Blu-ray: THE TRAIN

Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein deutscher Oberst will gestohlene Kunstschätze mit einem Zug fortschaffen, doch ein Bahnarbeiter und Resistancekämpfer versucht das mit allen Mitteln zu verhindern…

Der Wert

Von Leben wurde er in Zeiten des Zweiten Weltkriegs eher gering bewertet… was heute leider teilweise immernoch so ist. Aber wie hoch ist der Wert von Kunst? Lohnt es sich, sie zu beschützen, zu verteidigen – und wie weit darf man dafür gehen?

Nun, wie gesagt, letztlich ist die Frage, was höher zu bewerten ist, der Wert eines Kunstwerks oder eines menschlichen Lebens, eigentlich recht einfach zu beantworten und irgendwie erscheinen dann auch spätere Filme wie „Monuments Men“ ein wenig merkwürdig, wenn man Leute durch die Gegend schickt, um Kunstwerke sicherzustellen, während man eigentlich eher darum bemüht sein sollte, Gefangene aus Konzentrationslagern zu befreien und Massenhinrichtungen zu verhindern. Hier nun haben wir einen recht frühen Film, der sich mit einem ähnlichen Thema auseinandersetzt. Vielleicht sollte man sich also etwas vom vielleicht etwas fragwürdigen Inhalt lösen und ihn vornehmlich als

Actionfilm

ansehen, bei dem klischeehaft gezeichnete Bösewichte, nennen wir sie mal die Nazis, das sind welche, die immer wieder im Filmen als Fieslinge herangezogen und selten differenziert dargestellt werden, als Gegner auftreten. Dann gibt es da noch einen Widerständler als ihren Widersacher. Und nun betrachten das alles eher vom Standpunkt der Action – dann werden wir kaum enttäuscht werden. Denn die stimmt von vorne bis hinten, sorgt für Spannung auf allen Gleisen und wirkt dadurch so besonders, weil sie „echt“ ist, denn Regisseur John Frankenheimer hat seine anZüglichen Szenen nicht mit Modellen gedreht, sondern echte Züge verwendet. Das merkt man, das spürt man, das überträgt sich. Und wenn der Zug am Schluss mit mehr Verspätung als der handelsübliche ICE in den Endbahnhof einfährt, dann kommt wieder die Frage auf, ob ein Kunstwerk wirklich ein Menschenleben wert ist…

Der Zug (1963)

Burt Lancaster (Arnold Marquis), Jeanne Moreau (Rosemarie Fendel), Howard Vernon (Wolf Rathjen), Richard Münch (dto.), Jacques Marin (Leo Bardischewski), Paul Scofield (Helmo Kindermann), Arthur Brauss (Hannes Gromball)

Regie: John Frankenheimer

Fazit

Hart und spannend, mit einem intensiven Burt Lancaster, der dafür sorgt, dass nur der Zug entgleist, nicht aber der Film. Ab 30. November 2018 auf Blu-ray.

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