Kino: IRON SKY: THE COMING RACE

Als ein Raumschiff von der im nuklearen Winter (von wegen Erderwärmung!) gefrorenen Erde zur Ex-Nazi-Basis auf „der dunklen Seite des Mondes“ (ja, da kommen wir später zu) fliegt, tun sich plötzlich ganz neue Dimensionen auf…

Nicht ganz stimmig

Wie schon der erste Teil bietet auch diese Fortsetzung von „Iron Sky“ neben den stets unterhaltsamen (außer in den europäischen Parlamenten) Nazis auch wieder nette Ideen für Kritik an Politik und sozialen Entwicklungen… nur fügen die sich leider nicht wirklich organisch in die neue Wirklichkeit der Menschheit ein, was sie dann ein wenig zu einem Fremdkörper macht. Auch nicht der optimale Weg ist, wenn ein Film etwas für den Zuschauer macht und nicht, weil es sinnvoll ist, und so verstehe ich natürlich den Grund dafür, dass man dann im letzten Drittel gewisse Wesen in gewissen Uniformen sieht, aber Sinn macht das leider in der Wirklichkeit der gezeigten Welt so überhaupt nicht. Was ein bisschen schade ist. Und wer sich erhofft hat, der Film knüpft da an, wo der Nachspann des letzten aufgehört hat… wird hier einen ähnlichen Nachspann erleben.

Effektive Effekte

Unterhaltsam isses dann trotz diverser Mängel doch – und sieht dafür, dass es wahrscheinlich alles mit Kraut-Funding finanziert wurde, größtenteils super aus. Besonders die Weltraumeffekte können einen echt begeistern, und schön ist auch, dass man das Re-Re-Retrodesign der Nazi-Raumfahrt weitergeführt hat. Wir erleben eine neue Schöpfungsgeschichte, die durchaus nett ist, aber am Ende wäre es schön gewesen, wenn der Film das thematisiert hätte, was er da macht bzw. was die Menschheit da gerade – wieder – macht, doch das bleibt leider aus.

Die dunkle Seite…

…des Mondes, um das Thema mal anzusprechen, gibt es zwar, ist aber nicht immer dieselbe, da Kollege Mond immer voll ausgeleuchtet ist, also einen kompetten Vollmond zeigt, nur eben nicht in unsere Richtung. Wenn wir eine Sichel sehen, ist alles, was da nicht hell ist sondern im Dunkel Teil der „dunklen Seite des Mondes“. Was Leute, die keine Ahnung haben, mit diesem Begriff gleichsetzen ist „die uns abgewandte Seite des Mondes“, denn anders als die Erde dreht er sich nicht um seine eigene Achse und zeigt uns immer nur sein Gesicht – oder seinen Arsch, je nachdem wie man das betrachten möchte. Soviel also dazu.

Mit

Udo Kier, Julia Dietze, Lara Rossi, Vladimir Burlakov, Tom Green

Regie: Timo Vuorensola

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Iron Fazit

Die Geschichte der Menschheit muss neu geschrieben werden. Teils mit netten Ideen und schöner Kritik, aber leider weder wirklich stimmig noch organisch zur Welt des Films passend, dafür aber mit Effekten, die Hollywood vor Scham erblassen lassen sollten. Ab 21. März 2019 im Kino.

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