Kino: DIE GOLDFISCHE

Bankerarschloch wird nach Unfall querschnittsgelähmt und kommt in Heim mit Behinderten (aka „Menschen mit Behinderung“), doch dann scheint sein Geld geschwunden zu werden und er findet einen Weg, wie er das verhindern will…

Vor. Her. Seh. Bar.

Man sieht alles von Anfang an kommen… also nur keine Aufregung, alles wird sich genau so entwickeln, wie man es glaubt. Der Arsch, der die Behinderten (aka s.o.) zu schätzen lernt und am Ende geläutert aus dieser Geschichte herauskommt – und natürlich noch die gleichermaßen nette wie hübsche Pflegeranwärterin abschleppt, die natürlich was für ihn übrig hat… weil es das Drehbuch verlangt, nicht, weil er es verdient hätte oder es sich organisch und glaubwürdig aus der Situation entwickeln würde. Klingt alles nicht so dolle, is aber – für einen deutschen Film im Besonderen – überraschend unterhaltsam, oder sagen wir so: Es tut nicht weh. Man wird ganz okay unterhalten. Juppdidu.

Pro blem

Schwierig ist, wenn man mal drüber nachdenkt, was aber jeden abgeraten sei, also ganz allgemein, nicht nur, was diesen Film angeht… und was scheinbar eh keiner mehr macht, also, nix für Ungut, jedenfalls käme es einem dann ein bisschen fragwürdig vor, dass man auf der Seite eines reichen Arschlochs sein soll, dem es um nichts anderes geht als seine Kohle, die er auch noch illegal vor der Steuer versteckt hat. Mit solchen Leuten soll man mitfühlen? Ja, leben wir denn in einer Welt, in der irgendein Volk jemanden wie, sagen wir mal Trump zum Präsidenten wählen würde? Ähhh… okay, ich ziehe meinen Einwand zurück!

B. hindert

Hinreißend, Hingucker und das beste (mit Abstand, vieeeeeel Abstand) am Film ist Jella Haase. Ohne sie könnte man die ganze Sache vergessen, aber so kann man sich an ihr erfreuen und das bringt einen durch den größten Teil des Films. Schade ist, dass man, mit einer Ausnahme, mal wieder keine behinderten Schauspieler (aka Politisch Korrekte Formulierung mit Behinderung) für die Rollen besetzt hat – und auch wenn er die ganze Zeit Rainman genannt wird, definitiv kein Oscar für Axel Stein! Da ist Jan Henrik Stahlberg durch seine Minimalistik ein weit angenehmerer Reisegenosse.

Mit

Tom Schilling, Jella Haase, Birgit Minichmayr, Axel Stein, Jan Henrik Stahlberg, Luisa Wöllisch, Kida Khodr Ramadan und Klaas Heufer-Umlauf
Regie: Alireza Golafsh

Das Goldfazit

Hier und da ein paar ganz nette Ideen, durchaus unterhaltsam und mit dem Prädikat: Tut nicht weh! Is doch ma was für nen deutschen Film. Wird aber nur durch Jella Haase wirklich ansehnlich. Ab 21. März 2019 im Kino.

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