Kino: TERMINATOR: DARK FATE

Eine Tötungsmaschine kommt aus der Zukunft, um einen Menschen umzubringen, doch sie ist nicht das Einzige, was aus der Zukunft kommt…

Der drittbeste der Reihe

Um mal direkt die Karten auf den Tisch zu legen. Zwar gibt es diverse Muster, die man aus anderen Terminators kennt, aber auch die haben das Rad nie neu erfunden, sondern haben lediglich ein leicht verändertes aus der Zukunft mitgebracht. Die hat sich auch mal wieder verändert, ebenso wie die Gegenwart, was auch ein bisschen ein Geben und Nehmen ist, so dass Sarah Connor, nicht die Sängerin, anders als in „Terminator 3“ nicht am Krebs dahingegangen, sondern quicklebendig unterwegs ist. Dass lediglich der erste einen in sich geschlossenen Zeitkreis hatte und danach Tür und Tor für ein Füllhorn an alternativen Zukunften geöffnet wurde, hab ich ja schon in meiner Kritik zu „Genysis“ ausführlich beschrieben. Insofern hat sich mal wieder was verändert, nix is so, wie es war, lediglich die Flut an ständig in die Vergangenheit geschickten Typen, Mensch oder Maschine, reißt trotz neuem Management einfach nicht ab. Das eröffnet hier ein paar Veränderungen, die einerseits mehr Sinn ergeben, andererseits aber auch wieder gar nicht… is ne 50:50-Geschichte. Eine weitere Neuerung ist, in gewisser Weise, dass es der neue Terminator schafft, vielschichtiger zu sein. Arnie war bedrohlich, Robert Patrick bedrohlich und creepy und die Terminatrix war… blond. Dieser nun ist nicht nur eine Bedrohung, die man spürt – was den Film an manchen Stellen ziemlich brutal macht – er ist nebenbei auch charmant, höflich und witzig. Ein echtes Upgrade!

Die alten Reckinnen

Nach einer coolen und ein wenig überraschenden Eröffnung, dauert es ein bisschen, bis Linda Hamilton auf den Plan tritt – und die hat nicht nur tolle Texte, sondern ist auch sonst ziemlich klasse. Das, was in „Terminator 2“ (vor ihrem überraschenden Krebstot in 3) entwickelt wird, kommt hier voll zum Zuge und sie zelebriert es mit Genuss: die harte Kämpferin, die sich von niemandem in die Suppe spucken lässt. Wenn dann, ein wenig zu spät fast, auch endlich Arnold ins Spiel kommt, erreicht der Film echte Höhepunkte. Arnie ist in Bestform, nicht unbedingt körperlich, aber auf jeden Fall schauspielerisch. Er hat nicht nur super Texte, er serviert sie auch perfekt, eine wahre Freude, denn was bei diesem Film neben der Action ebenfalls nicht zu kurz kommt, ist der Humor – und das macht ne Menge aus.

Der Dannenator

Dies ist der erste „Terminator“-Spielfilm, in dem man Thomas Danneberg nicht hören wird. Er sprach Arnold Schwarzenegger schon im ersten Film der Reihe und man hört ihn sogar im weitgehend Arnoldlosen „Die Erlösung“. Doch leider hat er sich nun, wie bereits erwähnt, aus dem Synchronbereich zurückgezogen, was gerade in diesem Fall sehr schade ist, da man hier Arnold in Bestform sehen kann und man kann nur spekulieren, wie wunderbar Danneberg das übertragen hätte. Schade, denn „ich komme wieder“ scheint bei ihm nun nicht mehr zuzutreffen.

Mit

Linda Hamilton, Arnold Schwarzenegger, Mackenzie Davis, Natalia Reyes, Gabriel Luna, Diego Boneta

Regie: Tim Miller

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Fazinator

Frauen an die Macht – ein Dreigestirn von Damen trägt Film und Action locker, und doch ist es ein Höhepunkt, Arnold Schwarzenegger, vielleicht sogar zum letzten Mal (?), in einer seiner Glanzrollen zu sehen. Ab 24. Oktober 2019 im Kino.

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