Kino: PLAYMOBIL: DER FILM

Früher gegangen!!!

Es fängt als Realfilm an, mit Anna Taylor Joy, die die Zielgruppe Kinder sicher ins Kino zieht, weil die sie ja aus Horrorfilmen wie „The VVITCH“, „Split“ und „Glass“ kennt. Dann gibt es Lieder, die ziemlich furchtbar sind und irgendwann, wenn sie dann auf idiotische Weise in der Playmowelt gelandet sind, wird es irgendwie unterträglich…

Spielzeug

Playmobil und Lego waren die Spielzeuge meiner Kindheit. Beides war damals tolles Spielzeug. Mit Lego konnte man sich Welten bauen und mit Playmobil konnte man alles spielen, was man wollte – und das mit allen Figuren. Denn – und das haben beide Spielzeuge heute nicht mehr – alles war miteinander verwendbar. Aus dem Indianer konnte ein Ritter, Bauarbeiter, Feuerwehrmann oder Polizist werden, einfach andere Kappe auf, Sache auf die Brust pinnen, fertig. Beide Systeme haben sich verändert. Lego scheint gefühlt nur noch Lizenzprodukte herzustellen und wenn man „Star Wars“-Fan ist baut man natürlich den Rasenden Falken aus dem Bausatz und nichts anderes. Alles scheint nur noch aus Spezialsteinen zu bestehen, die nur noch einen einzigen Zweck haben, während man früher aus allem, was man hatte gebaut hat, was man wollte. Bei Playmobil ist das leider recht ähnlich. Inzwischen weisen die Figuren zwar mehr Details auf, was sicher nett ist, aber das stempelt sie zu dem ab, was sie sind, zu Polizisten, Feuerwehrmännern, Bauarbeitern, Rittern oder Indianern. Die Vielfältigkeit ist damit vorbei… und das ist extrem schade.

Wenn man nun einen Animationsfilm mit dem Titel „Playmobil“ macht, dann sollte man sich in ein paar Punkten an Lego orientieren. Denn bei denen ist die Welt reines Lego, selbst Rauch und Wasser. Wenn man hier „echtes“ Gras zwischen den Spielfiguren sieht, ist das schon eine Spur daneben. Dann sollten sich die Figuren auch bewegen, wie Playmobils, was bedeutet, dass ihr Spiel ein wenig eingeschränkt ist, weil das mit den echten Figuren eben auch so ist. Und auch ihre Kleidung sollte komplett aus Playmoplastik sein, wenn man da schön animiertes Fell und Nähte an den Sandalen hat, dann sind wir schon auf dem Holzweg. Außerdem hätte man auch Figuren im alten Design auftauchen lassen können (möglich, dass das später noch kommt), so, wie den Astronauten mit dem kaputten Helm beim „Lego Movie“, um damit ein bisschen Entwicklung und Evolution der Spuelfiguren zu zeigen. Und dass man Abenteuer in der Welt von Playmobil erleben kann, ist klar, das hätte man aber auch besser und mit einer in sich stimmigen Welt gestalten können, in der nicht Leute mit Autos in der Westernwelt landen!

Die deutsche Fassung bietet dann noch den Bodensatz aus dem Promischausprecherbereich:

Matthias Schweighöfer, Christian Ulmen, Michael Patrick Kelly, Ralf Schmitz, Beatrice Egli, Felix Neureither, Oliver Kalkofe, Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Regina Halmich. Wohl bekomms!

Regie: Lino DiSalvo

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Kein Fazit

Wäre nicht angemessen, da ich ja früher gegangen bin, aber ein Hinweis darauf, dass wir es gemacht haben, bevor es andere gemacht haben: MACBETH GOES PLAYMOBIL! Den enttäuschen Film gibt’s ab 29. August 2019 im Kino.

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