Heimkino: EDDIE AND THE CRUISERS (DOUBLE FEATURE 1+2)

Eine Journalistin will eine alte Geschichte wieder aufwärmen. In den 60ern war eine Rock n Roll-Band namens Eddie and the Cruisers sehr erfolgreich. Doch dann kam Sänger Eddie bei einem Autounfall ums Leben. Ein Lehrer, der damals dabei war, erinnert sich an die gute alte Zeit…

Musik ist Trumpf

Denn von der lebt dieser Film. Er ist voller beschwingter Songs, die einen durch die Handlung schweben lassen. Das ist ein gutes akustisches Gleitmittel, um es mal so zu nennen, das eine schöne Rock n Roll-Stimmung heraufbeschwört und einen in gute Laune versetzt, wenn man dieser Art Musik zugetan ist.

Paré ist passé

Gleichermaßen merkwürdig wie schade ist es, was aus Michael Parés Karriere wurde. Zu Beginn standen drei große Filme, „Straßen in Flammen“, „Das Philadelphia Experiment“ und dieser, bei denen man eigentlich seine Starqualitäten sehen konnte. Doch es brauchte nicht lange, bis die Qualität der Filme selbst nachließ und auch wenn er konsequent weitergearbeitet hat und es noch immer tut, ist er nie der Star geworden, der er nach diesen anfänglichen Filmen eigentlich hätte werden müssen. Vielleicht kommt er in diesen Filmen aber auch nur deswegen so gut rüber, weil ihm in allen dreien Ulrich Gressieker seine unvergleichliche Stimme lieh. Leider ging er 1990 von uns, was noch immer einen ernormen Verlust für deutsche Synchronisationen darstellt. Deshalb sollten wir die Gelegenheit nutzen und uns hier an seiner einmaligen Stimme erfreuen.

Eddie and the Cruisers (1983)

Michael Paré (Ulrich Gressieker), Joe Pantoliano (Joachim Tennstedt), Ellen Barkin (Alexandra Lange), Matthew Laurance (Uwe Paulsen)

Regie: Martin Davidson

Wie in Teil 1 von manchen vermutet ist Eddie Wilson gar nicht wirklich tot. Die gefundenen Aufnahmen von einem nie veröffentlichten Album kommen auf den Markt und es gibt Wettbewerbe, die einen Doppelgänger von ihm prämieren sollen. Doch Eddie hat sich nicht ohne Grund aus dem Leben und der Musik zurückgezogen…

Fortsetzung

Der Film führt den ersten Teil überraschend sinnvoll fort. Zwar taucht außer Eddie und dem Bassisten niemand von der alten Besetzung wieder auf, aber die Handlung ist so gestrickt, dass das durchaus Sinn ergibt. Das gilt auch für Ziele und Handlungen der Titelfigur, die hier einen guten Grund für ihr Abtauchen gibt.

1-WO

Es ist gut möglich, dass der Film erst einige Jahre nach seinem Erscheinen auch nach Deutschland kam und deshalb erst später synchronisiert wurde. In der deutschen Fassung hört man diesmal Hubertus Bensch für Michael Paré, der seine Sache ziemlich gut macht. Im Synchron ist der vor allem Stammsprecher von Richard Gere, war aber auch oft für Gary Cole zu hören oder für den Vampir-Cop „Nick Knight“. Älteren Semstern ist er aber auch bekannt als der Erste Wachoffizier Eins-WO aus Wolfgang Petersens „Das Boot“.

Eddie and the Cruisers II: Eddie lebt (1989)

Michael Paré (Hubertus Bengsch), Matthew Laurance (Hans-Jürgen Wolf)

Regie: Jean-Claude Lord

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Eddie and the Fazits

Jede Menge Musik, ohne Musicals zu sein. Wer auf Rock n Roll steht, der sollte sich auf einen Cruise mit Eddie and the Cruisers begeben. Ab 21. Juni 2019 auf Blu-ray.

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