Kino: THE HAPPYTIME MURDERS

Eine Welt, in der Menschen und Puppen zusammen leben. Doch die große Zeit der Puppen ist vorbei und jetzt werden sie nur noch wie Abschaum behandelt. Ein püppischer (oder püppeliger?) Expolizist beginnt zu ermitteln, als nach und nach Puppen einer bestimmten Fernsehserie ermordet werden, wobei er auch wieder mit seiner menschlichen Partnerin konfrontiert wird…

Gute Ansätze…

…machen leider keinen guten Film. Wie man hier sehen kann. Es gibt ein paar sehr schöne Ideen, z.B. Puppen wie Schwarze zu behandeln, also quasi puppistisch zu werden und mit dem Puppismus als Analogie zu arbeiten, es gibt ein paar nette Seitenhiebe, doch schon bald verläuft oder vielmehr versäuft sich vieles in zwei Dingen, die diesen Film ein wenig ruinieren:

Muschiwitz und Puppensperma

Denn wenn wiebliche Comediens einen Film machen, darf Vaginalhumor ja nicht fehlen – hier wird er voll aus der Muschi geschossen, dass kein Penis trocken bleibt, wer also mit seinen Kindern in diesen Film gehen möchte, der kann schonmal für den Psychiater sparen, denn gestört und verstört liegen hier dicht beieinander, fast so, als wäre das Drehbuch von oder für Tourette-Syndromer geschrieben worden. Jede Menge Fäkalkolorit erbricht sich rein sprachlich über die Dialoge, genauso wie Puppensperma durch die Gegend gefeuert wird – und das andere Problem ist, dass das alles

nicht durchdacht!

erscheint. Bei Filmen wie „Alien Nation“ wird die Welt, in der Aliens und Menschen leben, so aufgebaut, dass man sie versteht und dass sie funktioniert. Hier ist bei den Puppen schlicht rein gar nix durchdacht, als hätte man sich gedacht, ja, wir nehmen Puppen, das isses, danke. Das reicht aber nicht. Man weiß nicht, wo sie herkommen, warum sie beliebt waren, warum sie es nicht mehr sind. Das könnte man ja alles noch durchgehen lassen, wäre da nicht die Tatsache, dass man auch auf die „Physik der Puppen“, um es mal so zu nennen, außer Acht gelassen hat. Will sagen: Man hat sich keine Gedanken gemacht. Klar, wenn man ner Puppe die Rübe wegballert, is sie hin. Aber dann haben die Puppen einerseits Organe, die man in Menschen transplantieren kann, andererseits kann man aber auch ihren ganzen Inhalt rausnehmen und sie überleben… ertrinken können sie dann aber wohl auch. Leute, bevor ihr son Scheiß macht, macht euch verdammtnochmal erstmal Gedanken, stellt Regeln auf… und geht mir nicht mit eurer verschissenen Inkompetenz auf den Sack!

Mit

Melissa McCarthy (Anke Reitzenstein), Maya Rudolph (Tanja Geke), Joel McHale (Norman Matt), Elizabeth Banks (Cathlen Gawlich) & Bill Baretta / Dietmar Wunder

Regie: Brian Henson

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

The Crappytime Fazit

Hätte man was draus machen können, aber neben ein paar netten Ansätzen hat sich hier keine Gehirnmasse über die Seiten eines Drehbuchs verteilt… Ab 11. Oktober 2018 im Kino.

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