DVD: WELCOME HOME – Eiferucht tötet

Amerikanisches Pärchen mietet sich ein Häuschen im ländlichen Italien an, doch der Urlaub wird nicht ganz so harmonisch, wie man sich das wünschen würde…

Po Po Po…tential

Oder, um es volksmündlich auszurücken: Hätt man was draus machen können. Zum Beispiel einen erotischen Thriller, in dem Frau Radkappkowski ihre beiden Trümpfe richtig hätte ausspielen können. Oder eine harte Psychokiste, bei der die Bedrohung die ganze Zeit fühlbar ist. Oder aber ein Beziehungsdrama mit Mordaspekt, bei dem die Hauptpersonen am Schluss eine Veränderung erfahren – zum besseren oder auch gerne zum schlechteren hin. Dass sie, wenn sie das tun, was sie hier auch tun, zueinander finden… und vielleicht sogar Mord als neues Hobby für sich entdecken. Oooooder aber Aaron Pauls Figur, deren Haupteigenschaft zu sein scheint, über den ganzen Film hinweg angepisst zu sein, hätte eine Wendung für sich erfahren. Denn er hadert die ganze Zeit, ob er seine Begleiterin wirklich liebt bzw. da gibt es Dinge, die ihm da im Wege stehen und so hätte man die Bedrohungssituation am Ende dazu nutzen können, dass vornehmlich sie bedroht wird, er sie verteidigt und dadurch alle Zweifel weggespült werden, in einer Fontäne aus Blut, wenn möglich. Am Ende wird dann nicht nur Beweismaterial vernichtet, sondern die Möglichkeit, herauszufinden, ob gewisse Leute vielleicht noch mehr, Mord eingeschlossene Straftaten begangen haben, dem Feuer übergeben… was nicht wirklich sinnvoll ist und auch die Möglichkeit nimmt, die vorherige Gefahrensituation ein wenig zu untermauern – oder, was eine schöne Ironie gewesen wäre, zu negieren. Doch so, wie sich das nun alles präsentiert, ist es nicht halbes und nichts Ganzes (oder nichts Halbes und nichts ganzes) und lässt einen ein wenig unbefriedigt zurück. Die kleine Pointe am Schluss ist zwar ganz nettig, würde aber besser gekommen sein, wenn der Film mehr in diese Richtung gegangen wäre. So verpufft das ein wenig und man wünscht sich, man hätte den Film gesehen, zu dem dieses Ende gepasst hätte.

Bonus

Ein Making-of, bei dem einmal mehr rüberkommt, dass die Beteiligten von dem, was sie da zustande gebracht haben, weit mehr überzeugt sind als manche der Zuschauer.

Mit

Aaron Paul (Marcel Collé), Emily Ratajkowski (Sarah Alles), iccardo Scamarcio (Rosario Bona), Frencesco Acquaroli (Eduardo Mulone), Katy Louise Saunders (Aurora Kellermann), Alice Bellagamba (Gabriela Lindl)

Regie: George Ratuff

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Unwelcome Fazit

Grundsituationen, mit denen man etwas hätte machen können, doch ein eintönig angepisster Hauptdarsteller und eine nicht wirklich schlüssige Handlung trüben leider das Endergebnis ein wenig. Ab 10. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.

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