Kino: NOBODY

Einbrecher mitten in der Nacht. Da kann man nichts machen. Aber als die dann noch das Kittycat-Armband der Tochter mitgehen lassen, ist es selbst für den normalsten Typen auf der Welt mal an der Zeit, sich zur Wehr zu setzen – nur, dass er nicht der normalste Typ ist und in etwas hineinschlittert, das alte Gewohnheiten heraufbeschwört…

Action…spaß?

Ich würde sagen: ja! Hier kommt eine Menge zusammen, also in Sachen Filme, auf die man verweisen kann, und bei dem hervorragenden Podcast „Best Movies Never Made“ erzählt der Autor des Films, wie es zu diesem Projekt gekommen ist. Letztlich kann man da ein paar Elemente erkennen und miteinander vermischen. Da ist „Ein Mann sieht rot/Death Wish“, nur eben so, wenn die Rolle, wie gedacht gewesen, von Jack Lemmon gespielt worden wäre, also ein einfacher Typ, ein Normalo, ein… Nobody, dem man keine Actionrolle oder brutale Rache zutrauen würde. Da fließt dann noch ein bisschen „Taken“ mit hinein, da hier jemand mit Vergangenheit seine vergrabenen Fähigkeiten wieder hervorholen – und dann brutal zuschlagen – muss. Da der Autor des Ganzen auch für „John Wick“ verantwortlich ist, mag man auch da Parallelen erkennen, aber es gibt einen gewaltigen Unterschied: Hier sind die Actionszenen nicht gefühlt 40 Minuten lang, sondern hübsch übersichtlich. Unterm Strich läuft das zuvor gesagte aber mehr oder weniger auf eine Prämisse heraus:

Bob Odenkirk als Actionstar!

Und das ist genau das, was diesen Film aus- und was an ihm Spaß macht. Denn Odenkirk ist eher das Gegenteil davon – und das ist einfach toll! Wobei einer der Höhepunkte relativ früh kommt, wenn er im Bus zu sich und seinem alten Selbst zurück findet. Dass er beim Kampf da noch kräftig einstecken muss, ist durchaus realistisch, aber sein Gesichtsausdruck, der sagt, dass er das hier nicht ungesagt (oder eher ungeschlagen) lassen wird, ist einfach wunderbar. Und brutal. Und heftig. Und irgendwie ein Genuss!

Mit

Bob Odenkirk, Connie Nielsen, RZA, Aleksey Serebryakov, Michael Ironside und Christopher Lloyd

Regie: Ilya Naishuller

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung ]

Fazbody

Auch wenn die Konkurrenz bislang noch nicht groß ist, aber dieser hübsche, runde, knackige, brutale, spaßige Ausflug auf die große Leinwand ist für mich derzeit definitiv Anwärter darauf, einer der besten Filme des Jahres zu werden! Und das anze funktioniert nur, weil es Bob Odenkirk ist und nicht irgendein abgehalfterter Actionstar. Ab 1. Juli 2021 im Kino.

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Ein Gedanke zu “Kino: NOBODY

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