Heimkino: KILLJOYS – STAFFEL 5

Die Kopfgeldjäger auf Abwegen… befinden sich wieder auf Abwegen. Bis man sich wieder zusammengefunden hat, geht es um nichts Geringeres, als die Übernahme durch eine mächtige Außerirdische zu verhindern…

Handlungsbögen

Die Staffel bietet viele schöne Episoden, eine Menge Abenteuer, aber auch einen durchgehenden Handlungsbogen. Ähnlich wie bei „The Expanse“ geht es nicht um die hohe Kommandoebene, sondern um „einfachere“ Leute, teils in einer schutzigen Welt – und dennoch oder vielleicht genau deshalb ist es an ihnen, die Menschen vor einer großen Gefahr zu retten. Mehr und mehr entwickeln sich Handlung und Geschichte weiter, was eine schöne Sache ist, aber auch zu einer anderen Schlussfolgerung führt: Die Serie, oder der Zuschauer, je nachdem, profitiert definitiv davon, wenn man sie am Stück schaut, und damit ist nicht nur die jeweilige Staffel gemeint, sondern jetzt, wo alle 5 da sind und damit die komplette Serie vorliegt, wirklich alles, vom Anfang bis zum Ende. Ansonsten kann es nämlich sein, dass Fragen zu gewissen Dingen aufkommen, weil man sich nicht mehr so genau erinnern kann, was der, die oder das gewesen ist. Durch eine komprimierte Rezeption sollte sich aber die gesamte Handlung bestens entfalten, also nicht in kleinen Dosen nach dem Essen einehmen, sondern so durchgehend wie möglich verabreichen.

Sprich

Die Serie lebt von schnellen und witzigen Dialogen, guten Darstellern, aber auch hübschen Ideen. Das macht auf mehreren Ebenen Spaß und kann sich sowohl hören als auch sehen lassen. Science Fiction Action mit dem Herz am rechten Fleck.

Mit

Hannah John-Kamen (Marieke Oeffinger), Aaron Ashmore (Dominik Auer), Luke Macfarlane (Tommy Morgenstern), Tamsen McDonough (Dana Friedrich), Rob Stewart (Bernd Vollbrecht), Thom Allison (Henning Nöhren), Sean Baek (Rainer Fritzsche)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Fazjoys

Die abschließende Staffel mit den „Spaßbremsen“ macht auch wieder Spaß. Ein guter Abschluss – und die Möglichkeit, gleich nochmal von vorne anzufangen. Ab 29. Mai 2020 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: Bombshell – Das Ende des Schweigens

In der fernen Vergangenheit des Jahres 2016… Amerikanische Fox-Moderatorin legt sich ein wenig mit Präsidentschaftskandidat Donald Trump an und eine Weile unterstützt sie ihr Chef, doch irgendwann wendet sich das Blatt, und zwar gegen ihn…

Wahre Geschichte

Oder auch

#metoo, Part One

Wenn man sich diesen Film ansieht, kann man eigentlich nur hoffen, dass ein weiterer, in dem dann vielleicht einer der Weinstein-Brüder eine prominente Rolle spielen wird, nicht mehr lange auf sich warten lässt, hmm, wäre das nicht was für Geschichtsverdreher Quentin Tarantino, der sich in Pippi Langstrumpfscher Manier die Welt und Filmwelt so macht, wie die wie die wie sie ihm gefällt?! Zumal er hier möglicherweise Insiderwissen haben könnte… doch wir wollen uns zu keinen Spekulationen hinreißen lassen und natürlich beißt man nicht die Hand, die einen jahrzehntelang gefüttert hat… auch wenn genau das in diesem Film geschieht. Denn es geht um sexuelle Belästigung, das Ausleben und Ausnutzen von Machtpositionen, eben all das, was in einigen Bereichen unserer Wirklichkeit harsche Realität ist. Charlize Theron und John Lithgow sind dabei kaum wiederzuerkennen, weil man sie durch eine tolle Maske den Personen nähergebracht hat, die sie hier verkörpern – und Kate McKinnon scheint das erste Mal in ihrer Karriere einen echten Menschen zu spielen und keine Karikatur eines oder einer solchen. Insofern ist das Ganze schonmal in vielerlei Hinsicht sehenswert.

#nichtganzsicher

Eine Kleinigkeit wäre da allerdings… Klare Linien sind immer eine schöne Sache und es gäbe hier einen Aspekt, zu dem ich gerne eine stärkere Aussage gehabt hätte. Es wird gezeigt, dass die entsprechende Person sich manchen aber nicht allen Frauen gegenüber in nicht adäquater Weise verhalten hat, um das mal ganz höflich zu formulieren. Bei all dieser Widerwärtigkeit gibt es aber immernoch den Punkt, dass es eben auch Leute gibt, die derlei Dinge mitmachen, um Karriere zu machen. Letztlich wäre ein solcher Fall ein bisschen etwas, bei dem man sagen könnte: Ich muss mich darauf nicht einlassen, ich mache vielleicht keine Karriere, wenn ich es nicht tue, aber ich erleide keinen wirklichen Schaden. Wer also trotzdem dabei mitspielt, aus Gründen der eigenen Karriere… verliert der dann nicht dadurch das Recht, sich später darüber zu beklagen? Nun, ein Thema, vielleicht für einen anderen Film…

Bonus

Making-ofs, die einiges über Hintergründe, Produktion, Gedanken und die Schauspieler vermitteln.

Mit

Charlize Theron (Bianca Krahl), Margot Robbie (Anne Helm), Nicole Kidman (Petra Barthel), John Lithgow (Bodo Wolf), Kate McKinnon (Kathrin Fröhlich), Richard Kind (Lothar Hinze), Stephen Root (Tobias Lelle), Allison Janney (Ulrike Möckel), Malcolm McDowell (Wolfgang Condrus), Alice Eve (Marieke Oeffinger), Connie Britton (Melanie Pukaß), Mark Duplass (Gerrit Hamann), Ronald Reagan (Ekkehardt Belle), Donald Trump (Lutz Riedel)

Regie: Jay Roach

#fazit

Guter Film zu schlechtem Verhalten. Ab 4. Juni 2020 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: MEIN ENDE. DEIN ANFANG

Junge Frau mit totem Freund trifft jungen Mann mit kranker Tochter…

Ich bin verwirrt

Im Prinzip verstehe ich durchaus, wo der Film hinwill, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob das so funktioniert. Da muss man zugeben, wäre ein zweites Schauen vielleicht hilfreich, um zu schauen, ob das Ganze Sinn ergibt… oder ob die zugrunde liegende Erklärung der Regisseurin der einzige Ansatzpunkt ist, mit dem man arbeiten kann. Was der Film nämlich tut, ist, zwischen den Zeiten hin und her zu springen. Das ist prinzipiell kein Problem und für jemanden, der sich ausgiebig mit Zeitreise und deren Mechaniken beschäftigt hat, durchaus nachvollziehbar. Zumindest nach dem ersten Schauen hat man allerdings das Gefühl, dass, um es mal so zu nennen, Dinge zu den falschen Zeiten passieren. Zusammenkünfte, die zeitlich an diesem Punkt keinen Sinn ergeben. Wie gesagt, prinzipiell eine schöne Sache, wenn dann am Ende alles zueinanderfindet, ineinander greift und dadurch zu einer runden, sinnvollen Sache wird, aber Zeit verläuft dann eher linear, selbst wenn sie nicht so erzählt wird, hier jedoch mag das anders sein… was uns zum

Bonusmaterial

führt. In dem Making-of spricht Regisseurin Mariko Minoguchi von Quantenphysik und dass die alles auf den Kopf stellt und sowas… was sie in diesem Film auch umsetzen wollte? Was bedeuten könnte, wenn es, wie gesagt, vom Standpunkt des Zeitreisetheoretikers, wo alles hübsch seinen Platz im Ablauf hat, keinerlei Sinn ergibt, wird das dadurch gerechtfertigt, dass die Quantenphysik macht, was sie will und Dinge dadurch auch zu anderen Zeitpunkten stattfinden können? Ich weiß es nicht. Ich persönlich wäre durchaus der Ansicht, dass man das Ganze durchaus logischer konzipiert hätte umsetzen können, mit dem exakt gleichen Endergebnis, nur ohne am Ende komplett verwirrt zu sein, ob das denn nun alles Sinn ergibt und wer hier die weniger gute Arbeit geleistet hat, die Autorin und Regisseurin in ihrem Buch oder der Zuschauer in seinem Kopf? Das… muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mit

Saskia Rosendahl, Edin Hasanovic, Julius Feldmeier, Emanuela von Frankenberg, Hanns Zischler

Regie: Mariko Minoguchi

Dein Ende, mein Fazit

Im Prinzip eine schöne Sache, bei der eine Geschichte in verschiedenen Zeitebenen erzählt wird und am Ende zu einem Ergebnis kommt, in seiner Art aber ein bis acht Spuren zu verwirrend und unübersichtlich gemacht, dass man hinterher möglicherweise nicht ohne eine gewisse Verwirrung zurück bleibt. Insofern am Schluss leider nicht ganz so befriedigend, wie es hätte sein können. Ab 4. Juni 2020 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: The Good Fight – Season 3

Der gute Kampf geht in die dritte Runde

Das Leben in einer Chicagoer Anwaltsfirma ist nicht immer leicht, besonders, wenn gleichermaßen Vergangenheit wie Gegenwart mit Problemen aufwarten…

#goodfight

Eines der drei Hauptthemen in dieser Staffel ist sexueller Missbrauch, ebenso aktuell wie ekelhaft. Beides könnte man auch auf Thema Nummer 2 anwenden, den amerikanischen Präsidenten, denn seit Bestehen dieser Serie hat sie gezeigt, wie sie zu Mr. Donald Duck, äh, Trump steht und macht auch diesmal kein Hehl daraus. Das dritte Gebiet ist dann die Hautfarbe und die sich selbst gestellte Frage, ob man denn wirklich so divers ist, wie man es gerne hätte. Wie üblich wird Figuren gekündigt und sie dadurch gezwungen, gegen ihre alte Firma zu arbeiten, etwas, das es seit den ersten Tagen von „The Good Wife“ als Element geben dürfte. Allerdings wird es hier auch ein wenig schmutzig, denn jeder scheint so langsam jeden zu hintergehen… also ein ganz gewöhnlicher Tag in einer Anwaltspraxis, oder?

Politisch, praktisch, gut

Tatsächlich ist die Serie so politisch, dass die Fälle vor Gericht letztlich eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wobei sie diesmal in einem anderen Aspekt eine Spur verrückter wird als sonst, was die Sache auflockert und großen Spaß macht, denn dies ist in gewisser Weise die Musical Staffel. Es beginnt mit „Good Fight Shorts“, in denen in einem Lied wichtige Sachverhalte erklärt werden und zieht sich auch in anderen Formen durch alle Folgen. Die Musik stammt auch dieses Mal wieder von David Buckley, hier und da klingt es aber fast so, als habe Cristobal Tapier de Veer den Taktstock übernommen – oder Buckley zumindest inspiriert – denn teils erinnert der Sound auf eine wunderbare Weise an die herrlich schrägen und unverwechselbaren Arbeiten de Veers für die Serie „Utopia“ oder den Film „The Girl with all the Gifts“, was dann auch wieder den schrägen Eindruck dieser Staffel lautmalerisch unterstreicht.

Brilliant, phantastisch!

Wäre das, wie man Staffel 3 in Kürze zusammenfassen könnte. Es gibt eine Handvoll Serien, die es schaffen, ihren hohen Standard Staffel für Staffel beizubehalten und nicht zu enttäuschen. Neben „Orange is the new black“ haben wir hier ebenfalls eine sehr frauenzentrische und diverse Serie, die großartig anfing und bisher auch blieb. Was in diesem Jahr allerdings nicht passiert, ist das Zurückholen farbenfroher Gastcharaktere. Der sehr zwielichtige Dylan Baker fehlt, ebenso wie die herrlich entrückte Carrie Preston, die hier, möchte man meinen, von einer ein wenig an ihr orientierten Cheryl Hines ersetzt wird. Man muss der Mutterserie „The Good Wife“ hoch anrechnen, dass sie nicht nur den schwer erkrankten Michael J. Fox mit einer Rolle versorgt hat, sondern dass es eine war, in der nicht das Mitleid für Behinderte geschürt wird, sondern in der er ein solcher Mistkerl ist, dass er seine Krankheit als Waffe einsetzt. Er hätte hier auch gut gepasst, doch hat man stattdessen einen anderen grandiosen Schauspieler auf den Plan gerufen: Michael Sheen. Der sieht hier so aus und wirkt auch genauso verrückt wie Maximilian Schell als Dr. Hans Reinhardt in „Das schwarze Loch“, also beim Remake bitte ihn besetzen. Ein wahres Vergnügen… wenn man nicht persönlich mit ihm zu tun hat!

Mit

Christine Baranski (Liane Rudolph), Rose Leslie (Maximiliane Häcke), Cush Jumbo (Anne Düe), Sarah Steele (Nadine Zaddam), Delroy Lindo (Oliver Stritzel), Nyambi Nyambi (Alexander Doerung), Michael Boatman (Claudio Maniscalco), Audra McDonald (Claudia Urbschat-Mingues), Gary Cole (Joachim Tennstedt), Daniel Davis (Michael Tietz), Alan Alda (Fred Maire), Cheryl Hines (Daniela Hoffmann), Richard Kind (Michael Pan), Kurt Fuller (Bernd Rumpf), John Glover (K. Dieter Klebsch) und Michael Sheen (Markus Off)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

The Very Great Fazit

Rassistische Machos, die Trump wählen (würden), müssten diese Serie hassen – wer auf einer anderen Seite steht, dem könnte sie dagegen ausgezeichnet gefallen! Ab 4. Juni 2020 auf DVD.

Heimkino: PERFECT LIFE – Staffel 1

Drei Schwestern, tausend Probleme! Zum Beispiel das überraschende Ende einer Beziehung, ein bisschen zuviel Drogen und eine ungewollte Schwangerschaft…

Frischer Wind aus Spanien

Was in einer amerikanischen Serie wahrscheinlich mit Glacéhandschuhen angepackt werden würde, wo man sich den Anschein geben würde, so total offen und wild zu sein und Koventionen zu brechen und so, und wo doch alles verklemmt und amerikanisch wirken würde, da weht hier ein herrlich frischer Wind aus Spanien, wo man tatsächlich nicht nur offen für gewisse Themen ist, sondern auch so damit umgeht. Über Sex wird nicht nur gesprochen, er wird auch gezeigt – nicht wirklich explizit, aber doch eindeutig und offen. Aber man geht sogar noch ein paar Schritte weiter:

Konfusion und Inklusion

Nicht nur, dass die drei Hauptpersonen der Serie Frauen sind, die Sex haben, eine davon lesbisch, die vierte wichtige Figur ist behindert. Und damit wird so offen umgegangen wie mit allem anderen und weder verkrampft noch verklemmt. Was ungemein angenehm ist und überdies auch eine Menge Spaß macht. UND: Das Ganze ist noch nichtmal beleidigend politisch unkorrekt oder peinlich politisch korrekt, um ja niemandem auf die Füße zu treten, oder in den Rollstuhl zu fahren, um es mal dem Thema angemessen zu formulieren, sondern, Trommelwirbel, schlicht normal! Herrlich! Erfrischend. Menschlich. Nebenbei entwickelt sich die Handlung über die acht Episoden dieser ersten Staffel weiter, so dass auch die Sinne von modernen Fernsehern (also Publikum, nicht Geräten!) angesprochen werden, selbst wenn das bei lustigen Serien sonst eher selten der Fall ist.

OT: Vida perfecta

Leticia Dolera (Kaya Marie Möller), Celia Freijeiro (Marie Bierstedt), Aixa Villagrán (Ranja Bonalana), Enric Auquer (Nico Mamone), Font García (Gerrit Schmidt-Foß), Manuel Burque (Michael Deffert)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Fazit

Erfrischend, offen, gut! Ab 29. Mai 2020 auf DVD.

Heimkino: GIGANTES – Season 2

Für viele Menschen beginnt eine schwierige Zeit, wenn der Arbeitsvertrag beendet wird – das gilt auch, wenn der Arbeitgeber die Mafia war…

Hasta la vista, Mafia

Denn hier geht es nicht um die italienische Verbrecherorganisation, falls das denn heutzutage überhaupt noch der politisch korrekte Begriff ist, sondern um ihre Franchisenehmer in Spanien. Angenehmer macht es das auch nicht, denn Mord und Totschlag gehören halt zum Geschäftsmodell. Wir schließen ziemlich nahtlos an die erste Staffel an und die Geschichte wird weitergeführt. Auch diesmal gilt: Wer die Mafia gerne romantisiert und darin eine Gruppe cooler Typen sieht, die eben auch mal jemanden umnieten müssen, weils das Tagesgeschäft halt erfordert, nichts persönliches und so, aber eigentlich ganz alle für nette Leute hält, der wird hier gegen eine Wand laufen, denn so richtig sympathisch ist eigentlich keiner und Freude an der Arbeit sieht auch anders aus.

Harsch

Es geht hart – und unangenehm – zur Sache. Das tut weh, den Figuren, aber auch, wenn auch auf eine etwas andere Weise, dem Zuschauer. Was wiederum gut ist, da es halt wahrscheinlich ein realistisches Bild von der Mafia zeichnet, der man sich wirklich nur dann anschließen sollte, wenn man schwierige, sonst eher nicht auslebbare Neigungen zur Gewalt hat… oder wenn einen das Arbeitsamt dahin vermitelt, natürlich. Dass die Polizei aber auch nicht so richtig viel besser wegkommt, macht die Sache dann auch nicht besser.

Mit

Isak Férriz (Christoph Banken), Daniel Grao (Bernd Vollbrecht), Nene (Florian Clyde)

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Don Fazito

Ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann – und eine Serie, die man sich anschauen kann. Das Leben nach der Mafia… ist nicht viel weniger unangenehm als das, in ihr. Hier kann man sehen, was man verpasst. Ab 22. Mai 2020 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: DIESE 10 DINGE TUN WIR BEVOR WIR UNS TRENNEN

Mutter von zwei Kindern hat One-night-stand, bei dem man sich näher kommt, indem man sich Dinge ausdenkt, die man vor dem Ende einer Beziehung miteinander unternehmen sollte. Dann wird sie schwanger und aus der Theorie könnte Praxis werden…

UnRomCom

Wenn ein Mann und eine Frau sich treffen, dann ist das meist in einer Romantischen Komödie, in der die Liebe eine genausogroße Rolle spielt, wie das eine große Problem, das irgendwann auftaucht und vor dem Finale aus der Welt geschafft werden muss, damit am Schluss alles gut wird und sie glücklich und zufrieden bis an ihr seliges Ende leben können, denn, machen wir uns nichts vor, RomComs sind moderne Märchen, nur mir weniger Sex und Gewalt (schlagt es nach Leute, die Grimmschen Märchen sind brutaler als man denkt). Was aber Märchen meist nicht sind, ist die Wirklichkeit – und da kommt dieser Film an den Start. Bei dem geht es nämlich nicht so romantisch zu, wie… ironischerweise im Film. Er ist die Gegenthese zu diesem Genre, keine Parodie, aber eine Art realistischer Ansatz… der natürlich in dem Punkt scheitert, dass das wahre Leben in den seltensten Fällen so schöne Dialoge schreibt. Die sind nämlich nett, auf den Punkt und machen Spaß, wenn auch alles auf eine zurückhaltende, aber unterhaltsame Weise.

Reha Li tät

Was passiert, wenns passiert? Gut, in Zeiten von Corona natürlich keine Gefahr, weil: Kontaktverbot, da wird ungewolltes Schwängern schwierig. Hier werden mehrere Möglichkeiten, wie man mit der Situation umgehen kann, durchgespielt. Auch das ist nicht unrealistisch. Statt der großen Liebe versucht man es erstmal mit der kleinen, steht zu dem, was auf einen zukommt und versucht, eine Situation zu schaffen, in der aus einem Unfall eine Familie wird. Ob das funktioniert… muss jeder selbst herausfinden. Also hier im Film, nicht in der Wirklichkeit!

OT: 10 Things We Should Do Before We Break

Christina Ricci (Lisa Marie Becker), Hamish Linklater (Dirk Talaga), Mia Sinclair Jenness (Jada Zech), Brady Jenness (Liam Brenn), Lindsey Broad (Anika Lehmann), Jon Abrahms (Florian Kleine), Katia Winter (Nell Pietrzyk), Scott Adsit (Sven Brieger)

Regie: Galt Niederhoffer

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Diese 10 Fazits…

Unromantische Komödie mit netten Dialogen, guten Darstellern und mehr Realismus, als manche Zuschauer vielleicht ertragen werden. Ab 8. Mai 2020 auf DVD und Blu-ray.