DVD: THE CIRCLE

Junges Mädchen bekommt Job in einer Firma namens „The Circle“, die die Welt verbindet, indem sie u.a. klitzekleine Kameras überall anbringt, denn Geheimnisse sorgen für Verbrechen und ohne sie wäre die Welt viel sicherer, was dazu führt, dass das Mädel selbst offen wird und die ganze Welt per Kamera an ihrem täglichen Leben teilnehmen lässt…

Was dies hätte sein sollen

Die Hauptfigur sagt an einer Stelle auf die Frage, was ihre größte Angst wäre: ungenutztes Potential. Diese Aussage umschreibt den Film sehr treffend. Die Grundidee ist gut und durchaus richtig, aber es hapert leider ein wenig an der Umsetzung. Wäre dies eine knackige Episode von „Black Mirror“, bei der das Thema durchdacht und auf die Spitze getrieben worden wäre, bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus, dann hätte das eine wunderbare Satire sein können und gleichzeitig ein fieser Thriller. Leider aber wird das Potential der Geschichte nicht ausgelebt und ausgekostet, so dass man zwar erkennen kann, was damit möglich gewesen wäre, aber ohne dies selbst zu erleben. Allein die Idee, seine persönliche Freiheit aufzugeben, indem man sein Leben allen öffnet und sie daran teilhaben lässt, böte so viel Möglichkeiten… schade!

Das zweite Problem ist Emma Watson – oder die Art, wie sie die Rolle spielt. Was es hier gebraucht hätte, wäre jemand, der unschuldig und/oder naiv wirkt, so dass man der Figur abnimmt, dass sie freigiebig ihre Freiheit aufgeben würde, ohne diese Entscheidung wirklich zu hinterfragen, weil sie das für eine gute Idee hält. Dafür wirkt Watson einfach zu intelligent, zu klug, zu wenig naiv – und dadurch funktioniert der ganze Film eigentlich nicht.

Briten sind die besseren Amerikaner

Tom Hanks ist zwar einer der amerikanischsten Amerikaner, die man sich so vorstellen kann, aber die meisten anderen aus der Besatzung stammen aus dem Vereinigten Königreich. Emma Watson ist durch die „Harry Potter“ Filme bekannt worden, da muss man wohl nicht mehr sagen. Karen Gillan, deren Figur weitgehend überflüssig ist, wurde durch „Doctor Who“ bekannt und hat es bis zu den „Guardians of the Galaxy“ gebracht. Und da ist John Boyega, dessen Figur hier genauso wenig und/oder sinnvoll genutzt ist wie jüngst in „Star Wars“es „letzten Jedi“… und eigentlich auch in „Detroit“. Was schade ist, da er ja spielen kann. Nicht aus England, aber auch aus einer großen Science Fiction Reihe, ist da noch Bill „das Spiel ist aus, Mann, das Spiel ist aus“ Paxton, der mit seiner Rolle aus „Aliens“ wohl unvergesslich bleiben wird. Dies hier dürfte eine seiner letzten Arbeiten sein, da er vor kurzem leider verstarb.

Bonus

Interviews mit den Beteiligten.

Mit

Emma Watson (Gabrielle Pietermann), Tom Hanks (Thomas Nero Wolff), John Boyega (Stefan Günther), Karen Gillan (Anja Stadlober), Bill Paxton (Stefan Gossler), Ellar Coltrane (Patrick Baehr), Patton Oswald (Hans Hohlbein), Glenne Headly (Sabine Falkenberg), Nate Corddry (Armin Schlagwein), Judy Reyes (Tanja Geke) – Regie und Drehbuch: James Ponsoldt

The Fazcle

Eine interessante Idee, die man leider nicht ihrem Potential angemessen ausgeschöpft hat. Ab 26. Januar 2018 auf DVD und Blu-ray.

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DVD: Rendezvous mit dem Leben – The Book of Love

Nach einem furchtbaren Ereignis in seinem Leben nimmt sich ein Architekt eines Mädchens auf der Straße an, das aus Sperrmüll ein Floß bauen will…

Verlust

Ein sehr eigenwilliger Film – aber dankenswerterweise nicht so vollkommen neben der Spur wie das Desaster „Collateral Beauty – Gefährliche Schönheit“ mit Will Smith, bei dem ihm seine „Freunde“ in den Wahnsinn treiben und als Verrückten dastehen lassen wollen, statt einfach mal anständig – und das ist hier das wesentliche Wort – mit ihm zu reden. Hier geht es auch um Verlust und den Umgang damit und all das ist eingebettet in eine merkwürdige Geschichte, die aber durchaus zum Tragen kommt und alles hängt auch irgendwie miteinander zusammen, aber nicht in einer gemeinen oder zerstörerischen Art und Weise. Trotzdem bleibt ein starkes Gefühl der Merkwürdigkeit, denn der Weg, der am Schluss gewählt wird, kann schwerlich als allgemeingültige Lösung für derlei Probleme angesehen werden.

Spieler

Eine sehr schöne und starke Rolle hat hier Jessica Biel. Sie ist so gut und in einer positiven Weise ihre Szenen dominierend, dass man sich wünscht, sie würde diese oder eine ähnliche Person öfter spielen, denn das würde in der Tat viel Freude bereiten. Ebenfalls ein Garant für starke, nun, noch nicht Frauen sondern Mädchen, ist Maisie Williams. Sie hat eine der stärksten Mädchenrollen der Fernsehgeschichte als Arya Stark in „Game of Thrones“; die sie brillant ausfüllt und beherrscht, so dass dort jede Szene mit ihr ein wahres Vergnügen ist. Hier nun tritt die Britin, dem Handlungsort New Orleans geschuldet, mir starkem örtlichen Akzent an, was zugegebenermaßen ein wenig befremdlich klingt. Ansonsten füllt sie aber einmal mehr eine Rolle hervorragend aus.

Bonus

Ein Making-of in dem man u.a. erfährt, dass es für die Umsetzung dieses Projektes einige Zeit gebraucht hat.

Mit

Jason Sudeikis (Peter Lontzek), Maisie Williams (Paulina Rümmelein), Jessica Biel (Gundi Eberhard), Orlando Jones (Erik Borner), Paul Reiser (Erich Räuker), Mary Steenburgen (Ingrid Metz-Neun)

Rendezvous mit dem Fazit

Ein eigenwilliger Umgang mit dem Thema Verlust, durchaus interessant, aber trotzdem irgendwie merkwürdig. Ab 26.1.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: The Book of Henry

11jähriges Genie, das mit seinem kleinen Bruder bei seiner Mutter lebt und deren Nachbarstochter misshandelt wird, kümmert sich um alles, bis plötzlich ein Tumor in sein Leben tritt – und er einen neuen Weg finden muss, sich um alles zu kümmern…

Intelligence Porn

So möchte ich das mal nennen – und ich mag es einfach, wenn Figuren in Filmen clever sind, auch, wenn es sich dabei um Kinder handelt. So ist es denn ein großes Vergnügen zu sehen, wie sich das Kind wie ein Erwachsener verhält – wie ein intelligenter Erwachsener, womit es seine Mutter weit in den Schatten stellt. Das macht einfach Spaß. In der zweiten Hälfte des Films verändert sich die Dynamik dann ein wenig. Hier gibt es ein sehr schönes Element, das aber leider nicht konsequent durchgezogen wird.

Die Grundhandlung des Films ist nicht schlecht, aber leider geht auf halber Strecke ein wenig was von der Energie verloren, was man natürlich dem Tumor zuschreiben muss. Dann gibt es einen leichten Durchhänger, bis das erwähnte Element eingeführt wird, doch davon hätte ein bisschen mehr der Sache gut getan. So hat man Durststrecken, die leider nicht so ganz aufgefangen werden.

Mutter und Kind

Regie bei diesem Film hatte Colin Trevorrow; ein Film, in dem eine Mutter sich mit einem intelligenten und fast schon übermächtigen Sohn auseinandersetzen muss – etwas, das in gewisser Weise wohl auch in Trevorrows „Star Wars“ Nummer 9 hätte passieren sollen. Doch dann verstarb traurigerweise Carrie Fisher und was nun aus der Geschichte werden wird, kann uns nur die Zukunft zeigen… aber nicht Colin Trevorrow, der den Film nun nicht mehr umsetzen wird.

Neben Jaeden Lieberher als Henry spielt auch der aus „Raum“ bekannte Jacob Tremblay mit – die beide großartig (und weit besser als Naomi Watts, mit der letzterer auch in dem Langweiler „Shut in“ zu sehen war) sind.

Bonus

Zwei Making-ofs, in denen man ein wenig über Hintergründe und Entstehung erfährt.

Mit

Jaeden Lieberher (Oliver Szerkus), Naomi Watts (Claudia Lössl), Dean Norris (Lutz Schnell), Philip Smreck (Matthias Klages), Lee Pace (Sascha Rotermund)

The Book of Fazit

Ein Film mit Höhen und Tiefen, gleichermaßen in der Handlung wie auch in der Umsetzung. Es gibt ein paar schöne Ideen, aber in der zweiten Hälfte wird das in vielerlei Weise „belebende“ Element leider nicht konsequent genug umgesetzt. Ab 25. Januar 2018 auf DVD und Blu-ray von Universal Pictures.

DVD: SWEET VIRGINIA

Eine kleine Stadt, ein dreifacher Mord, der Auftraggeber, der Killer und der Manager eines Motels…

Neo-Noir

So nennt man das wohl. Es geht nicht darum, herauszufinden, wer hinter dem Verbrechen steckt, denn das erfahren wir recht schnell. Eigentlich hätte darin die bessere Geschichte gesteckt, die man konsequent hätte verfolgen sollen, der Auftraggeber eines Mordes, der mehr und mehr feststellen muss, dass der Mord nicht zu dem führt, was er sich erhofft hat und dem nach und nach die Felle schwimmen gehen. Leider ist das nur am äußeren Rande enthalten. Auch erweist sich der Killer selbst am Ende als so clever, bei einer Schussverletzung ein weißes Hemd zu tragen – da muss man kein Chefchirurg sein, um sich ausrechnen zu können, wo das wohl hinführt.

Unterm Strich arbeitet der Film damit, Stimmungen aufzubauen, erwähntes neumodisches Düstere. Von den Bildern her gelingt ihm das bisweilen ganz gut, von der Spannung her dagegen weniger. Wer also einen stimmungsvollen Film sehen möchte, könnte hier – mit einem überraschend sympathischen aber für die Handlung kaum wichtigen Jon Bernthal – auf seine, ihre oder esse Kosten kommen, wer sich aber einen spannenden Thriller erhofft, bleibt eher auf der Strecke und wird am Straßenrand begraben.

Mit

Jon Bernthal (Martin Kautz), Christopher Abbott (Marios Gavrius), Rosemarie Dewitt (Katrin Decker), Imogen Poots (Shandra Schadt)

Salty Fazit

Stimmungsvoll aber spannungsarm. Ab 25.1.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: DAY OF THE DEAD: BLOODLINE

Oder eher

Day of the Dead: Bloodbath

Nach der Zombieapokalypse befindet sich eine Gruppe Überlebender zusammen mit Soldaten in einem Bunker. Doch dann finden sie einen Untoten, der nicht so ganz untot ist, wie er sein sollte…

Romero und Julia

Wie wir alle wissen, ist George A. Romero der Mensch (inzwischen verstorben, möglicherweise untot, wahrscheinlich eher tot), dem wir den Zombie verdanken, wie er heute ist. Denn bevor er zum Gehirn- und Gedärmefressenden Ungheuer mutierte, war der Zombie an sich eher jemand, der voodoomäßig unter dem Einfluss eines bösen Menschen stand. Romero änderte das alles und schuf mit „Night of the Living Dead“, „Dawn of the Dead“ und „Day of the Dead“ die drei Zombiefilme, für die er auf ewig von Zombies und denen, die es einmal werden wollen, auch über das Grab hinaus geliebt werden wird. Danach schuf er noch ein paar weitere, aber über die wollen wir dann mal den Mantel des Schweigens (in Zombiesprache: Kopfschuss) hüllen. Dieser Film nun spielt, wie Romeros „Tag der Toten“ in einer Militäreinrichtung, es gibt einen Doktor und einen Zombie, an dem er herumwerkelt, also durchaus Ähnlichkeiten mit dem Original, auch wenn in dem kurzen Making-of von einer Adaption des Stoffes gesprochen wird. Aber, um es mit den Worten des Zombie Shakespeare („Simpsons“-Zitat!) zu sagen:

Zombie or not Zombie

Es gibt bekanntlich zwei Arten von Zombies, schnelle und langsame. Tatsächlich waren letztere die ersteren – und irgendwie gab das dem Ganzen einen gewissen Reiz, dass diese menschenmordenden Dahingeschlichenen laaaaangsam waren wie Sau, aber trotzdem höllisch gefährlich. Da wir aber im Zeitalter von Youtube, Handys und Aufmerksamkeitspannen von 2 Sekunden leben, kommen lahmarschige Zombies natürlich nicht mehr in Frage. Diese hier sind also schnell, so schnell, dass ich in einem solchen Film gerne mal eine reine Zombie-Olympiade sehen würde – wäre doch eine nette Idee für „Shawn of the Dead 2“. Neu eingeführt wird aber die Variante des Pervert-Zombie, im Sinne von

Died hard With a Vengeance

Die macht irgendwie Sinn und ist der Dreh- und Angelpunkt des Films, auch wenn eine ähnliche Situation schon in „28 Months later“ vorkam, wenn ich mich recht erinnere, wenn auch nicht in dieser Ausgeprägtheit. Ist aber auf jeden Fall besser, als die „romantischen Zombies“ in „Warm Bodies“, ganz ehrlich, Leute, man kann nicht jedes herummordende Monster zu einem romantischen Liebhaber umstricken – auch wenn das dem „weißen Hai“ eine interessante Wendung geben würde… obwohl der Titel heutzutage ein wenig rassistisch klingt. Wie dem auch sei:

Fazit of the Dead

Orientiert sich grob an Romeros Film, versucht hier und da etwas neues, ist schweinebrutal (scheut sich dann aber davor, Titten zu zeigen, klarer Fall von üblicher amerikanischer Doppelmoral, die leider immer vor Doppel-D kommt), ist bisweilen recht spannend, von der Geschichte (die er tatsächlich hat) überraschend gut strukturiert (Dinge führen zu anderen Dingen) und dürfte Bluthunden genau das geben, was sie sehen wollen (außer Titten halt), also kurz ein solider Zombiefilm, der hinter Zombie-Kost wie den Wankenden Toten auch nicht zurückstehen muss. Ab 25.1.2018 auf DVD und Blu-ray.

Kino: Wunder

Junge mit deformiertem Gesicht muss nach Jahren der Heimschulung auf die Schule gehen, was natürlich schwierig ist, da Kinder, wie wir wissen, grausam und gemein gegen Menschen wie ihn sind…

Gut, Mensch

Es geht zu Herzen, es berührt, es ist auch befriedigend, aber am Ende schmerzen einem wegen all des Zuckers doch ein wenig die Zähne, denn letztlich sind hier zu viele zu gut – weswegen der Film eigentlich eher

Unglaubwürdig

oder

Schönreden

heißen sollte. Es ist ein Film, der alle Knöpfe kennt und drückt und auch wenn man weiß, was passieren wird, kommt man nicht umhin, mitzufühlen. Was man ihm hoch anrechnen muss. Bis auf der erwähnten Überfluss am Ende. Gespielt ist er hervorragend, was man ihm ebenfalls hoch anrechnen muss, denn die meisten Schauspieler sind Kinder, angeführt vom derart deformiert aufbereiteten Jacob Tremblay, dass man ihn eigentlich gar nicht erkennt, der bereits in „Raum“ gezeigt hat, was Kinderdarsteller leisten können. Die Erzählweise offeriert uns ein paar unterschiedliche Perspektiven, was auch nett ist, zumal einem seine Schwester eigentlich fast mehr leid tut als er selbst. So gesehen gute und gut gemachte Unterhaltung, die zum Glück aufs Abdriften in die Religiösität verzichtet und Kino für die ganze Familie bietet.

Mit

Julia Roberts, Owen Wilson, Jacob Tremblay, Mandy Patinkin

Fazit

Wohlfühlkino, bei dem man aber seine Zahnbürste nicht vergessen sollte, denn am Ende wird es süßer, als für alle Beteiligten gut ist. Ab 25. Januar 2018 im Kino.

DVD: Ein Fremder ohne Namen

Ein Fremder kommt in eine Stadt, wo er von der Bevölkerung angeheuert wird, um drei Ganoven, die bald dorthin zurückkommen sollen, kaltzumachen. Als Bezahlung dafür kann er in und mit der Stadt alles machen, was er will – was er auch tut…

Western mit Eastwood

Clint Eastwoods Figuren in Western sind nicht nur Männer mit wenig Namen, sondern auch mit wenig Worten, Das kann man auch in dieser Regiearbeit von ihm erleben – bei der man, besonders zu Beginn des Films, das starke Gefühl hat, dass er sich einiges von Sergio Leone und dem Italowestern abgeguckt hat. Mit Leone hat er mehrfach gearbeitet und wie bei ihm ist auch dieser Western schmutzig, ohne wirkliche Helden und am Anfang eher durch Bilder als durch Dialoge getragen. Irgendwie wirkt die Szene beim Barbier sogar wie eine Variante der Anfangssequenz von „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Die Handlung selbst ist ein wenig schwierig. Bis zu einem gewissen Punkt. Wie gesagt, in Leones Spaghettiwestern gibt es kein Gut und Böse, sondern eher Grauzonen – hier nun gibt es, wie sich im Laufe des Films herausstellt, eher Schwarzzonen. Und der Umgang mit Frauen entspricht zwar dem Hollywoodstandard, der in den letzten Monaten öffentlich gemacht wurde, aber gerade das ist ja nichts, auf das man stolz sein könnte. Das ist auch der einzige Punkt, der am Ende nicht wirklich gerechtfertigt wird, während alles weitere, mit dem man während des Films ein wenig Probleme hat, durch eine schöne Schlusspointe eigentlich rehabilitiert und damit überraschend sinnvoll wird. Ein sehr gutes Ende, das den Film eine fast schon serlingsche Wendung verleiht.

Stimmen die nicht stimmen

Clinst Eastwood ist in Deutschland eigentlich am bekanntesten mit der Stimme von Klaus Kindler – doch es gibt einige Ausnahmen, in denen es der Münchner Schauspieler nicht war. So wurde Eastwood z.B. in „Zwei glorreiche Halunken“ von Gerd Günther Hoffmann gesprochen, der deutschen Stimme von Sean Connery, Paul Newman, Michel Piccoli, Rock Hudson und William Shatner. Auch im ersten „Dirty Harry“ kam nicht Kindler zum Zuge, sondern Rolf Schult, der auch für Robert Redford, Donald Sutherland und Patrick Stewart zu hören war. Hier nun ist es, wie in einigen anderen Filmen, z.B. „Im Auftrag des Drachen“ und „Coogans großer Bluff“, Michael Cramer, der sich zwischen 1968 und 1973 für Eastwood mit Rolf Schult abwechselte, bevor sich dann ab 1974 Klaus Kindler durchsetzen konnte, der ihn bis zum Jahr 2000 durchgehend sprach. Cramer macht seine Sache zwar recht gut, aber bei Eastwood möchte man einfach Kindler hören – auch wenn er nie viel zu sagen bekommt.

Ein Fremder ohne Namen (1972)

Clint Eastwood (Michael Cramer), Scott Walker (Wolfgang Condrus), Geoffrey Lewis (Wolfgang Draeger), Billy Curtis (Gerd Duwner) – Regie: Clint Eastwood

Ein Fazit ohne Namen

Ein amerikanischer Spaghettiwestern von und mit Clint Eastwood, der sein merkwürdiges Verhalten durch eine nette Schlusspointe wieder ausbügelt. Ab 19.1.2018 auf DVD und im Mediabook mit Blu-ray.