartet, nach

Kickboxer: Letzte Bestellungen

und

Kickboxer: Die letzte Runde

ginge die Rechnung auf mit

Kickboxer: Die Abrechnung

der… würde das Ganze wohl nicht ernst nehmen. So ist aber exakt drin, was draufsteht, Männer, die sich auf die Fresse kloppen und eine Handlung, die recht übersichtlich ist. Hier und da gibt es ein bisschen Gespräch, um von einem Fight zum nächsten überzuleiten, aber wer Angst vor ausschweifenden Dialogszenen hat, der braucht sich nicht zu fürchten, denn all das ist recht kurz gehalten und dann geht’s wieder ans Eingemachte.

Kickboxer: Das Eingemachte

Wär auch n schöner Titel gewesen… hätte aber die Assoziation auslösen können, dass sich gestande Männer Einmachgläser um die Ohren hauen – und das ist etwas, das hier tatsächlich nicht passiert. Schade ist nur, dass der Film eine sehr bondige Eröffnung hat, aus der man mehr hätte machen können (einen Film, Bond als Kickboxer quasi), doch dann verlegt man sich auf asiatische Gefängnis- und Wellblechästherik, bei der Fäuste und Beine fliegen und es kräftig auf die Omme gibt.

Kickboxer: Bonusrunde

Als Bonus gibt es ein kleines Special, in dem die Kämpfer vorgestellt werden und dass man endlich mal erfahren kann, wie „der Berg“ aus „Game of Thrones“ ohne seinen Helm aussieht.

OT: Kickboxer: Retaliation

Alain Moussi (Peter Flechtner), Jean-Claude Van Damme (Charles Rettinghaus), Mike Tyson (Johannes Berentz), Christopher Lambert (???)

Regie: Dimitri Logothetis

Fazboxer – Die Abrechnung

Kampfsport, Gewalt uuuuuund… Action. Eine geballte Ladung geballte Ladung. Für Freunde von sowas. Ab 27. April 2018 auf DVD und Blu-ray.

Doctor Who – Aus der Zeit gefallen

Der Doktor will nicht regenerieren und so trifft er jemand anderen, der das ebenfalls nicht tun möchte – den ersten Doktor…

Abschied von Moffat und Capaldi

Mit Staffel 5 hat Steven Moffat den Staffelstab als Serienoberhaupt von Russell T. Davies übernommen und mit Matt Smith, John Hurt und Peter Capaldi drei Doktoren behandelt – zuzüglich kleiner Gastauftritte von Peter Davison und Paul McGann in kleinen „Zwischenspielen“, der Wiederkehr von David Tennant… und William Hartnell, mehr oder weniger.

Nun also geht eine Ära zuende, und damit bereits die zweite nach dem von Davies initiierten Neustart Anfang des neuen Jahrtausends. Capaldi, der mit einer „Beförderung“ zum Doktor seinen dritten Auftritt im Whoniversum hat (zuvor war er in der Pompeii-Episode an der Seite von Tennant und Catherine Tate zu sehen, ebenso wie in dem Fünfteiler „Kinder der Erde“ des Spin-off „Torchwood“), hat ein wenig gebraucht, um quasi „ein guter Doktor“ zu werden, aber spätestens seit dem Weihnachtsspecial mit River Song hat er es geschafft. Und dass ich Moffat zwar für einen großartigen Autor, aber keinen ganz so großartigen Showrunner halte, habe ich ja bereits mehrmals zum Ausdruck gebracht. So hoffe ich denn nun, dass er der Serie als Schreiber erhalten bleibt und den Doktor bzw. die Doktorin und uns weiterhin mit großartigen Büchern verwöhnt. Hier hat er, wie auch bei den Weihnachtsspecials zuvor, gezeigt, dass er es trotz allem immernoch schafft, manchmal großartige Bücher mit wunderbaren Dialogen abzuliefern, und die hier aus dem Munde Capaldis zu hören ist eine wahre Freude.

Spielgefährten

Eine kleine aber wesentliche Gastrolle in dieser Episode hat übrigens Mark Gatiss. Der ist seit längerem Wegbegleiter von Moffat, nicht nur als Schauspieler (in der dritten Staffel) und Autor beim Doktor, sondern auch als Robert Lewis Stephenson in Moffats „Jekyll“ sowie als dessen Ko-Erfinder/Autor bei „Sherlock“, worin er auch Holmes Bruder Mycroft verkörperte. Insofern wird es kaum ein Zufall sein, dass er auch bei Moffats Abschied vom Doktor dabei ist.

Ebenfalls mit von der Partie ist David Bradley. Der dürfte einigen bekannt sein als Hausmeister in den „Harry Potter“-Filmen, als Michael Caines Freund in „Harry Brown“, vor allem aber als die „rote Hochzeit“ ausrichtender Gastgeber in „Game of Thrones“. Hier nun tritt er in Fußspuren, die schon jemand anders vor ihm betreten hatte, denn er verkörpert anstelle des lange verstorbenen William Hartnell den ersten Doktor… was bereits in „Die fünf Doktoren“ gemacht wurde, dort aber nicht mit dem damals wohl noch zu jungen Bradley sondern mit Richard Hurndall.

Deutschland Who

Und wo wir schonmal dabei sind, Zeit für ein wenig Trivia. Der deutsche Schauspieler, der am meisten Doktoren synchronisiert hat, ist…? Richtig, Michael Schwarzmeier. Der sprach bis zum Auftreten von Paul McGann alles, was sich Doktor nannte, Sie können ja mal ausrechnen, wieviele das waren. Hier ist er auch kurz für Hartnell zu hören – Bradley aber wird von jemand anderem vertont. Und zwar von Fred Maire, der seinerzeit bei „Raumschiff Enterprise“ jeden dritten Bösewicht sprach, in „Abyss“ für Ed Harris zu hören ist – und nunmehr seinen zweiten Doktor spricht. Denn? Wer weiß es? Richtig, er sprach auch den „Kriegsdoktor“ John Hurt. Wäre das ein Kreis, würde man sagen, so schließt er sich, aber da das ganze mit Zeitreise zu tun hat, wird nie ein Schuh draus… oder so.

Einblick ins gesamte Whoniverse

Als Bonus gibt es ein paar schöne Specials, die den Abschluss mit einem Blick auf die Entstehung von Serie, Folge, und einfach allem abrundet und auch die Anspielungen und Hinweise auf die Serie anspricht, die man vielleicht übersehen hat.

OT: Doctor Who – Twice Upon a Time

Peter Capaldi (Bernd Vollbrecht), Matt Lucas (Oliver Kalkofe), Pearl Macki (Anja Stadlober), David Bradley (Fred Maire), William Hartnell (Michael Schwarzmeier), Jenna Coleman (Luisa Wietzorek), Mark Gatiss (Florian Halm), Toby Whithouse (Roland Wolf), Jodie Whittaker (Melanie Hinze)

Regie: Rachel Talalay

Fazit Who

Ein gelungener und angemessener Abschied sowohl für Capaldi als auch für Moffat, eine gute Geschichte, herrliche Dialoge, der doktorantische Witz, ein nostalgischer Rückblick auf das Wirken und Werken des bekanntesten Doktors der Zeit und einfach rundum ein Vegnügen. Und, falls Sie es noch nicht wissen sollten, der neue Doktor ist eine Doktorin! Freuen wir uns auf neue Abenteuer – vorher gibt es aber erstmal diesen wunderbaren Abschluss ab 27.4.2018 auf DVD und Blu-ray.

Kino: AVENGERS: INFINITY WAR

Thanos, seit Jahren angekündigt, ist endlich da, um die Infinity-Steine an sich zu bringen und seinen Plan umzusetzen…

400 Superhelden gegen Thanos

Filme mit einer riesigen Anzahl von Superhelden, die alle ihre Zeit im Rampenlicht haben wollen, können einem ein wenig Angst machen, da man damit rechnen muss, dass das Ganze schnell unübersichtlich, überbordend und langweilig wird. Die „Avengers“-Filme haben es bisher geschafft, all das zu vermeiden – und dieser hier macht da keine Ausnahme. Auch wenn nicht nur die Avengers selbst dabei sind, sondern auch die Guardians und die Wakanderaner, so weiß man immer, wo man ist und wen man gerade sieht. Die Handlung ist in ein paar schöne Stränge (nicht Strange) aufgeteilt, die sich alle weiterentwickeln und am Ende zu einer gewaltigen Schlacht führen, war ja zu erwarten. Und auch hier hat man das Prinzip Whedon beibehalten, der es bei seinen beiden „Avengers“-Einsätzen als Autor und Regisseur geschafft hat, die in manch anderem Film oft zu langen und sterbenslangweiligen Kampfszenen dadurch nicht langweilig werden zu lassen, dass sie immer mal wieder unterbrochen und mit ein wenig Humor gewürzt werden. Der kommt hier auch nicht zu kurz und zieht sich angenehm durch den ganzen Film. Es gibt sogar ein Wiedersehen mit einem alten Widersacher, den man bereits vergessen glaubte… es gibt aber auch Tote bei den be- und geliebten Figuren, der Krieg fordert also seine Opfer. Und am Ende… gibt es ein sehr gewagtes Ende.

Mo Ti Wa Tion

Wir erfahren auch, was Thanos Motivation ist… und die ist keine Rache, wie in so vielen anderen Filmen der letzten Zeit. Eigentlich will er das, was wir in Filmen wie „Kingsman“ und Serien wie „Utopia“ bereits gesehen haben, nämlich die Gesamtbevölkerung des Universums halbieren, damit genug Platz und Nahrung für alle da ist – doch ob sich dieses Prinzip auf ein riesiges Universum, in dem es eigentlich genügend Welten zum Ausgleich und Auswandern geben würde und man nicht an die Begrenztheit einer Erde gebunden ist, die man nicht verlassen kann, wirklich übertragen läßt, ist fragwürdig… aber immerhin besser als Rache!

Mit

Robert Downey Jr., Josh Brolin, Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Benedict Cumberbatch, Chadwick Boseman, Chris Pratt, Tom Hiddleston, Gwyneth Paltrow, Benicio del Torro

Regie: Anthony und Joe Russo

Infinity Fazit

Unterhaltsam, witzig, trotz vieler Figuren niemals unübersichtlich oder langweilig – eine gute Comicverfilmung, die jede Menge Spaß und Action bringt… und Lust auf mehr macht. Zwangsläufig! Ab 26. April 2018 im Kino.

DVD: Hard Sun – Staffel 1

Ein Polizist, der für den Tod eines Kollegen verantwortlich sein könnte, bekommt eine neue Partnerin, doch dann stolpern die beiden über ein Regierungsgeheimnis, das nicht nur ihr Leben gefährdet, sondern auch die Welt verändern könnte…

Polizei- oder Politthriller?

Eigentlich hätte da das Potential für einen scharfen Politthriller dringesteckt, doch das Thema wird nur am Rande thematisiert. In erster Linie geht es dann doch um Mord. Oder Morde. Und die gestalten sich

Brutal, heftig, blutig

Schon von der ersten Folge an ist klar, dass es hier hart zur Sache geht, überraschend hart für das britische Fernsehen – und überraschend blutig. Im wahrsten Sinne des Wortes werden hier keine Gefangenen gemacht. Spannend ist das auch – und auch ein wenig ungewiss.

Denn was man über das zu kommende „Ereignis“ erfährt, bleibt ein wenig wage. Von Weltuntergang ist die Rede, von dem, was die britische Regierung in diesem Fall tun will und von 5 Jahren, bis das Ende da ist. Allein das wäre schon eine schöne Grundlage für eine böse Endzeitserie, ein Land, das schlimme Dinge tut, um nicht im Chaos zu versinken… oder zumindest behauptet, dass das der Grund dafür wäre. Doch dieser politische Science Fiction Aspekt kommt leider bislang ein wenig zu kurz.

Statt dessen versucht man, das Geheimnis ein solches bleiben zu lassen – was durchaus realistisch ist. Damit ist Verrückten Tür und Tor geöffnet, in der Dämmerung eines herrannahenden umbestimmten Weltuntergangs gewaltsam Leute aus der Welt zu schaffen – und unsere beiden Polizisten müssen diese Verbrechen aufklären und die brutalen Mörder stoppen. Zwischen den beiden wird aber Misstrauen und Unfriede gesät und groß gezüchtet, so dass es kein Miteinander sondern ein ständiges Gegeneinander gibt, was dazu führt, dass unsere beiden Helden nicht, wie man das gewohnt wäre, gemeinsam im Kampf gegen die böse Regierung die Welt retten, sondern einander soviele Steine wie möglich in den Weg legen, woraus sich ein besonderer Reiz ergibt.

Star Wars“ trifft „Coupling“

Während mir bei „Poldark“ die vertrauten Gesichter fehlen, die man aus anderen Serien kennt, haben wir hier gleich zwei bekannte Größen, die sich als Gaststars die Ehre geben. Dermott Crowley spielte bereits in „Luther“ von Serienschöpfer Neil Cross eine tragende Rolle, dürfte aber vielen nicht mehr bekannt sein als General Madine aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ – auch wenn er es war. Richard Coyle hatte zwar nie einen Gastauftritt bei „Doctor Who“, hatte aber für drei Staffeln eine feste und wichtige Rolle in Steven Moffats „Coupling“, wo er mit Jeff eine der schrägsten und interessantesten Figuren der Serie, wahrscheinlich aber auch seiner Karriere spielte. Hier nun allerdings kann er sich von einer sehr anderen, sehr düsteren Seite zeigen.

Bonus

Ein bisschen über die Idee zur Serie und eine Menge über London, den Ort, an dem sie spielt.

Mit

Jim Sturgess (Nico Mamone), Agyness Deyn (Mareile Moeller), Nikki Amuka-Bird (Andrea Aust), Derek Riddell (Marcus Off), Aisling Bea (Anja Mentzendorff), Tom Reed (Thaddäus Meilinger), Dermot Crowley (Thomas Kästner), Richard Coyle (Sascha Rotermund)

Hard Fazit

Hart, kompromisslos, heftig, gut. Vóm Anfang bis zum Ende spannend… aber mit einem klitzekleinen Schönheitsfehler: Man erfährt nie so ganz, was denn diese ominöse Apokalypse genau ist. Zwar macht die Serie es insofern richtig, am Ende der letzten Folge, die sehr schöne Ansätze von Brillanz hat, genau darauf hinzuführen, in der Hoffnung, dass dann in der nächsten Staffel mehr dazu kommt, aber das Was genau? bleibt dennoch, trotz des gleißenden Sonnenlichts, ein wenig im Dunkeln. Ab 24.4.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN

Nazideutschland. Ein paar Juden schaffen es, für die Behörden quasi unsichtbar zu werden und unerkannt zwischen den Deutschen zu leben…

Alles Nazis außer Schindler?

Offenbar nicht. Der Film bietet eine gelungene und dadurch ausgesprochen frische Mischung aus Erzählungen von den vier Zeitzeugen, um die es geht und deren Geschichten erzählt werden, sowie Spielszenen, die das Ganze verdeutlichen. Man weiß dann zwar, wie die Sache für diese vier ausgegangen ist, aber gerade sie verleihen dem Film etwas Besonderes, quasi das Pfeffer in der Suppe, da sie frei von der Leber weg erzählen und dabei gleichermaßen interessant wie unterhaltsam sind.

Hinzu kommt, dass dadurch der Film nicht zur üblichen schwaz/weiß-Malerei wird, sondern man ein weit differenzierteres Bild bekommt, das zeigt, dass es neben dem populären und zu spielbergschem Filmruhm erlangten Herrn Schindler auch andere Deutsche gab, die sich wie Menschen und damit menschlich verhalten haben. Gewürzt wird das alles mit dem Schuss Humor, der es war, der diesen Menschen überhaupt beim Überleben geholfen hat.

Bonus

Interviews mit den Schauspielern, wobei am interessantesten allerdings das mit dem Regisseur ist.

Mit

Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Florian Lukas

Regie: Claus Räfle

Die Fazitbaren

Gleichermaßen interessant wie frisch. Ein Einblick in den düstersten Teil der deutschen Geschichte, der dieser Zeit aber neue und fast schon hoffnungsvolle Aspekte abgewinnt. Auf jeden Fall sehenswert! Ab 27.4.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: HOUSE HARKER – VAMPIRJÄGER WIDER WILLEN

Mina und Jonathan Harker waren seinerzeit Busenfreunde aber keine Blutsverwandten vom großen Grafen Dracula, d.h. der alte Blutsauger wollte genau das mit beiden machen, doch dann pfählten sie ihn in die ewigen Vampirgründe, wie man ja weiß. Deren Nachfahren leben jetzt in den USA und stehen kurz davor, die Familienresidenz zu verlieren, doch da überlegen sie sich, nach ein paar ungewollten Todesfällen, den Leuten weiszumachen, dass Vampire wirklich exisitieren – und einer kommt tatsächlich vorbei…

Großer Spaß mit kleinen Zähnen

Keine Stars, kein Kino, das scheint ja heutzutage die Devise zu sein. Man kann Rooney Mara auf der großen Leinwand dabei zusehen, wie sie in Echtzeit in Gänze einen kompletten Kuchen spachtelt, aber ein feiner kleiner Film, der auch wirklich Spaß macht, wird dann bestens auf dem Fantasy Filmfest gezeigt (wozu es als Bonus einen kleinen Beitrag gibt, in dem man auch einiges über die Entstehung erfährt), aber ansonsten bekommt man sowas dann nur auf DVD, Blu-ray und Betamax zu sehen. Was hiermit der Fall ist.

Dass sich der Film nicht zu ernst nimmt, versteht man direkt ab der wunderbaren Einstiegssequenz. Und so geht es witzig und blutspritzig weiter, mit einem netten Blick fürs Genre des Horrors im Allgemeinen und des Vampiristischen im Besonderen, wobei auch nette Spitzen gegen in der Sonne blinkende Vampire und die Pervertierung der blutsaugenden Tötungsmaschine zum romantischen (und nicht rumänischen) Liebhaber nicht ausbleiben. Jede Menge Brechungen gibt es natürlich auch, jede Menge Blut, Spiel mit dem Genre, Spiel mit den Klischees, Spiel mit dem Spiel. Mit netten Figuren, hübschen Nebenhandlungen und mehr Witz als „Komödien“ mit deutschen Comedias… okay, da ist die Latte nicht sehr hoch. Trotzdem, ein blutiges Vergnügen mit Biss.

OT: I Had a Bloody Good Time at House Harker

Derek Haugen, Whitney Moore, Jacob Givens

Regie: Clayton Cogswell

House Fazit

Ein großer, blutiger, witziger Spaß. Da kann man eigentlich nur anbeißen! Ab 26.4.2018 auf DVD und Blu-ray.

Kino: A BEAUTIFUL DAY

Traumatisierter Mann, dessen Beruf es ist, Mädchen aus schwierigen Situationen zu befreien, wofür er als schlagkräftiges Argument gerne einen Vorschlaghammer verwendet, soll die Tochter eines Politikers befreien…

Behämmert

Der Film ist ein Beispiel dafür, wie man eine 20minütige Geschichte auf 90 Minuten auswalzen kann, denn mehr gibt die Story leider nicht her – und das Ergebnis ist auch nicht wirkich erbaulich. Dazu kommen dann jede Menge Andeutungen von Traumata und so, aber da man sich lieber in Geräuschen und langen Szenen, die zu nichts etwas beitragen, ergeht, kann man das natürlich nicht näher beleuchten – oder weil man sich für einen Kunstfilm hält, was vielleicht sogar wahrscheinlicher ist, aber keinesfalls besser.

So fängt der Film zäh mit überflüssigem Material an, hat dann einen Mittelteil, wo mal ein wenig passiert, was sich fast als interessant bezeichnen ließe, auch wenn man nichtmal bereit ist, den vouyeuristischen Aspekt der Gewalt zu nutzen, und danach endet alles wieder in Geräuschen, Langsamkeit und dem Gefühl, dass man seine Zeit auch sinnvoller hätte verbringen können als mit diesem Film.

Joaquin Jesus

Hauptdarsteller Joaquin Phoenix sieht hier so als wie jüngst als Jesus in „Maria Magdalena“, doch auch wenn er narbenübersäht ist, so hat man ihm doch leider keine Stigmata spendiert, auf dass man sich hätte einreden können, es wäre Jesus, der nun in der Gegenwart einen neuen Job hat. Naja.

OT: You Were Never Really Here

Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov, John Doman, Alex Manette, Dante Pereira-Olson, Alessandro Nivola

Regie: Lynne Ramsay

A Not So Beautiful Fazit

Ich gebe zu, dass ich altmodisch bin und Filme mit einer Handlung bevorzuge. Diese hier passt in einen Schuhkarton, der schon bis oben hin voll ist. Wenn man nichts zu erzählen hat… warum lässt man es dann nicht einfach? Ab 26. April 2018 im Kino.