Heimkino: DAVE MADE A MAZE

Dave baut einen Irrgarten (eigentlich ein Labyrinth) in seinem Wohnzimmer. Aus Pappe. Als seine Freundin nach Hause kommt, hat er sich darin verirrt und sagt ihr, sie soll draußen bleiben, da es innen größer ist als außen (Timelord-Technologie, wahrscheinlich). Ein paar Freunde kommen zu Hilfe, betreten das Labyrinth – und die Probleme beginnen…

100% handgemacht“

Steht auf der Verpackung – und man spürt es auch. Was ein Kompliment ist. Denn dies ist einer der wenigen Filme der letzten Zeit, bei dem man das Gefühl hat, dass er keine seelenlose Großproduktion oder ein fehltgeleitetes Independetfilmchen ist, sondern mit Liebe gemacht, von Leuten, die einfach Spaß daran haben und einen netten Film machen wollten. Natürlich kommt dem Ganzen sehr zugute, dass das Labyrinth aus Pappe gemacht ist, was das Erstellen der Kulissen sicher vereinfacht hat. Das gibt ihm aber auch seinen bestimmen Charme – und es hindert die Filmemacher nicht daran, mit jeder Menge Ideen und viel Phantasie aufzuwarten, auch etwas, das man heutzutage eher spärlich entdeckt. So ganz ohne Verluste geht das Ganze auch nicht ab, da das Labyrinth (und, wie am Schluss von einer der Personen ganz richtig richtiggestellt wird, es ist eins und kein Irrgaten, also „maze“ im Englischen) ein Eigenleben entwickelt und es tödliche Fallen gibt, die aber in wunderbarer Pappigkeit und der Umgebung entsprechend umgesetzt werden, was der Sache den Horror nimmt und den Spaß gibt.

Komm, Unity

Ein bisschen fühlt man sich erinnert an die Folge mit der Bettenburg aus „Community“ und da scheint es dann fast nicht verwunderlich, dass die Schauspieler, die einem bekannt vorkommen, ebenfalls aus dem Fernsehen stammen. Kirsten Vangsness leistet ihren Dienst als Computerwunderkind bei „Criminal Minds“, Scott Krinsky war in „Chuck“ zu sehen und Adam Busch dürfte am Bekanntesten für seine Rolle in „Buffy“ sein, wo er das Unaussprechliche tat und damit eine Kette von Ereignissen in Gang setzte, die einiges negatives bewirken sollte. Erwähnt sei noch James Urbaniak, der einen Dokumentarfilmer gibt und dabei schöne Erinnerungen an Kyle McLachlan weckt.

Bonus

Ein Audiokommentar, Making-ofs, alles, was so dazugehört, wenn man sich aus Pappe einen Film zusammestrickt, das aber nicht von Pappe ist und interessantes rund um die Produktion liefert.

Mit

Nick Thune (Benjamin Stolz), Meera Rohit Kumbhani (Josephine Schmidt), Adam Busch (Peter Lehn), James Urbaniak (Mathias Keller), Kirsten Vangsness (Almut Zydra), Scott Krinsky (Linus Kraus)

Regie: Bill Watterson

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

PeeWee made a Fazit

Gute Filme müssen nicht viel kosten, das einzige, was in sie hineinfließen muss, ist Phantasie – und Menschen, die in der Lage sind, sie umzusetzen. Dafür haben wir hier ein sehr schönes Beispiel, das einfach Spaß macht und mehr Herz und Seele hat als das meiste, was man heutzutage so geboten bekommt. Ab 31. Mai 2019 auf DVD und Blu-ray.

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