Heimkino: 7500

Pilot sitzt am Steuer des Flugs von Berlin nach Paris. Plötzlich wollen bewaffnete Männer ins Cockpit eindringen…

Spannend, intensiv und fesselnd!

Durchgehend, vom Start bis zur Landung sozusagen. Und es ist phantastisch, dass es dieser Film sogar auf die große Leinwand geschafft hat. Jetzt kann man das intensive Erlebnis einer Flugzeugentfühung auch zu hause erleben – und das ist besser, als würde man selbst im Flieger sitzen. Man erlebt die Bedrohlichkeit, die Bedrängtheit, die Konfrontation, die zunehmende Anspannung, während man vor allem und fast durchgehnend das Hämmern gegen die Cockpittür hört, das einen als Zuschauer genausowenig aus seiner Anspannung entlässt wie die Figuren im Film.

Minimalistisch maximal gut

All dies schafft der Film, nicht, indem er mit gewaltigen Spezialeffekten auftrumpft, sondern dadurch, dass er sich auf den kleinen Raum des Cockpits beschränkt. Am Anfang sieht man Kameraufnahmen vom Flughafen, man erhascht durch die offene Tür einen kurzen Blick in die Kabine oder mal einen Blick aus dem Fenster auf Regen und Wolken, aber wirkliche Außenaufnahmen gibt es nicht. Wäre dies eine amerikanische Produktion, würde man sicher mehrere schöne Shots vom Flieger in der Luft sehen und von den Abfangjägern, Luftaufnahmen von deutschen Städten aus spektakulären Winkeln… „7500“ kommt ohne all das aus, und das bei einem Höchstmaß an Spannung, was auch eine Kunst ist – und eine, die sich zu sehen lohnt. Was das Hören angeht, muss man an dieser Stelle aber leider sagen, dass der Film in der deutschen Fassung ein wenig veliert, besonders, da sich Carlo Kitzlinger nicht selber synchronisiert, also wer die Möglichkeit hat, sollte hier besser den O-Ton genießen.

Bonus

Kurze Making-ofs, die viel über Vorarbeit und Produktion erzählen.

Mit

Joseph Gordon-Levitt (Robin Kahnmeyer), Omid Memar, Aylin Tezel, Carlo Kitzlinger (Volker Wolf), Murathan Muslu

Regie: Patrick Vollrath

Fazit

Der Beweis, dass deutsche Filme auch gut sein können. In der Hauptrolle brilliert Joseph Gordon-Levitt, den man genauso loben kann, muss und sollte wie den ganzen Film. Ab 5. Juni 2020 auf DVD und Blu-ray.

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