Kino: THE HOUSE THAT JACK BUILT

Jack ist Architekt und Serienkiller – aber nur mit einem ist er so richtig erfolgreich…

Von Lars Trier

Ulknudel Lars von Trier zeigt hier wieder einmal etwas, das gerne mehr skandalig als skandinavisch wäre. Es geht das Wort, dass bei einer Aufführung beim Film Festival Cologne einige Leute den Saal verlassen haben – was aber wahrscheinlich nicht am Schwachpunkt des Filmes liegt. Der ist nicht, dass er total konfrontierend und provozierend sein will, sondern dass von Trier zu den Filmemachern zählt, die einfach nicht Maß halten können. Und damit ist die Laufzeit gemeint. All das hätte man auch locker straffen und in 2 Stunden erzählen können – oder n hübschen kleinen Mehrteiler fürs Fernsehen draus machen. Denn so neu ist vieles von dem, was er uns hier serviert, nun auch nicht, und genau dort, im Fernsehen, bei „Hannibal“, um genau zu sein, findet man sowohl Thema Serienkiller als auch einige der körperträchtigen Bilder aus Jack seinem Haus. Ja, hier und da geht er, auch in dem was er zeigt, an oder über die Grenzen, für schwache Nerven ist das also nichts, aber so komplett gelungen dann eben leider auch nicht, weil so ziemlich jede Szene einfach zu lang ist. Also, Herr aus Trier, vielleicht mal lernen, zu kürzen und wirklich nur das zu erzählen, was man braucht, anstatt mit Blut und Eingeweiden – und viel zu langen Dialogen – auf die Leinwand zu masturbieren. Aber dann… würde sich wahrscheinlich keiner mehr aufregen, und das möchte er ja wahrscheinlich.

Marshall Dillon

Wir alle (die alt genung sind) kennen ihn als Sheriff aus „Rauchende Colts“, doch nachdem der Wilde Westen für Besucher geschlossen wurde, hat Matt Dillon sich einen neuen Job gesucht, und zwar als Schauspieler. Seine Karriere hat ihre Höhen und Tiefen und wenn dies hier möglicherweise auch noch zu letzterem zählen sollte, so zeigt er hier dennoch, dass er ein ausgezeichneter Schauspieler ist, dem man mehr Rollen geben sollte, in denen er sein Talent zeigen kann… aber vornehmlich in besseren Filmen!

Mit

Matt Dillon, Bruno Ganz, Uma Thurman, Siobhan Fallon Hogan, Sofie Gråbøl, Riley Keough

Regie: Lars von Trier

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

The Fazit that I wrote

Brutal, heftig, blutig – aber, wie so oft in letzter Zeit, etwas, das man verdammtnochmal straffen könnte und sollte! Ab 29. November 2018 im Kino.

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