Hörspiel: Die weiße Lilie – Tödliche Stille, Staffel 1

Ein Killer, ein Polizist, ein grausamer Mord – eine Menge Fäden, die irgendwann zusammenlaufen…

Aufgepasst

Dies ist kein Hörspiel zum Nebenbeihören! Denn wenn man nur am Rande lauscht und sich nebenbei vielleicht mit anderen Dingen beschäftigt, kann einem das eine oder andere – oder das eine und andere – schlicht entgehen und man fragt sich, was das alles soll. Also muss man gut zuhören, um die Verbindungen mitzubekommen, wenn die eine Geschichte zur anderen findet und was beides miteinander zu tun hat.

Sehr schön ist eigentlich das zweite Kapitel, in dem gewissermaßen ein Code entschlüsselt wird, was einem Krimi am nächsten kommt. Im dritten dann vermengen sich die Handlungsstränge… doch da dies „Staffel 1“ ist, ist das Ende am Ende eher… offen.

Hörspieler

Eine der Hauptrollen wird gesprochen von Stephan Benson – und fast fühlt man sich an die gute alte Zeit der Europa-Hörspiele erinnert, in denen man all die Sprecher hören konnte, die man aus den Fernsehserien kannte, die in Hamburg synchronisiert wurden. Leider sind es nicht mehr die Horst Starks, Andreas von der Medens und Lutz Mackensys, die hier auftauchen, sondern die jüngere Genration. U.a. erwähnter Herr Benson. Für den wird zwar auch (ein!) Auftritt für Daniel Craig genannt, aber ebenso oft hat er auch Kenneth Brannagh gesprochen – oder jüngst und sehr gut Billy Bob Thornton in der ersten Staffel von „Fargo“. Leuten, die „Candice Renoir“ sehen, könnte seine Stimme aber am ehesten vertraut sein als der französische George Clooney Stéphane Blancafort alias „David Canovas“.

Auch mit dabei ist Holger Mahlich. Der hat oft einen leicht sarkastischen Ton in der Stimme, weswegen er eigentlich eine hervorragende Wahl für Hugh Laurie in „Dr. House“ gewesen wäre (und ich weiß noch immer nicht, warum man da statt dieses Hamburgers extra den Berliner Klaus Dieter Klebsch in die Hansestadt geholt hat). Er sprach vor wenigen Jahren in den viele Jahre später nachgereichten frühen Folgen von „Mit Schirm, Charme und Melone“ für Patrick Macnee als John Steed, was eine ausgesprochen gute Wahl war.

In einer weiteren kleinen Rolle ist auch Jan David Rönfeldt zu hören. Der klang am Anfang seiner Karriere, z.B. für Ryan Philippe in „The Way of the Gun“, ein wenig rau und ungeschliffen, bewies aber für Idris Elba in „The Wire“, dass er durchaus wandelbar und in der Lage ist, sanftere Töne anzuschlagen, denn ihn dort zu hören ist ein wahrer Genuss.

Das weiße Fazit

Am Anfang wirkt das Ganze ein wenig zerrissen und man muss sich etwas konzentrieren, um mitzubekommen, was eigentlich Sache ist, aber dann hat es durchaus spannende Elemente. Ab 13. Oktober 2017 im Handel.

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Hörspiel: Die Zeitmaschine

Teil 1 und Teil 2

Wissenschaftler entwickelt eine Zeitmaschine, mit der er in die Zukunft reist, wo er die Gesellschaft erlebt, zu der die Menschheit geworden ist…

Nach H.G. Wells

Eins der großen Bücher der Science Fiction. H.W. Wells, der auch für den „Krieg der Welten“ verantwortlich ist, schuf einen der ersten Romane, der sich mit dem Thema Zeitreise befasste – wenn auch in einer Art und Weise, wie sie heutzutage eher ungewöhnlich wäre. Denn es geht nicht darum, in die Vergangenheit zu reisen, um Dinge zu ändern und unsere Geschichte aufzuhübschen, Wells schickte seinen Protagonisten in eine ferne Zukunft, um herauszufinden, was diese für die Menschheit bereit hält.

Zwei Verfilmungen des Stoffes hat es bisher gegeben. Die erste mit Rod Taylor ist ein Klassiker des SF-Films und besitzt auch heute noch einen wunderbaren Charme. Insofern vermisst man in der Hörspielversion ein bisschen Philby und das Gefühl der Jahrhundertwende, doch wenn wir zu den Morlocks kommen, kann das akustische Medium dann wieder punkten. Die waren, als ich ein Kind war, gruselig. Sieht man sie heute, hat man eher Mitleid mit ihnen und wünscht sich einen Zivi, der sich um sie kümmert, die bemittleidenswerten armen Dinger. Die Zweitverfilmung mit Guy Pierce versucht dann ein wenig realistischer zu sein. Das betrifft vor allem die Eloi, die hier eher wie ein Naturvolk gezeichnet sind. Einerseits ist das vielleicht eine Spur glaubwürdiger, andererseits nimmt es ihnen aber das Naive, Desinteressierte und auch irgendwie Kaltherzige, das die erste Version bietet.

Das Hörspiel

Diese Fassung nun schlägt die Zweitverfilmung um Längen. Man fühlt sich in vielen Punkten an den ersten Film erinnert, doch es gibt auch Veränderungen. Die Handlung der „Gegenwart“ wurde ein wenig in die Zukunft verlegt, die Hauptfigur ist kein verschrobener Erfinder sondern ein Universitätsdozent und seine Abendrunde sind nicht alte Freunde, die sich wie gewöhnlich zum Silvesterdinner treffen, sondern besteht auch aus Leuten, die sicherstellen wollen, dass er keine Forschungsgelder veruntreut hat. Zwar geht damit ein wenig der Charme des George Pal Films verloren, aber dennoch sind es durchaus legitime Änderungen – und man muss sich ja nicht immer sklavisch an die Vorlage halten.

Sehr schön getroffen ist dann die Zukunft selbst, die dann wieder an den Pal-Film erinnert, mit naiven, sauberen Eloi und wirklich fiesen Morlocks. Denn hier sieht man sie nicht, man hört ihre Beschreibung – und die erweckt eine grauenvolle Vorstellung, was ausgesprochen effektiv ist. Auch die Geschichte eines Mannes, der in die Zukunft reist, eine veränderte Menschheit antrifft und vielleicht sogar die Liebe seines Lebens trifft, bleibt sich treu – und das kann man ja nun wirklich nicht über jedes Remake sagen.

Die Stimmen stimmen

Luke Skywalker erklärt Qui-Gon Jinn und Watto sowie Captain Pike und dem Arzt aus „Alien 3“, wofür er die Forschungsgelder verwendet hat…

So könnte man das in etwa zusammenfassen. Es ist immer wieder schön, einige Größen des Synchrongeschäfts zu hören – und nicht irgendwelche Youtubeheinis, die in professionellen Produktionen einen unprofessionellen Job machen. Hier haben wir ein gutes Hörspiel mit guten Sprechern. Bernd Rumpf war nicht nur in „Star Wars: Episode I“ und anderen Filmen für Liam Neeson zu hören, er lieh bis zu dessen Tod auch Alan Rickman in einigen Produktionen seine Stimme. Oliver Stritzel war Pike im JJ-Verse von „Star Trek“, hat aber auch – bis zu dessen Tod – Philipp Seymour Hoffman eine hervorragende deutsche Stimme geboten, ist aber auch ab und an für Idris Elba zu hören. Reinhard Kuhnert sprach im erwähnten „Alien“-Film für Charles Dance, war aber auch, z.B. in „Fargo“, eine großartige Stimme für William H. Macey – und ich frage mich, warum er nicht weiterhin für ihn besetzt wird! Dann ist da natürlich noch Udo Schenk, der neben dem rassistischen Gebrauchtwagenhändler in Episode I aber vor allem Leuten wie Gary Oldman, Ray Liotta und Ralph Fiennes seine Stimme leiht, wobei man ihn klischeemäßig auch heute noch gerne besetzt, wenn irgendjemand böse ist. Bevor wir aber zum Star des Hörspiels kommen sei noch Luisa Wietzorek (Emma Roberts, Jenna Coleman) hervorgehoben, die hier als Weena eine kleine Meisterleistung vollbringt. Sie verleiht der Figur ein Leben und damit Konturen, die von Naivität bis Freundlichkeit, aber auch Angst und der Möglichkeit zu Lernen alles perfekt widerspiegelt, was man sich von einer Eloi wünschen würde.

Besonders schön ist es natürlich, Hans-Georg Panczak zu hören. Der sprach Richard Dreyfuss in „American Graffitiy“ und natürlich Mark Hamill als Luke Skywalker, er wurde später Smithers bei den „Simpsons“ und ist schlicht ein großartiger und begabter Schauspieler und Synchronsprecher. Merkwürdigerweise scheint er aber, neben John Boy Richard Thomas und Hamill, auf den er trotz des Erfolgs von „Krieg der Sterne“ auch nicht durchgängig besetzt wurde, nie so richtig viele Stammschauspieler zum Synchronisieren erhalten zu haben. Wegen einer gewissen Ähnlichkeit mit Randolf Kronberg hätte man ihn z.B. nach dessen Tod für Eddie Murphy besetzen können, was sicher großartig funktioniert hätte, doch leider ist das nie geschehen. So bleibt Panczak ein großartiger Schauspieler, der mehr großartige Rollen verdienen würde – was gerade dieses Hörspiel zu einem echten Genuss macht,

Die Fazmaschine

Sehr schöne und stimmige Hörspieladaption eines großartigen Science Fiction-Klassikers, die angenehm an die gute Verfilmung von George Pal erinnert und deshalb auch Freunden dieses Films eine Menge – und teils nostalgische – Freude bereiten kann. Ab29.9.2017 im Handel.

Hörspiele: Mark Brandis, Raumkadett – Folge 12: Der Fall Rublew

Kadett Mark Brandis erhält sein erstes Kommando und er trifft eine folgenschwere Entscheidung…

Karriereleiter

Wird Mark Brandis in dieser Folge aus seinen jungen Jahren sterben…?

Das ist die Frage, die wir nie stellen müssen, genauso wenig wie bei James Bond oder einem der Stars einer Fernsehserie, denn, von wenigen Ausnahmen (wie „Game of Thrones“) mal abgesehen, befinden sich solche Figuren selten in großer Gefahr… es sei denn, die entsprechenden Schauspieler beleidigen die Produzenten der Serie oder lassen sich besoffen beim Autofahren erwischen, dann kann es schon mal zu so was kommen, aber das ist, wie gesagt, eher selten. Also müssen wir in dieser Reihe der Mark Brandis Saga eigentlich nie um sein Leben fürchten – bestenfalls um seine Karriere. Und die steht hier auf der Kippe, denn er verhält sich so, wie es ein Captain Kirk tun würde, nur, dass diese Aktion in seinem Fall mehr Konsequenzen zu haben scheint – wobei die letztlich auch nur temporärer Natur sein werden, haben wir doch eine ungefähre Vorstellung davon, was aus ihm werden wird. Dennoch bedeuten sie eine einschneidende Veränderung für seine Karriere und das dürfte für die folgenden Folgen interessant werden. Denn anders als in Zeiten des erwähnten Alienbeischläfers Kirk befinden wir uns am Ende einer jeden Folge nicht wieder beim Status quo und alles ist so, wie wir es von vorher kennen, nein, heutzutage haben Handlungen Konsequenzen für Serien und ihre Figuren – und hoffentlich ist das hier auch so.

Stimmt so

Gleich drei bekannte Synchronschauspieler sind in dieser Folge zu hören. Leon Boden als „Schwarzarbeiter“ zu bezeichnen wäre wahrscheinlich rassistisch, stört mich aber nicht weiter. Ob aus eigenem Wunsch oder Phantasielosigkeit der Entscheidungstreffenden wird er im Synchronbereich meist und oft auf schwarze Schauspieler besetzt, wobei er eine Bandbreite von rund 20 Jahren abdeckt, was das Alter der betreffenden Darsteller angeht. Stammsprecher ist er vor allem für Denzel Washington, war aber auch zu hören für Will Smith und Samuel L. Jackson, die nun nicht wirklich in der gleichen Altersklasse spielen. Aber auch Michael Jordan und, wenn dessen Sprecher Tom Vogt keinen Bock auf ne Fernsehserie hat, Laurence Fishbourne hat er schon vertont. Als Abweichung vom Klischee kann man den britischen Haudraufactionisten Jason Statham nennen. Den teilt er sich mit Thomas Nero Wolff, der in diesem Hörspiel ebenfalls zu hören ist. Der ist vor allem Stammsprecher von Hugh Jackman (den der eben erwähnte Tom Vogt vor ihm gesprochen hatte), da er aber eine sehr passable Imitation des großartigen aber leider verstorbenen Arne Elsholtz hinbekommt, war er jüngst als Manni das Mammut in dem 90. Teil der „Ice Age“-Reihe sowie für Tom Hanks im infernalischen „Inferno“ zu hören, wo er seine Sache recht gut machte. Und dann wäre da noch Oliver Siebeck. Den mochte ich am Anfang nicht so sehr, aber inzwischen hat er sich zu einem richtig guten Sprecher gemausert, der u.a. in „Kingsman“ und „Der Spion und sein Bruder“ für Mark Strong zu hören war… und das so gut macht, dass man dessen Stammsprecher, ja, Sie haben es erraten, Tom Vogt, gar nicht vermissen mag. Also gerne mehr gute Rollen für Siebeck – wenn er denn passt.

Mit

Daniel Claus, Sebastian Kluckert, Sebastian Fitzner, Leon Boden, Oliver Siebeck, Thomas Nero Wolff und Michael Lott

Mark Fazit

Interessantes Abenteuer des jungen Mark Brandis, in dem es um die Verantwortung und das Verantwortung übernehmen eines Raumschiffkommandanten geht. Ab 28.4.2017 auf CD.

Hörspiele: Mark Brandis, Raumkadett – Das Jupiter-Risiko

Kadett Mark Brandis geht auf eine Mission in die Nähe des Jupiters. Doch wie üblich sagt man ihm nicht alles und die Situation spitzt sich zu…

Raumfahrtakademie

Das, was „Star Trek“ lange Zeit vorgehabt hatte, um sich um die gestiegenen Kosten für Altstars wie Shatner und Nimoy zu drücken (und was man mit J.J. Abrams dann Jahrzehnte später tatsächlich irgendwie umgesetzt hat) gehört bei Mark Brandis mit zur Geschichte. Neben seinen Abenteuern als Kapitän erleben wir auch seine jungen Jahre – obwohl wir wissen, dass er in denen wahrscheinlich nicht sterben wird, aber so was nehmen wir bei Kirk & Co. ja auch an, also dürfte das kaum ins Gewicht fallen. Es ist also ganz schön, zu sehen, wie ein Held zu einem solchen geworden ist, ohne, dass man gleich das komplette Serienuniversum umstricken oder neustarten muss. Das Interessante dabei ist, dass Brandis in diesem Fall noch keine hohe Stellung hat man ihm deshalb auch nicht alles erzählt. Die Führung hat Geheimnisse vor ihm und wir gehen ihnen zusammen mit ihm auf den Grund – was spannender ist, als wenn wir durch den Captain direkt wissen, was Sache ist und wie der Auftrag lautet. So gerät Brandis immer wieder in Geschichten, die eigentlich über seine Fähigkeiten und Erfahrungen hinausgehen, so dass er sich ständig weiterentwickeln muss, um… nicht zu sterben und den Erzähler Alt-Brandis zu einer Figur aus einem Paralleluniversum zu machen, um das mal in Science-Fiction-Terminologie auszudrücken.

In dieser Episode nun (11, um genau zu sein), gerät er in eine Mission, die sich einmal mehr als gefährlicher entpuppt, als erwartet und ist nicht nur gezwungen, über sich selbst hinauszuwachsen, sondern auch, Führungsqualitäten zu zeigen. Sowohl beruflich als auch privat kommt es zu Veränderungen…

Mit

Daniel Claus, Sebastian Kluckert, Sascha Funke, Tilmar Kuhn, Michael-Che Koch, Thomas Schmuckert, Olaf Reichmann, Dorothea Lott, Ozan Ünal und Michael Lott

Mark Fazit

Spannende Folge, die von Abenteuer bis Raumschlacht alles bietet, was sich das Science Fiction Herz so wünschen kann. Ab 3.2.3017 auf CD… äh, 2017, natürlich!

Hörspiele: Mark Brandis – Der Pandora-Zwischenfall

Mark Brandis begibt sich zu einer Basis, auf der künstliche Menschen für eine langwierige Mission ausgebildet werden, doch es kommt zu einem tödlichen Zwischenfall…

Nach dem Roman von Nikolai v. Michaelewsky

Der Weltraum in seiner unendlichen Weite, das erfahren wir zwischen den Zeilen, ist im Brandis-Universum noch nicht erschlossen, denn man schafft sich künstliche Wesen, die lange genug leben können, um eine solche Reise zu weit entfernten Sternen überhaupt auszuhalten. Diese wirken wie eine Mischung aus Spock und Data, aus emotionslosen Vulkaniern und naiven Kindern, was eine durchaus interessante Mischung ist. Die Geschichte ist spannend und interessant, entwickelt sich sehr schön vom Überlebenskampf zu einer Art kleinem Krimi hin und stellt die Hauptfigur am Ende vor eine lebensentscheidende Frage.

Colonel, oh, kneel!

Die Besetzung der Brandis-Hörspiele ist ziemlich gut und hier und da hört man den einen oder anderen Synchronsprecher. Michael Roll macht seine Sache als Brandis ausgesprochen gut und wenn man ihn so hört, würde man sich wünschen, dass man ihn auch öfter im Synchron auf ein paar gute Schauspieler besetzen würde. Ihm zur Seite spielen u.a. Claudia Urbschat-Mingues, eine vielbeschäftigte Sprecherin, die u.v.a. (unter vielen anderen) auch Angelina Jolie, Rosario Dawson und Jennifer Connelly ihre Stimme leiht. Ebenfalls mit dabei und fast schon ein bisschen eine Klischeebesetzung (eigentlich eine komplette Klischeebesetzung!) ist Erich Räuker, der hier einen Colonel spricht… nachdem er in der Synchronlandschaft eigentlich bekannt geworden ist für seine Rolle des Colonel Jack O’Neal bei „Stargate“, was dazu geführt hat, dass er inzwischen nahezu auf jeden Soldaten/Vorgesetzten in allem, was da im Fernsehen so kreucht und fleucht besetzt wird – und hier natürlich auch. Nichtsdestotrotz macht er seine Arbeit wie immer ausgezeichnet (oder sagen wir wie fast immer, denn als Gerd Günther Hoffmann Ersatz in den Nachsynchros von „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ für George Lazenby und „Zwei glorreiche Halunken“ für Clint Eastwood hat er dann doch leider irgendwie nicht so sehr gepasst, wie man sich das gewünscht hätte). Ein bisschen merkwürdig mutet es an, in dieser Folge Daniel Claus als eine der Kunstmenschen zu hören, denn der ist dem geübten Ohr als junger Mark Brandis in seinen Kadettenjahren nur zu vertraut – und da reicht es auch nicht, wenn Brandis sagt, dass er sich durch den „Astralid“ an sich selbst in jungen Jahren erinnert fühlt.

Mit

Michael Lott, Claudia Urbschat-Mingues, Dorothea Lott, Wolf Frass, Rüdiger Evers, Fang Yu, Gerhard Hinze, Anja Welzel, Hans-Eckart Eckhardt, Martin Wehrmann, Melanie Fouché und Erich Räuker

Mark Fazit IV

Spannendes Weltraumabenteuer, das Lust auf mehr macht. Wer also mal wieder in gute Science Fiction eintauchen möchte, der findet mit den Mark Brandis Geschichten eine gute Möglichkeit dafür. Jetzt auf CD.

Hörspiele: Mark Brandis, Raumkadett – Zwischen den Fronten

Mark Brandis macht sich auf die Suche nach einem Ausbilder, der in feindliches Gebiet aufgebrochen ist…

The War must go on

Leider nicht ganz so gelungen wie die beiden Vorläufer, da die Geschichte Dichte und über weite Strecken auch Titelfigur Mark Brandis vermissen lässt. Zwar passiert etwas, das sich als kriegsentscheidend herausstellen könnte, aber das eröffnet eher eine neue Geschichte, als eine alte zu beenden und damit ist diese Episode nicht ganz so alleinstehend und für sich selbst genießbar wie die anderen. Man muss also darauf warten, wie es weitergeht… aber da wir uns in der nächsten Folge mit dem älteren Mark Brandis beschäftigen, liegen all diese Ereignisse ohnehin in seiner Vergangenheit.

Mit

Daniel Claus, Sebastian Klickert, Wanja Gerick, Leon Boden, Sebastian Fitzner, Friedel Morgenstern, Fang Yu, Martin Wehrmann, Manja Doering, und Michael Lott

Mark Fazit III

Leider nicht ganz so gut wie die beiden davor, aber trotzdem solide SciFi-Unterhaltung. Jetzt auf CD.

Hörspiele: Mark Brandis, Raumkadett – Endstation Pallas

Kadett Mark Brandis wird mit einem Kollegen auf eine entlegene und geheime Raumstation versetzt, doch ganz unerwartet holt ihn dort seine Vergangenheit ein…

Die Geschichte geht weiter

Das neue Abenteuer setzt die Ereignisse aus der vorangegangenen Folge fort – und sogar ein paar, die davor stattgefunden haben. Ein altes Geheimnis, eine Geschichte, die offensichtlich weit früher (in einem der anderen Hörspiele) stattgefunden hat, wird wieder aufgegriffen und weitergeführt. Schön ist, dass alle Episoden offenbar selbst erklärend sind, d.h. für sich selbst stehen und gehört werden können, ohne dass man vorher alles andere gehört haben muss. Was benutzt wird und aus der Vergangenheit stammt, wird erklärt, so dass man nie das Gefühl hat, man würde gerade mit etwas überfordert, von dem man keine Ahnung hat… auch wenn die Sache mit der Stimme im Kopf diesmal etwas besser herausgearbeitet ist als in der Folge davor. Aber schön, dass das jetzt auch geklärt wäre.

Eine Art Kammerhörspiel

Endstation Pallas“ wäre als Theaterstück ein Kammerspiel, denn es spielt fast ausschließlich auf der entlegenen Station. Aber da viele Science Fiction Geschichten an Kammerspiele grenzen können, wenn sie auf Raumschiffen spielen, die man (aus Handlungs- oder Budgetgründen) nicht verlassen kann, passt das sehr gut zum Thema. Hinzu kommt, dass die Folge dadurch ein leichtes Gefühl des Eingeschlossenseins aufbaut. Sie ist ausgesprochen spannend und gibt uns einen tieferen Einblick in das Universum von Mark Brandis sowie seine persönliche Geschichte.

Mit

Daniel Claus, Sebastian Klickert, Leon Boden, Sebastian Fitzner, Marius Clarén, Katrin Decker, Reinhard Scheunemann und Michael Lott

Mark Fazit II

Spannende Episode, die auf die Handlung vom letzten Mal locker aufbaut und sie spannend, wenn auch „im kleinen Rahmen“ weiterführt. Ab jetzt auf CD.