Doctor Who – Der Erste Doktor: Das Kind von den Sternen – (Digipack-Edition)

1963 – die Zukunft…

…hat gerade erst begonnen. Drei Jahre, bevor das Raumschiff Orion auf seine viel zu kurze „Raumpatrouille“ ging und auch drei Jahre, bevor die Enterprise sich das erste mal auf einen noch heute andauernden „Star Trek“ begab, schufen die Briten einen Meilenstein der SF-Fernsehgeschichte, der sich seitdem immer wieder regeneriert und damit nichts von seinem Einfallsreichtum eingebüßt hat:

Doctor Who“

Im Vereinigten Königreich wurde der Doktor zum Hit – und, anders als bei James Bond, fand man einen genialen Weg, Schauspieler, die nicht mehr Zeit in der TARDIS verbringen wollten oder konnten, zu ersetzen: durch die Regeneration des Doktors. Die hat er, zu diesem Zeitpunkt, noch nicht vollzogen, es ist

Der erste Doktor

doch trotz Zeitmaschine brauchte er eine ganze Weile, um es endlich auch nach Deutschland zu schaffen. Denn dort sollte es noch gut 26 Jahre bis 1989 dauern, bis er auf der heimischen Mattscheibe auftauchte, in seiner 7. Inkarnation… und auf dem absteigenden Ast, denn nach Sylvester McCoy kam noch ein neuer Doktor in einer langen Episode und dann wurde es bis zum Beginn des neuen Jahrtausends ein wenig ruhig um den Timelord. Nun aber, passend zum Weihnachsspecial-Capaldi-Abschied, in dem auch Doktor Nummer 1 eine wichtige Rolle spielt, findet endlich auch der Doctor Who, mit dem alles angefangen hat, nach 55 Jahren zu uns.

Serials nicht Cereals

Als der Doktor in den 60ern seine zeitreisende Praxis eröffnete, tat er dies mit Serials, 25-minütigen Folgen, bei denen mehrere einen Handlungbogen ergaben. Dieses Muster hat man für etwa 26 Staffeln durchgehalten, mit wenigen Ausnahmen, z.B. längeren Episoden, doch komplett geändert hat es sich erst mit der Neueröffnung im neuen Jahrtausend, wo man sich aktuellen Fernsehgewohnheiten angepasste. Was man allerdings seit Beginn beibehalten hat, ist die Musik – womit die Serie „Star Trek“ und James Bond einiges voraus hat, die sich heutzutage zu scheuen scheinen, ihre ikonischen Titelmelodien, die einen hohen Wiederkennungswert haben, zu verwenden.

Die Episoden

  • Das Kind von den Sternen / An Unearthly Child

  • Die Schädelhöhle / The Caves of Skulls

  • Der Wald der Angst / The Forest of Fear

  • Der Feuermacher / The Firemaker

Wir beginnen mit einer schönen Einführung, in der der titelgebende Doktor tatsächlich erst nach 11 Minuten das erste Mal auftaucht. Es ist ein netter Beginn, in dem auch schon einige Dinge angedeutet werden, eine Heimat, zu der man nicht zurück kann, ein Mann aus einer anderen Zeit, Elemente, aus denen man später einiges gemacht hat – und eine Enkelin, die, wenn ich nicht irre, in der neuen Ära weder auftaucht noch eine Erwähnung findet. Dass der Doktor also Frau und Kind gehabt haben könnte, verliert sich im Laufe der Zeit(reisen) – wobei merkwürdig ist, dass Steven Moffat es nicht aufgegriffen hat, ist er doch selbst ein großer Who-Fan und -Kenner. Nach der Einführungsepisode geht es dann weiter mit einem Ausflug in die Steinzeit, der… besser hätte sein können.

Bonus

Es gibt ein nettes Grußwort des deutschen Multi-Dorktors Michael Schwarzmaier sowie ein paar sehr nette Sketche, u.a. mit Mark Gatiss. Ein sehr aufschussreicher Rückblick zeigt uns den ersten Doktor aus heutiger Sicht, u.a. Mit Moffat und Doktor Nr. 10 David Tenant. Die zwei Audiokommentare dann geben einem schöne Einlicke in die damalige Zeit und Produktion.

Deutschland Who

Der erste Doktor… das gilt nicht nur für das Original, sondern auch für seine deutsche Stimme. Denn Michael Schwarzmaier war der erste „Doctor Who“ in Deutschland. 1989 sprach er für… den siebten Doktor, Sylvester McCoy. Danach folgte der sechste, den man nach den McCoy-Folgen nachreichte, was dann auch das Special „Die fünf Doktoren“ beinhaltete, wo er dann auch alle anderen bis dahin aktiven Doktoren vertonen durfte und so war er bis zur Videosynchro von „Doctor Who – Der Film“ die einzige deutsche Stimme für sieben Inkarnationen des Doktors. 1993 sprach er also erstmals William Hartnell – und jetzt, 25 Jahre später, macht er es wieder. Da Hartnell damals schon eher alt war und Schwarzmaier eher jung, hat er sich jetzt altersmäßig dem Doktor ein wenig angenähert.

Mit

William Hartnell (Michael Schwarzmaier), William Russell (Marcus Off), Jacqueline Hill (Gundi Eberhard), Carole Ann Ford (Demet Fey), Derek Newark (Michael-Che Koch), Alethea Charlton (Andrea Dewell), Eileen Way (Monika Müller-Heusch), Jeremy Young (Thomas Balou Martin), Howard Lang (Dirk Hardegen)

Whozit

Ein Muss für Wholigans. Es ist ein bisschen so wie die TV-Version von „Casino Royale“, nur, dass dies hier zum Kanon des Doktors dazugehört. Es ist sein erstes Erscheinen, sein erster Auftritt und der Beginn einer nach mehr als 50 Jahren noch immer andauernden Reise durch Zeit, Raum und die Herzen der Zuschauer. Den ersten Teil des ersten Doktors gibt es seit 27.4.2018 als besondere Fan-Edition mit Sammelschuber und ab 29.6.2018 als normale Edition auf DVD.

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