Heimkino: IMMENHOF – DAS ABENTEUER EINES SOMMERS

Drei Mädels vom Immenhof (die Enkelinnen der Originale, wie wir im Making-of erfahren) betreiben jenen bekannten Hofe, auf dem sich Pferde unterschiedlichster Couleur die Ehre geben, doch nachdem die mittlere Schwester ein Prachtexemplar aus dem Sumpfe gerettet hat, tritt sodann der böse Großgrundbesitzer auf den Plan, der allen das Leben schwer macht, aber da ist ja noch der sonnige Sunnyboy aus der Großstadt, der seine Sozialstunden ableisten muss, also ist auch für eine schmucke Dreiecksbeziehung, also jetzt nicht mit dem Großgrundbesitzer oder einem der Pferde, gesorgt…

M Fohlen

Das sei der Film, denn er ist überraschend unterhaltsam. Klar, man weiß, welche Pfade die literarischen Pferde reiten werden, welche Hürden sie nehmen und wer wem ein Leckerchen Zucker ins Maul schieben wird, aber das macht nichts, denn das hier ist Unterhaltung für die ganze Familie, und bei wem das Wohnzimmer groß genug ist, der kann direkt auch noch seine Pferde reinholen und mit ihnen zusammen gucken, denn die flotten Zossen gibt es in den schönsten Aufnahmen zu sehen, so dass Pferdenärrinnen und -narrhalesen extrem auf ihre Kosten kommen sollten. Also ist der Film der Familie empfohlen, auch der, die keine eigenen Pferde, Gestüte oder Rennbahnen ihr Eigen nennen kann. Denn wie wir sehen ist das Leben kein Ponyhof, besonders, wenn man selbst einen betreibt, denn dann gibt es immer jemanden mit Futterneid, der den stolzen Tieren ebenselbiges vor der Nase wegfressen will und dann muss dieser unsympathische Jungspund aus der Großstadt kommen, der sich dann aber natürlich als der Landflüchtige mit dem Herz aus Gold entpuppt und rettet, was nicht mehr zu retten ist, oder wer.

Einzig…

Zwei Dinge wären da, wo ich im Zweifel mal nachhaken würde. Was sich mir nicht so ganz erschlossen hat, ist, entweder wem denn nun Pferd Holly gehört oder welchen Deal die große Schwester dann mit Lauterbachs Heiner abgeschlossen hat. So ganz will das nicht zusammengehen, fast so, als hätten es Kurtzman, Orci und Lindelhof geschrieben… aber dann wäre mehr Rache im Spiel gewesen. Die andere Sache ist, dass Freund Großstadtkind 180.000 Follower hat und der ausstehende Kredit 180.000 Euro beträgt… entweder eine brillant eingebaute falsche Spur, damit man denkt, das wäre die Lösung… oder einfach nicht richtig durchdacht, weil man nichts mit den Followern macht? Und wenn es ersteres war, hätt man’s noch n bisschen forcieren können, damit man mehr damit rechnet. Das wars aber auch schon.

Bonus

Making-of und Featuretten, bei denen es um die Entstehung, aber auch die Frisuren der Pferde geht. Hüahh!

Mit

Leia Holtwick, Laura Berlin, Ella Päffgen, Heiner Lauterbach, Moritz Bäckerling, Rafael Gareisen, Valerie Huber, Max von Thun, Wotan Wilke Möhring

Regie: Sharon von Wietersheim

Fazithof

Familienunterhaltung, mit oder ohne Weide. Zwar vorhersehbar und mit vielen Klischees, aber einfach irgendwie nett und unterhaltsam. Und wer Pferde mag, wird sich hieran nicht sattsehen können. Ab 25. Juni 2019 auf DVD und Blu-ray.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Filme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.