Heimkino: NARCOS: MEXICO

Nachdem wir in den ersten drei Staffeln Columbien, Drogenstar Pablo Escobar und das Cali Kartell abgearbeitet haben, verschlägt es uns nun, wie der Titel schon sagt, nach Mechico. Dort steigt ein junger Mann erstmal ins Dope-Geschäft ein, doch auch wenn er damit Millionen scheffelt, eins scheinen viele Drogenbarone einfach gemein zu haben: sie wollen immer mehr – und das ist irgendwie immer mit Tod und Blutvergießen verbunden…

Neuer Spielort, neue Spieler, bewährte Struktur

Narcos“ gehört zu den wenigen Serien, die bislang noch nie enttäuscht haben. Und so bietet auch diese Staffel wieder eine gelunge Mischung aus Drogenthriller, Geschichtsstunde und Anleitung, wie man ein Drogenkartell aufbaut und was man dabei besser vermeiden sollte. Das ist eine gleichermaßen spannende wie unterhaltsame Mischung, die uns einmal mehr die Männer hinter den Drogen näher bringt, ohne die als Abziehbilder von Kriminellen zu charakterisieren. Man ist nicht unbedingt auf ihrer Seite, aber irgendwie sind sie dann doch menschlich. Zumindest der eine oder andere von ihnen. Und das ist schon eine besondere Leistung, die die Serie hier wieder vollbringt – auch wenn es, wie üblich, gegen Ende der Staffel heftig zur Sache geht. Aber, wie heißt es doch so schon, das Drogengeschäft ist kein Ponyhof, also wird hier mehr fließen als Tränen.

Er, Zähler

Auch in dieser Staffel gibt es wieder einen Erzähler, der launig kommentiert, doch es ist nicht der aus der letzten Staffel. Faszinierenderweise aber ist diese Staffel, auch wenn man es zunächst vielleicht denkt, keine direkte Fortsetzung der vorherigen. Überraschenderweise laufen einem nämlich irgendwann alte Bekannte über den Weg und dann geht einem plötzlich auf, was da eigentlich gerade geschieht. Was ein super Kniff ist und einen überraschend trifft, wenn man vorher nicht genau auufgepasst und 2 und 2 zusammengezählt hat. Gegen Ende erlebt man dann sogar etwas, von dem bereits in Staffel 1 gesprochen wurde – womit sich sowohl ein Kreis schließt als auch ein neuer öffnet, denn dass der Krieg gegen die Drogen weitergeht, das wissen wir ja…

Mit

Michael Peña (Carlos Lobo), Diego Luna, Matt Letscher (Jaron Löwenberg), Scoot McNairy (Matthias Deutelmoser)

Farcos

Eine Serie, die ihr hohes Niveau hält, unter-hält und nebenbei noch einen faszinierenden Blick in die Welt des internatinalen Drogenhandels gewährt. Ab 27. September 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: MADE IN AMERICA

Junge farbige Frau findet heraus, dass ihr Vater aus einer Samenbank stammt – und, dass er weiß ist…

Komödie

Hat hier und da ein paar nette Momente und natürlich eine gleichermaßen schöne wie notwendige Aussage, ist aber doch ein Stück davon entfernt, perfekt zu sein. Dafür ist sie, wenn man sie sich so in der Retrospektive betrachtet, in mancherlei Beziehung durchaus interessant.

Die Spieler

Whoopi Goldberg ist die Erstgenannte, was nicht nur absolut richtig ist, sondern, traurigerweise, in jenen Zeiten auch eher selten, da sie a) eine Frau und b) eine Schwarze ist, beides nichts, was einen für gewöhnlich an die Spitze der Besetzungsliste oder ins Weiße Haus bringt. Nichtsdestotrotz war sie zu dieser Zeit der größte Star in der Besetzung, zumindest der größte Filmstar! An zweiter Stelle kommt Ted Danson. Der Mann hat ununterbrochen gearbeitet und dürfte jedem Amerikaner bekannt gewesen sein – allerdings nicht von der großen Leinwand, sondern aus dem Fernsehen, wo er elf Jahre lang in „Cheers“ seinen Charme spielen ließ. Wir wissen ja, dass in Amerika lange Zeit zwischen Fernsehen und Film getrennt wurde und nur, weil man ein großer Held auf der Mattscheibe war, hieß das noch lange nicht, dass man es auch auf die und der Kinoleinwand brachte. Danson, der dem Fernsehen treu geblieben ist, hatte zu diesem Zeitpunkt zwar auch mehrere Filme gedreht, aber das TV dürfte nach wie vor das Medium gewesen sein, mit dem ihn die Zuschauer verbanden. Bei der Person, die als dritte genannt wird, wird es nun interessant, denn es ist nicht Nia Long, die definitiv die drittwichtigste Rolle in diesem Film hat. Nein, es ist der Mann, der alle seiner Kollegen hier überflügeln und zu einem der größten Megastars überhaupt werden sollte: Will Smith! Warum er, der sich zu dieser Zeit ebenfalls seine Sporen im Fernsehen verdiente und als „Prinz von Bel Air“ zum Star avancierte, noch vor Frau Long genannt wird… da wäre ein Audiokommentar schön gewesen, der es einem erklärt hätte,

Die Sprecher

Auch hier ist es Frau Goldberg, die einmal mehr von ihrer langjährigen Stammsprecherin Regina Lemnitz synchronisiert wurde, die ihre Sache wie üblich super macht. Bei Ted Danson nun wird es interessant. „Cheers“ könnte zu diesem Zeitpunkt bereits bei RTL gelaufen sein, aber so richtig schien sich der für ihn super passende Rüdiger Bahr da noch nicht durchgesetzt zu haben. Gesprochen wird er von Leon Boden, der widerum, neben Charles Rettinghaus, den Rekord darauf halten dürfte, die meisten schwarzen Darsteller gesprochen zu haben, von Samuel L. Jackson bis zu Denzel Washington… und Will Smith, den er nur wenig später in „Independence Day“ sowie drei weiteren Filmen vertonen sollte. Aus dessen Mund nun hört man hier nicht seine Stimme aus „Bel Air“, Jan Odle, der sich irgendwann dann zum Glück, weil treffend und ziemlich perfekt, als Stammsprecher für ihn durchsetzen sollte, sondern Oliver Rohrbeck, der heutzutage den Ben Stiller gibt, eine lebende und sprechende Legende aber vor allem für Justus Jonas bei den „drei ???“ ist. Soviel zu Themen, die eigentlich niemanden interessieren.

Made in America (1993)

Whoopi Goldberg (Regina Lemnitz), Ted Danson (Leon Boden), Will Smith (Oliver Rohrbeck), Nia Long (Natascha Rybakowski), Jennifer Tilly (Katharina Gräfe)

Regie: Richard Benjamin

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Fazit

Nette Unterhaltung, die aber auch noch Luft nach oben hätte. Ab 20. September 2019 erstmals als Blu-ray.

Heimkino: 15 MINUTES OF WAR

Die wahre Geschichte einer tödlichen Mission

1976. In der französischen Kolonie Dschibuti entführen Terroristen einen Bus mit Schulkindern. Eine Spezialeinheit wird in das Land geschickt, um die Geiselnehmer auszuschalten…

Spannend!

Und das gleich in mehrfacher Weise. Es ist immer schön, Profis bei der Arbeit zuzusehen und hier haben wir eine Spezialeinheit, die einen Plan hat, wie man mit einer solchen Situation umgehen kann. Das führt zu einiger Atemlosigkeit, wenn sie in ihren Positionen lauern und darauf warten, zuschlagen zu können. Irgendwann kommt es dann auch noch zu einer Art Endschlacht, und auch die kann sich sehen lassen. Besonders, weil sie besonders in einer Weise realistischer wirkt, als man es in anderen Produktionen vorgesetzt bekommt. Denn dort hat man einen Mark Wahlberg, der alleine gegen 2.000 Turbanträger siegt, warum auch immer. Hier ist es eine Gruppe von Spezialisten, die die angreifenden Gegner einzeln und gezielt aufs Korn nehmen müssen. Das entwickelt zwar eine gewisse Videospielästhetik, macht aber nichts, weil es ja aus der Perspektive des Scharfschützen gezeigt wird, und die schauen nunmal durch Zielfernrohre. Sehr schön definiert ist auch das Team, weil alle unterschiedlich sind und man bei jedem weiß, woran man ist. Vorbildliche Personenzeichnung, die mit wenig viel erreicht.

Die Frage

Die sich nun stellt, ist nicht, wie es dazu kommen konnte oder warum die französische Regierung nicht anders reagiert hat, sondern wieso wir einen Film wie diesen nicht im Kino zu sehen bekommen? Der ist spannend, der ist aktuell, der ist gut – und für die große Leinwand hätte er vielleicht auch eine Synchro bekommen, die eine Spur besser gewesen wäre. Ein bisschen schade ist das schon!

OT: L’intervention

Alban Lenoir (Carsten Ahrenholz), Olga Kurylenko (Ava Geralis), Vincent Perez (Hans Richter), Michael Abiteboul (Thomas Bischofberger), Sébastien Lalanne (Thomas Sauerteig), David Murgia (Victor-Joe Zametzer)

Regie: Fred Grivois

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

15 Fazits of Film

Spannend, ein bisschen Atemlosigkeit verbreitend, aktueller, als er sein dürfte und einfach ziemlich gut. Ab 27. September 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE

Der größte Playboy der Welt bekommt Probleme, als eine Frau ein Buch darüber schreibt, dass Frauen auch selbständig sein sollten…

Doris Night und Rock Themse

Der Film gilt als eine Art Versuch, eine Komödie im Stile der wunderbaren Filme mit Doris Day und Rock Hudson zu machen. Das… funktioniert nur bedingt, auf mehreren Ebenen.

Die Spieler

Beginnen wir bei den Schauspielern und -innen. René Zellweger passt insofern halbwegs, als Doris Day auch immer ein wenig Schwierigkeiten auf der Ebene der Sympathie hatte, das kann man bei ihr auch attestieren. So sehr ich Ewan McGregor auch mag, aber er ist dann doch kein Rock Hudson. Die Ausstrahlungen gehen da in völlig andere Richtungen, und da, wo Hudson gespielt den Naiven und Verletzlichen darstellen kann, haut das bei McGregor einfach nicht hin. Einzig David Hyde Pierce gibt einen perfekten Tony Randall, was ein bisschen ironisch ist, da der für zwei kurze Szenen sogar selbst mal vorbeischaut. (Hier ist es schade, dass man für die deutsche Fassung nicht Ottokar Runze, der es in zwei von drei Day/Hudson-Filmen war, oder zumindest Jürgen Thormann, der ihn öfter sprach, besetzt hat.) Abgesehen von Hyde Pierce trifft man den gewünschten Ton also leider nicht so ganz… und wenn der dann irgendwann den 60er-Jahre-Mann raushängen lässt und seiner Angebeteten einen Kuss aufdrängt, ist das in Zeiten von #metoo mehr als schwierig, zumal es der kompletten Aussage des Films entgegen läuft.

Das Buch

Das andere Problem ist, dass es zwar einige schöne Dialoge und Einfälle gibt, aber auch wenn Regisseur Peyton Reed im Audiokommentar behauptet, dass die Gags der damaligen Zeit entsprechen, so möchte ich dem widersprechen, zumindest was die deutsche Fassung angeht. In den Filmen des Duos ging es zwar auch immer um Liebe und Sex, war Hudson doch, zumindest auf der Leinwand, ein ausgemachter Frauenheld, doch es waren andere Zeiten, einfachere und, trotz des Themas, auch ein wenig unschuldigere. Zeiten, in denen man um Themen wie Sex herumverklausuliert hätte. Hier jedoch sind die sexuellen Anspielungen so deutlich, als hätte sie die Lehrerin an die Tafel gemalt. Auch das ist am Thema, am Feeling, an der Authentizität vorbei. Insofern, lassen wir uns zu einem angemessen unangemessenen Vergleich hinreißen: Dieser Film ist wie Masturbation, einen gewissen Spaß kann man dabei empfinden, aber ans Original reicht er einfach nicht heran. Oh, ich wünschte mir, das stünde auf dem Cover…

Bonus

Jede Menge Zusatzmaterial, von einem Audiokommentar des Regisseurs bis hin zu Featuretten, da kann man einges erfahren.

Down with Love (2003)

René Zellweger (Ranja Bonalana), Ewan McGregor (Philipp Moog), Sarah Paulson (Christin Marquitan), David Hyde Pierce (Michael Pan), Jeri Ryan (Judith Brandt), Timothy Omundson (Rainer Doering), Chris Parnell (Erich Räuker), Jude Ciccolella (Bodo Wolf), John Aylward (Roland Hemmo), Tony Randall (Friedrich G. Beckhaus)

Regie: Peyton Reed

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Rock Fazit

(siehe Masturbationstext) Ab 13. September 2019 auf DVD und erstmals als Blu-ray.

Kino: DER DISTELFINK

Explosion in New Yorker Museum. Junge verliert Mutter, gewinnt aber teures Gemälde, gewissermaßen. Doch das Leben…

Die Kunst der Adaption

Wird hier nicht präsentiert, um das direkt vorwegzunehmen. Warum heißt das Buch „Die sechs Tage des Condor“ und der Film „Die drei Tage…“? Warum findet sich Tom Bombadil nicht in Peter Jacksons großartiger „Herr der Ringe“-Verfilmung? Weil die Kunst der Adaption eines Buches hin zum Film darin besteht, sich auf das für die Handlung notwendige zu beschränken, damit der Film verständlich und verdaulich ist, d.h. eine brauchbare Länge hat. Hier könnte man, wenn man sich den Film so ansieht, das gesamte Element, in dem die Hauptfigur in der Familie von Nicole Kidman ist, komplett entfernen, ohne, dass sich das negativ auf die Geschichte, dafür aber positiv auf die Länge des Ganzen auswirkt, die mit 149 Minuten nicht durch einen entsprechenden Reichtum an Handlung aufgefangen wird. Mit anderen Worten:

Straffen!

Und kürzen. Wäre hier beides sehr zuträglich gewesen, denn bis es endlich mal interessant wird, verbringen wir viel zuviel Zeit mit Dingen, die letztlich wenig Bedeutung haben und dann auch nicht so irrsinnig spannend oder unterhaltsam sind. Hätte man da eingesetzt, wo Papa auf den Plan tritt und ihn mit seiner Flamme in die Einöde bringt, hätte das auch gereicht und die Geschichte wäre trotzdem verständlich geblieben. So aber ist sie übermäßig und unnötig lang, was einige sicher ganz toll finden werden, was sich auf die Rezeption aber auch durchaus nachträglich auswirken kann.

OT: THE GOLDFINCH

Ansel Elgort, Nicole Kidman, Oakes Fegley, Aneurin Barnard, Finn Wolfhard, Sarah Paulson, Luke Wilson und Jeffrey Wright

Regie: John Crowley

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Der Fazitfink

Es gibt interessante Momente (besonders die Szenen mit Denis O’Hare sind sehr schön, was aber eher an ihm liegt), doch der Weg dahin ist steinig, was dem Ganzen viel von der Möglichkeit nimmt, gut zu sein. Ab 26. September 2019 im Kino.

Heimkino: GIGANTES – Season 1

Spanien, Mafia, Mord.

Familienoberhaupt will, dass alle nach seiner Pfeife tanzen. Dafür ist er sich auch nicht zu schade, die Zigeunerfrau eines seiner Söhne aus dem Weg räumen zu lassen. Doch böses Blut geht selten gut und beginnt schon bald zu fießen…

Spanische Variante von „Gomorrha“

So in etwa könnte man die Serie einschätzen. Die Aktivitäten des organisierten Verbrechens scheinen sich meist nicht auf globaler Ebene sondern in den Städten abzuspielen, was sie auf dem internationalen Markt ja eher zu Kleinkriminellen macht. Nichtsdestotrotz kommt auch in diesen Dimensionen die Gewalt nicht zu kurz – was auch für diese Serie gilt. Da finden sich Szenen und Methoden, die eines „Game of Thrones“ würdig wären, zumindest, was ihre Abscheulichkeit angeht, und auch an „Breaking Bad“ fühlt man sich hier und da erinnert. In dieser Branche macht man keine Gefangenen, man macht sich alle, allesamt. Wer also die Mafia romantisieren und sich damit einen schönen Abend machen möchte, ist hier an der falschen Adresse.

B. Drohung

Ein bisschen schade ist, dass man ein shakespeareanisches Element nicht ausspielt. Zu Beginn ist einer der Brüder für den Angriff auf die Frau seines eigenen Bruders und das, was dabei passiert, verantwortlich. Das hätte eigentlich später die gesamte Zeit eine Bedrohung sein müssen, ein Damoklesschwert, das über der Familie schwebt, die Gefahr, dass die Wahrheit ans Licht kommt und sich Bruder gegen Bruder wendet, so dass jede Begegnung der beiden von Spannung unterlegt wäre… doch das findet nicht statt.

Mit

Isak Férriz, Daniel Grao, Nene

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Organisiertes Fazbrechen

Wer „Gomorrha“ mag, könnte auch spannend finden, wie die Mafia in einem anderen Land so gestrickt ist. Ab 20. September 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: Robot Chicken: Season 5

Jubiläum bei „Robot Chicken“: Diese Staffel endet mit der

100. Episode!

Bis dahin gibt es wieder jede Menge Spaß und mehr Blut als in jedem Horrorfilm. Wie üblich parodieren die Puppenspieler (oder eigentlich eher Animateure für Actionfiguren, was, wenn sie den Begriff kennen würden, wahrscheinlich zu einem eigenen Sketch führen würde, und einem, der unter die Gürtellinie ginge!) mit den Figuren diverse Genres, mal die, in die die Figuren gehören, mal andere, wie ganz zu Beginn, wenn „Der Soldat James Ryan“ mit anderen Charakteren nachgespielt wird. Es sei noch einmal gesagt, dass die Serie, in der sich auch Sketche mit Lego-Figuren finden, existierte, bevor Lego seine Figuren für eigene (humoristische) Produktionen nutzte. Ob man hier die Idee dafür… erkannt hat? Oder zumindest gesehen, dass die Figuren das Potential haben, mit ihnen mehr zu tun, als Bauklötze zu staunen? Vielleicht ist das der Grund dafür, dass zumindest der erste Lego-Film durchaus ein bisschen subversiv ist, nicht ganz so abgedreht und keineswegs so brutal wie „Robot Chicken“, aber durchaus ein relativ enger Verwandter?!

Action Team und Playmobil

Manche Dinge, die wir hier zu sehen bekommen, sind für den deutschen Markt eher fremd. Wäre die Serie hier entstanden, wäre das nicht nur ein Wunder gewesen, das einen Riss ins Raum-Zeit-Kontinuum geschlagen hätte, man hätte wahrscheinlich auch Sketche mit Action Team, Playmobil und Winnetou bekommen. Doch diese Figuren dürften in Amerika eher unbekannt sein, weswegen GI JOE mehr in den Vordergrund rückt, welcher sich dann widerum auf dem deutschen Markt nicht so sehr etablieren konnte. Macht aber trotzdem Spaß, die Filme um die Joes und ihre Gegner Cobra zu sehen, ebenso wie die Parodierung der „Masters of the Universe“ oder auch der „Muppets“, mit denen man einen „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ durchspielt. Einfach schön – und gemein.

Voller Wortwitz

Manches wird einfach wörtlich genommen und dann auch so umgesetzt. Teils gibt es diesmal längere Sketche, aber auch weiterhin viele sehr kurze, die schön auf den Punkt sind. Ein sehr gutes Beispiel für Timing, wunderbar schräge Ideen – und im Original wieder mit jeder Menge Stars besetzt. Uuuuuuund Nachspann:

Mit den Stimmen von

Seth Green, Breckin Meyer, Mila Kunis, Sarah Michelle Gellar, Abraham Benrubi, Nathan Fillion, Seth McFarlane, Christian Slater, Chris Parnell, Dan Fogler, Alan Tudyk, Olivia Munn, Emma Stone, Kevin Bacon, J.K. Simmons, Elijah Wood, Jon Hamm, Alison Brie, Bryan Cranston, Christopher Lloyd und Mark Hamill

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Fazit Chicken

Geschmacklich sicher nicht immer jedermanns Sache, aber mit tollen Parodien, perfektem Timing und jeder Menge Spaß. Ab 13.9.2019 auf DVD.