Heimkino: DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

Eine Gruppe von Freundinnen und Freunden trifft sich zum gepflegten Abendessen, doch jemand hat die Idee, dass alle eingehenden Nachrichten auf den Handys offenbart werden und man ehrlich miteinander sein soll – wie könnte dabei irgendwas schiefgehen…?

Ehrlichkeit ist aller Laster Anfang

Dass sie am längsten währt, ist, wie überraschenderweise auch dieser Film uns zeigt, eher ein Mythos und dass gesellschaftliches Beisammensein durch aufkommende Ehrlichkeit zu eskalieren neigt, ist auch keine wirklich neue Erkenntnis. So kommt also alles, wie es kommen muss, aber da dies eine Komödie ist, wird sich am Ende nicht gegenseitig massakriert. Tatsächlich ist der Film ausgesprochen unterhaltsam und hat einige sehr lustige Stellen. Er ist auch größtenteils gut und überzeugend gespielt, wobei Jella Haase einmal mehr das Highlight ist, da sie es einfach schafft, natürlich und sympathisch zu wirken. Auch Elyas M’Barek zeigt sich von seiner besten Seite, zumal fast alle ein wenig gegen den Strich besetzt zu sein scheinen, was aber eine gute Sache ist.

Ende gut?

Lediglich beim Ende hat man das Gefühl, dass ihnen da nicht wirklich was passendes eingefallen ist, denn abgesehen davon, dass der Film dort Gewalt als Lösung postuliert, nimmt er ganz am Schluss sogar alle Frauen aus der Handlung heraus, was irgendwie schwierig ist und wenn schon nicht unehrlich, so doch wenigstens ehrlos.

Bonus

Interviews, Blicke hinter die Kulissen und sogar ein Audiokommentar mit M’Barek und Fitz, in denen man möglicherweise mehr über die Menschen selbst erfährt als über den Film und seine Entstehung.

Mit

Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring, Jessica Schwarz

Regie: Bora Dagtekin

Ehrlich jetzt…

Zuviel Ehrlichkeit geht einfach nach hinten los, jeder braucht seine kleinen Geheimnisse und wer auf irgendeiner Party ein solches Spiel mitmacht, darf sich nicht wundern, wenn er sich hinterher einen neuen Freundeskreis suchen muss. Diese Version davon ist allerdings weit besser als „Der Vorname“, größtenteils gut gespielt, mit einigen sehr lustigen Stellen, aber einem Ende, an dem man noch arg hätte pfeilen können… und sollen, ganz ehrlich! Ab sofort auf DVD und Blu-ray.

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