DVD: SO WAS VON DA

Eine Silvesternacht im Leben des Erzählers, von dem Kietz Kalle 10 Mille haben will und andere Dinge…

So was von was?

Laut Pressetext „nach dem gleichnamigen Kultroman“… könnte aber auch ein romanischer Kult gewesen sein. Wäre dann vielleicht interessanter. Ist die Art Film, bei der man „dabeigewesen sein muss“, um wirklich Spaß dran zu haben. Oder auffem Kietz leben, die Typen kennen, die Mucke mögen oder

So was in der Art

Dass dem irgendein Buch zugrunde liegen soll, merkt man dem Ganzen nicht an – was schwerlich als Kompliment durchgeht. Eher wirkt das Ganze, als wäre es von Laien laienhaft improvisiert, was nicht unbedingt hilfreich ist, zumindest im nüchternen Zustand. Also vielleicht einfach nen Kasten Astra in den Kopp knallen, dann geht das alles vielleicht runter wie Öl… oder man muss kotzen. Aber dann kann man sich wenigstens darauf rausreden, dass es nicht am Film lag.

So was von mit

Niklas Bruhn, Martina Schone-Radunski, David Schütter, Mathias Bloech, Tinka Fürst, Bela B Felsenheimer, Corinna Harfouch und Karl-Heinz Schwensen

Regie: Jakob Lass

So was von schlecht

Is vielleicht übertrieben… vielleicht aber auch nicht. Gut ist das jedenfalls nicht, aber wenn man auf

so was wie eine Handlung

so was wie Schauspieler

und

so was wie Qualität

verzichten kann, ist man hier vielleicht an der richtigen Adresse. Ab 25. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.

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Heimkino: DIE GRUFT DES GRAUENS

Nacht. Friedhof. Ein Pärchen. Ein Grab öffnet sich. Eine Gestalt greift die beiden an. Der Mann stirbt. Die Frau ist schwanger. Der Vater… ist ein Vampir. Wie wird der Sohn darauf reagieren, wenn er davon erfährt…?

Rape-and-revenge-Vampire-Movie… of some sort

In einigen Punkten weicht der Film ein wenig von den Klischees ab, die wir bis zu einem gewissen Zeitpunkt von Vampiren gewöhnt waren, bis jeder drauf gepfiffen hat und Vampiren die Eigenschaften zuschreibt, die ihm oder ihr eben in den Kram passen. Hier handelt es sich zwar auch um einen Blutsauger, der das Tageslicht scheut, doch seine Art zu „arbeiten“ unterscheidet sich von berühmten Kollegen wie Dracula, Orlock und Trump. Die würden sich – im wahrsten Sinne des Wortes – im Grab umdrehen, oder in der Gruft vielmehr, wenn sie davon erführen, wie ihr Filmkollege hier so vorgeht. Denn statt den Leuten genüsslich das Blut auszusaugen, wie es jeder Kredithai und Bankangestellte kennt, bringt er die Leute erstmal ein bisschen um. Und das auf durchaus fiese Weise, was die Altersfreigabe ab18 rechtfertigt. Zwar sieht man das nicht in seiner Gänze, aber man kann sich denken, was passiert – und das ist oft sehr unschön und brutal. Auch seine Art, seine Art zu erhalten, ist für einen Blutsauger sehr unschicklich. Denn statt dies ebenfalls über saugen und säugen mit Eigenblut zu machen, ist sein Weg der der Vergewaltigung, was hier auch ganz offen so ausgesprochen wird. Damit ist er kein eleganter Vampir im Stile eines Christopher Lee, er ist ein mieser Mörder und Vergewaltiger, was dem ganzen Film eine schmutzige Note verleiht.

B-Film

Neben der Schmutzigkeit, die ihm etwas durchaus eigenes gibt, ist dies allerdings ein reiner B-Film, der weder mit großen Schauwerten noch mit wirklichen Stars aufwarten kann. Interessant ist es, William Smith, sonst eher auf böse Finstermänner abboniert, hier in der Rolle des Guten zu sehen. Davon ab wirkt das Ganze eher wie ein billiger Vampirabklatsch aus Italien, scheint aber dennoch relativ früh seinen Weg zu uns gefunden zu haben, denn seine Synchro stammt in etwa aus der Veröffentlichungszeit, wenn sie auch hier und da nicht mehr ganz so gut erhalten ist.

OT: THE GRAVE OF THE VAMPIRE (1972)

William Smith (Michael Eder), Michael Pataki (Alexander Allerson), Lyn Peters (Helga Trümper), William Guhl (Gernot Duda)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Die Gruft des Fazits

Schmutziger Vampirfilm, der zwar keine hohen Produktionswerte aufweisen kann, dafür aber andere Wege geht, als man sie von herkömmlichen Vampirproduktionen gewohnt ist, was ihm eine eigene Note verleiht. Ab 18. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.

DVD: Berlin Station – Season 1

Ein Pfeifenbläser (Whistleblower) verrät Geheimnisse des amerikanischen Geheimdienstes. Also fährt ein Agent nach Berlin, um in der dortigen Station der Sache auf den Grund zu gehen…

Die neue Art von Spionage

Früher war alles… Ost-West. Und damit geordneter. Man wusste, wer und vor allem wo der Feind war. Das gab der Welt eine klare Struktur, auch der der Spionage. Die neuen Gefahren sind weit schwerer zu fassen und kommen oft von innen. Neben dem Terrorismus sind das dann Menschen, die Geheimnisse über Machenschaften und Verbrechen der eigenen Dienste und Regierungen offen legen. So ist das auch hier, was durchaus ein interessanter Ansatz ist.

Jeder gegen jeden

Eine Person spricht das Problem – das sicherlich nicht ganz unrealistisch ist – selbst aus: Die Mitglieder des Geheimdienstes arbeiten teilweise aus den unterschiedlichsten Gründen wie Geld oder Karriere gegeneinander und nicht gegen einen gemeinsamen Feind, was sie ja eigentlich sollten. Wie gesagt, das mag durchaus realistisch sein, leider hält es hier aber eher auf und macht die ganze Sache ein wenig unübersichtlich. Schade ist auch, dass man, wenn man es schon drin hat, nicht mehr damit gespielt hat. So hätte man jeden, der auch nebenher was anderes macht, besser als Verdächtigen für den Posten des Whistleblowers herausarbeiten können, womit man die ganze Sache spannender gestaltet hätte. So passiert zuviel, das aber irgendwie nicht soviel zur eigentlichen Handlung beizutragen scheint, sondern eher davon ablenkt.

Unauffällig

Die Hauptrolle wird gespielt von Richard Armitage, dem Zwergenkönig aus dem missglückten „Hobbit“. Er ist eine gute Wahl für einen Agenten, da er nicht gerade vor Charisma überquillt – zur guten Wahl für die Hauptrolle macht ihn das leider nicht. Dafür hat man aber genug Unterstützung, die das ausbügelt. Der stets gute Richard Jenkins (aus SIX FEET UNDER), Michelle Forbes (aus STAR TREK: THE NEXT GENERATION und THE KILLING), Leland Orser (aus DEEP SPACE NINE, TAKEN und SIEBEN) sowie Rhys Ifans, der es von dem schrägen Mitbewohner in NOTTING HILL weit gebracht hat. Etwas mehr Antje Traue und Sylvia Hoeks hätten der Sache aber auch nicht geschadet.

Mit

Richard Armitage (Sven Gerhardt), Rhys Ifans (Ronald Nitschke), Leland Orser (Uwe Büschken), Michelle Forbes (Ghadah Al-Akel), Tamlyn Tomita (Schaukje Könning), Richard Jenkins (Bodo Wolf), Sylvia Hoeks (Olivia Büschken), Antje Traue (dto.), Mark Moses (Lutz Riedel), William Sadler (Erich Räuker), Robert Glatzeder (dto.), Dean Winters (Peter Flechtner), Ashley Judd (Anke Reitzenstein)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Fazit Station

Ein interessanter Ansatz für eine Spionageserie und ein sicher nicht ganz unrealistischer Einblick in die Arbeit und Verbrechen von Geheimdiensten, mit viel Berlin, aber leider alles in allem ein wenig unübersichtlich und nicht genug auf das Hauptthema fokussiert. Ab 24. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.

Kino: MARIA STUART, KÖNIGIN VON SCHOTTLAND

Schottland im 16. Jahrhundert. Maria Stuart gehört der Thron. In England gibt es Königin Elisabeth. Doch auch wenn zwei

starke Frauen

an der Macht sind, so ist dies dennoch eine Männerwelt…

Wahre Geschichte

Während die Welt, die wir gezeigt bekommen, nicht unbedingt von Frauen beherrscht wird – dieser Film wird es schon. Wobei die hervorragende Margot Robbie als Queen Elisabeth neidlos ihrer Kollegin Saoirse Ronan Bühne und Feld überlassen muss, denn die dominiert mühelos die Leinwand. Beide Frauen sind toll, unterstützt von Schottlands Landschaften, die allein durch ihre Präsenz überzeugen und beweisen, dass nicht nur Neuseeland ein optischer Leckerbissen ist.

Maria Stuart

Wenn man in der Schule das Stück lesen musste, weiß man, wie ihre Geschichte entdet, doch hier hat man das Gefühl, dass auch „Game of Thrones“ so einiges erzählerische möglich gemacht hat, das zu Schillers schillernden Zeiten vielleicht nicht so machbar war. Das bezieht sich natürlich auf homosexuelle Scharmützel und politische Morde, von denen ersteres in der damaligen Literatur möglicherweise eher ausgespart wurde. Da „Thrones“ aber von wirklichen Ereignisse inspiriert wurde und mit Schmutzigem aus der Geschichte nicht hinter dem Berg gehalten wurde, kann es sei, dass derlei Dinge nun auch verstärkt in Filme wie diesen eingeflossen sind. Ansonsten erzählt er seine Handlung ruhig, bleibt dabei aber immer interessant und spannend – und ausgesprochen sehenswert.

OT: MARY QUEEN OF SCOTS

Saoirse Ronan (Lydia Morgenstern), Margot Robbie (Anne Helm), Jack Lowden (Tino Mewes), Joe Alwyn (Dennis Mojen), James McAdle (Torben Liebrecht), Ian Hart (Hans Bayer), Martin Compston (Martin Kautz), Ismael Cruz Cordova (Nico Mamone), Eileen O’Higgins (Magdalena Höfner), Izuka Hoyle (Jeannine Michèle Wacker), Maria Dragus ((dto.), Brendan Coyle (Jörg Hengstler), Liah O’Prey (Nora Moltzen), Gemma Chan (Nadja Schönfeldt), Simon Russell Beale (Lutz Schnell), Adam Stevenson (Philip Lind), Kadiff Kirwan (Tobias Schmidt), Adrian Lester (Leon Boden), David Tennant (Nicoas König), Guy Pierce (Philipp Moog)

Regie: Josie Rourke 

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Maria Fazit

Exzellente Frauen in einem Film, der eine Zeit portraitiert, die ihrer und ihrer darstellerischen Leistungen nicht würdig war. Ab 17. Januar 2019 im Kino.

Kino: GLASS

Der Unkaputtbare und der Multiple treffen aufeinander und werden dann in die gleiche Anstalt gesteckt wie der Kaputte, was ja nur gut gehen kann,,,

Nach „Unbreakable“ und „Split“

Ist er nun also da, der dritte Teil von etwas, das sich dann hoffentlich nur als Trilogie herausstellen wird. Es wird sich viel auf die Fresse gehauen, das Thema der Comicanalogie wird so oft angesprochen, dass man es dem Regisseur Schrägstrich Autor um die Ohren kloppen möchte und bis zu einem gewissen Punkt denkt man, die Figuren wären genauso doof wie es erwähnter Autor offenbar sein muss. Denn da scheint wenig zueinander zu passen. Die Psychotante glaubt nämlich, dass sich die drei Übertypen das alles nur einbilden und sie in Wirklichkeit gar keine Superkräfte haben – und das wäre mal ein super Twist gewesen, wenn sich das als wahr erwiesen hätte. Doch clever ist Shalamalaikums Sache nicht, denn wenn die Tussi nicht an die Kräfte der Jungs glaubt, warum sperrt man den Unkaputtbaren Bruce Willis dann in eine Zelle aus Stahl? Und gerade seine Fähigkeit ließe sich problemlos auf die Probe stellen. Man stellt sie dann aber nicht darauf, sondern gewisse Intelligenzen in Frage. Irgendwann kommt dann aber nach der langen Ödnis, die dieser Film darstellt, eine kleine Wendung, die das alles nicht GANZ so blöd erscheinen läßt wie vorher, was eine gute Stelle gewesen wäre, um den Film zu beenden und halbwegs klaglos aus der Sache herauszukommen, doch dann wird noch einer draufgesetzt und ein idiotischer Abschluss präsentiert, der einen obigen ersten Satz hoffen lässt, um sich nie wieder mit diesem Universum auseinandersetzen zu müssen. Positiv zu bewerten ist, dass Spencer Treat Clark, der auch hier wieder Willisens Sohn spielt, nicht mehr so gnadenlos furchtbar ist wie in „Unbreakable“… negativ ist dann wieder, dass man merkt, dass Shyamalan leider schlicht kein guter Autor ist. Denn der hätte es geschafft – und das schafft „Split“ auch nicht – einen guten Film mit zwei Darstellern und vielen Personen zu machen, wenn man die gespaltenen Figuren nämlich so geschrieben hätte, dass sie auch im Spiel von McAvoy gut gegeneinander abgegrenzt wären, so dass man einfach nur ein Gespräch mit ihm und einem Arzt gemacht hätte, in der er all das im wahrsten Sinne des Wortes ausspielt… aber wie gesagt, dafür hätte es einen guten Autoren gebraucht.

Mit

Bruce Willis, Samuel L. Jackson, James McAvoy,
Anya Taylor-Joy, Spencer Treat Clark, Charlayne Woodard,
Sarah Paulson

Regie: M. Night Shyamalan

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Unfazitable

Wenn man diese Reihe, diese Figuren und all das Zeugs mag, dann kann man da vielleicht seine Freude dran finden – ansonsten könnte das eher schwierig werden, denn all das ist weder spannend noch clever. Ab 17. Januar 2019 im Kino.

Heimkino: GUNPOWDER

England, 1603. Katholizismus ist verboten und wird tödlich bestraft. Eine Verschwörung entsteht…

Remember, remember

the 5th of November…

In kaum einem Film wurde Guy Fawkes so sehr zelebriert, obwohl es noch nichteinmal wirklich um ihn ging, wie in „V wie Vendetta“. Ein Mann, der das englische Parlament in die Luft sprengen will. Wer nun also quasi die Vorgeschichte für „V“ erleben möchte, oder vielmehr die Grundlage, der hat mit dieser Miniserie eine gute Gelegenheit dazu. Auch wenn man feststellen muss, dass Guy Fawkes hier nicht ganz so präsent ist, wie man sich das vielleicht wünschen würde.

Winter is coming

Die Serie ist gut besetzt mit Charakterleuten wie Peter Mullan und dem Ex-Komiker aus den Reihen der „League of Gentlemen“ Mark Gatiss, der die Stufen der TV-Evolution mit seinen Beiträgen zu „Doctor Who“ und „Sherlock“ schon seit längerem hinaufgeklommen ist. Er war auch Gast bei „Game of Thrones“ aus dem Hauptdarsteller Kit Harington stammt. Wie John Snow ist er hier auch stoisch, kurzangebunden, düsterlich… und irgendwie langweilig. Hoffentlich wird er nicht der neue James Bond!

Bonus

Ein Making-of, das sowohl über die Hintergründe der Produktion als auch der wahren Geschichte berichtet.

Mit

Kit Harington, Peter Mullan, Mark Gatiss, Liv Tyler

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Fazit

Einmal mehr haben wir etwas, bei dem Teile der Musik so klingen, als hätte man sie 1:1 dem „Terminator“ entnommen. Davon abgesehen erleben wir einen interessanten Einblick in die Hintergründe einer Verschwörung, von der sich das (noch immer, aber wer weiß wie lange noch) Vereinigte Königreich noch immer nicht ganz erholt zu haben scheint, feiert man ihren Jahrestag doch alljährlich. Ab 11. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: Im Lauf der Zeit / Digital Remastered

Ein Mann fährt mit einem Umzugslaster kleine Kinos ab, um dort zu reparieren. Dabei begegnem ihm andere Menschen, die teils auch seine Reise begleiten…

Beschauliches Road Movie

Es ist gemächlich, es ist beschaulich, es ist zu lang. 168 Minuten sollten, ich werde es nicht müde, das zu wiederholen, durch eine epische Handlung gerechtfertigt werden. Hier ist dies, wie man sich denken kann, nicht der Fall und so überrascht es ein bisschen, dass sich im Bonusmaterial geschnittene Szenen finden. Wie dem auch sei, der Film ist zu lang für das, was er will und kann und macht und man hätte ihn problemlos auf eine seiner Geschichte angemessene Länge bringen können.

Das eine oder andere ist auch durchaus interessant, aber so richtig viel passieren tut eigentlich nicht. Man erfährt ein wenig über die beiden Protagonisten, aber ansonsten plätschert alles gemächlich vor sich hin.

Bonus

Ein Audiokommentar von Wim Wenders, in dem man einiges über die Entstehung des Films erfährt.

Mit

Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer, Rudolf Schündler, Marquard Bohm

Regie: Wim Wenders

Im Lauf des Fazits

In manchen Aspekten nicht uninteressant, aber schlicht zu lang für das, was er zu erzählen hat. Ab 10. Januar 2019 auf DVD und Blu-ray.