Neu im Kino: Best Exotic Marigold Hotel 2

Alte Menschen, die sich nach Indien in ein Hotel zurückziehen, um dort zu sterben…

Nein!

Denn das war Teil 1… so mehr oder weniger. Die Protagonisten aus dem ersten Teil sind nun erwachsen geworden…

Nein!

Nein, sie waren schon im ersten Teil alt, sehr alt, und es sind nicht alle gestorben, denn sonst hätten wir jetzt keine Fortsetzung. Oder eine völlig andersartige! Genau genommen beweisen sie, dass man auch mit alten Menschen amüsante Filme machen kann – aber das wird die Jugend wahrscheinlich trotzdem nicht sonderlich interessieren. Im ersten Teil kam man nach Indien, um dem Lebensabend (oder -ende) entgegenzusehen, doch es entsponnen sich neue Beziehungen zwischen alten Leuten und das ganze war witzig und charmant. Hier wird die Handlung (mit den Überlebenden) fortgeführt und das ist ebenfalls witzig und charmant. Beziehungen werden ausgebaut, ebenso wie das „Best Marigold“-Franchise. Denn darum geht es, ein zweites Hotel soll erworben werden und nun werden Investoren gesucht. Eine Art Hotelkritiker spielt auch eine Rolle dabei, und ein Konkurrent, und eine Hochzeit. Und Maggie Smith!

Alte Leute

Das schöne an Filmen, in denen alte Leute die Hauptrollen spielen, ist, dass man wahrscheinlich eine Menge guter Darsteller zu sehen bekommt – und Richard Gere. Aber der fällt hier nicht negativ auf. Dev Patel, seit „Slumdog Millionär“ als junger Inder schwer ersetzbar, macht seine Sache gut wie üblich, ebenso Ex-„M“ Judy Dench und „Harriett Jones, PM“ Penelopé Wilton (aus „Doctor Who“). Ebenfalls ein sicherer Garant für schönes Spiel ist natürlich Bill Nighy, dessen Auftritt in „Tatsächlich…Liebe“ (auf deutsch perfekt verkörpert von Frank Glaubrecht) jedoch auch für ihn selbst unerreicht bleiben dürfte. Höhepunkt fast eines jeden Filmes der letzten Jahre ist und bleibt jedoch Maggie Smith. Man scheint ihr mit der gleichen Freude wunderbare Texte zu schreiben, mit der sie sie spielt. Und so entwickeln sich alle Szenen, in denen sie auftritt, zu kleinen Höhepunkten des Films – und man wünscht sich und ihr, dass ihre Karriere mit derartigen Rollen noch möglichst lange weitergehen möge!

Best Fazit Merigold Hotel

Hin und wieder sind deutsche Titel denen des Original überlegen, hier ist das nicht der Fall. Denn im Original heißt der Film angenehmerweise „The Second Best Exotic Marigold Hotel“, was man nicht nur als „das zweite beste“ sondern auch als „das zweitbeste“ Hotel verstehen kann, und damit Film, und damit Fortsetzung, und überhaupt. Natürlich, welche Überraschung, ist der erste Teil wahrscheinlich schöner und besser und Junge, was war Judy Dench vor drei Jahren noch sexy. Aber vielleicht auch nicht. Spielt es eine Rolle? Nein. Denn der Film bietet eine schöne Handlung, Schauspieler, die diesen Namen auch verdienen und die eine oder andere Überraschung, die einen die Handwerkskunst auch des Drehbuchs am Ende anerkennen lassen. Auf jeden Fall sehenswert, ein guter, schöner Film, der am Ende sogar ein paar Explosionen bietet… aber das ist nur das Feuerwerk, also werden jüngere Zuschauer wohl eher weniger auf ihre Kosten kommen. Andere aber schon – und zwar ab dem 2. April 2015 im Kino.

Neu auf DVD: Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones

Polizist im Ruhestand sucht zwei Mörder, die gerne Frauen entführen und zerstückeln…

Ein Spaziergang zwischen den Grabsteinen

Das ist ein harter Krimi mit einem starken Hauch Psychothriller. Beim furiosen Auftakt hat man das Gefühl, das wäre ein „Dirty Harry“ Film, doch hier zeigt man uns nur den Hintergrund der Hauptfigur, der dazu geführt hat, dass sie später das tun wird, was sie tun wird. Danach wandelt sich das ganze eher in einen düsteren Krimi, in dem der Detektiv ermittelt und den Mördern nach und nach auf die Spur kommt. Ebenfalls eingeflochten in diese Geschichte ist ein Junge, doch der ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil der Auflösung. Und die Bösen sind wirklich… fies!

I Am Neeson

Wir erinnern uns an den Anfang von Liam Neesons Karriere. Nach „Darkman“ spielte er zunächst jede Menge historische Persönlichkeiten wie Rob Roy, Michael Collins, Oscar Schindler und Qui-Gon Jinn. Doch dann kam ein Film der ihn zu einer neuen Ikone des Actionfilms machte: „Battleship“. Quatsch: „Taken“! Die Tochter entführt, macht er sich im Alleingang auf die Jagd nach den Entführern und lässt dabei keine von Jack Bauers Foltermethoden aus. Der Film ist hart, macht aber irgendwie Spaß – was man von den Fortsetzungen wohl nicht unbedingt behaupten kann. Nichtsdestotrotz wurde hier ein neuer Grundstein für das Actionkino gelegt, für knallharte Filme, bei denen über viele Leichen gegangen wird. Wer einen solchen Film von „Ruhet in Frieden“ erwartet, der dürfte möglicherweise ein wenig enttäuscht werden. Denn der ist zwar hart und brutal, aber die meiste Zeit ist er eben kein Actionreißer, sondern ein ruhiger, dunkler Krimi, bei dem wir die Arbeit eines Ermittlers mitverfolgen. Das ist auch spannend, aber eben anders.

Bonus Among the Tombstones

Im Zusatzmaterial nötigt man Liam Neeson, etwas positives über Babelsberg zu sagen. Abgesehen davon bekommt man in Interviews und Making of einen guten Eindruck von der Entstehung des Films und den Personen, um die er sich dreht.

Ruhet in Fazit

Knallhart, düster, gut. Spannender Krimi, der stimmig umgesetzt ist, eine gute Musik hat, gut inszeniert ist und von guten Darstellern getragen wird. Nur die Überlebensrate ist mal wieder sehr gering… Ab 27. März 2015 auf DVD und Blu-ray… oder einem Friedhof Ihrer Wahl!

Neu auf DVD: Nightcrawler

Beim ersten Gucken hatte mich der Film, wie man meiner damaligen Kritik ansehen kann, ja nicht so begeistert, aber dann habe ich dieses interessante Q&A von Jeff Goldsmith mit Autor und Regisseur Dan Gilroy gehört und das hat mich dazu gebracht, dem Film eine zweite Chance zu geben.

Nightwatcher

Für gewöhnlich ist meine Vorgehensweise folgende: Ich sehe mir einen Film weitestgehend unbelastet an. Soll heißen: Ich informiere mich im Vorfeld so wenig wie möglich darüber. Ein Film sollte nämlich für sich selbst sprechen können, ohne dass man vorher etwas über ihn wissen muss – was bedeutet, dass ich mit „Under the Skin“ überhaupt nicht klargekommen bin. Da sollten Sie sich vorher ein wenig schlau machen, worum es wohl gehen soll, denn der Film vermittelt es Ihnen nicht!

Bei „Nightcrawler“ hat sich dann herausgestellt, dass diese unvorbelastete Herangehensweise durchaus auch ihre Nachteile haben kann. So, wie ich den Film damals gesehen habe, empfand ich ihn als wenig homogen, nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Krimi, nicht Mediensatire, sondern irgendwie mit Elementen von beiden, ohne eins davon aber so richtig konsequent zu verfolgen. Das hat mich irgendwie wenig begeistert. Doch dann sagte Dan Gilroy, wie er seinen Film sieht, und zwar als

Eine Erfolgsgeschichte!“

Soziopath Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) sucht ein Gebiet, auf dem er gut sein kann und will – und findet es zufällig des Nachts in einem Unfall. Oder vielmehr in einem Kameramann (Bill Paxton), der diesen Unfall filmt, um damit Geld zu verdienen. Bloom erkennt seine Bestimmung in diesem Bereich der „Unterhaltung“ und beginnt selbst, durch die Nacht zu fahren und Katastrophen zu filmen… wie man sich denken kann, mit unangenehmen Folgen.

So gesehen…

ergibt das ganze plötzlich mehr Sinn. Die Welt, in die sich die Hauptfigur begibt, ist nicht das, worum es geht, es geht nicht darum, diese Welt zu zeigen und abzubilden, sie ist nur Mittel zum Zweck, um die Geschichte Blooms zu zeigen, die Wege und Abwege, die er einschlägt. Der Fokus liegt auf der Person, nicht seinem Arbeitsfeld – und damit funktioniert der Film für mich plötzlich. Aus einer unhomogenen Geschichte wird nun ein spannendes Portrait, bei dem alle Entscheidungen durch die Hauptfigur gerechtfertigt sind.

Bonuscrawler

Das nur fünfminütige Making-of gibt einem fast alle Informationen, die man wissen wollte – und erfüllt damit seinen Zweck extrem gut, sollte aber am besten erst nach dem Film gesehen werden. Dann gibt es noch einen Audiokommentar, in dem nicht weniger als drei Gilroys zu Wort kommen. Der ist ebenfalls sehr informativ, aber auch sehr unterhaltsam und beantwortet eigentlich alle Fragen, die man in Bezug auf Geschichte und Produktion des Films gehabt hat. Alles in allem ausgesprochen effektives Bonusmaterial!

Nightfazit

Wenn man mit der richtigen Voreinstellung an den Film herangeht, bietet er eine spannende Geschichte und das interessante Portrait eines Soziopathen auf dem Weg nach oben. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Medienkritik, ein bisschen krank: Ein Psycho auf der Erfolgsleiter, gut geschrieben, gut gespielt, gut gefilmt. Sehr sehenswert, wenn man weiß, worauf man sich da einlässt. Ab 26. März 2015 auf DVD und Blu-ray.

Neu auf DVD: Am Sonntag bist du tot

Einer meiner Lieblingsfilme des letzten Jahres – jetzt auf DVD! Wer also meinen ersten Eindruck nachlesen möchte, kann das tun. Mein zweiter unterscheidet sich aber nicht groß vom ersten – nur, dass ich Kenner von deutschen Synchronstimmen davon abraten würde, den Film beim ersten Mal auf deutsch zu sehen, denn dann könnte man schneller darauf kommen, wer der Täter ist.

Handlung

Priester erfährt in Beichte, dass er am kommenden Sonntag für die Schandtaten anderer Priester getötet werden soll. Ihm ist klar, wer der Täter sein wird, dem Zuschauer aber hoffentlich nicht. Jeder im Dorf könnte es sein, jeder in einem Dorf voller schillernder und nicht austauschbarer Charaktere. Eine Woche liegt vor ihm – aber wird er sie nutzen können, um den Mörder von seiner Tat abzubringen?

Urteil

Ein guter Film. Deutlich kirchenkritisch, besonders, was den Umgang mit sexuellen Missbrauch angeht. Irgendwie sehr irisch – aber nicht unbedingt die düstere Version von „Father Ted“. Keine Komödie, eher eine Tragödie mit bitterem Humor. Getragen von einem guten Buch und guten Darstellern. Nicht unbedingt etwas für eingefleischte Katholiken – oder gerade, damit sie mal sehen, dass es auch eine dunkle Seite der Kirche gibt, die man gerne unter den Teppich kehrt. Vielleicht nicht so leichtfüßig wie „The Guard“, aber auf jeden Fall sehenswert – womit nicht nur die malerisch-raue Küste gemeint ist, die als Drehort herhalten musste.

Bonus

Trotz seiner Kürze von unter 5 Minuten durchaus lehrreich, weil man hier erfährt, was der Originaltitel „Calvary“ eigentlich bedeutet.

Fazit

(siehe „Urteil“) Ab 24.3.2015 auf DVD und Blu-ray.

Neu auf DVD: Dark House – Dunkles Vermächtnis

Junger Mann erbt zwei Dinge: Die Gabe, bei Handauflegen den Tod einer Person zu sehen – und ein altes Haus. Das hat er nicht nur seit Jahrzehnten gemalt, ohne es je gesehen zu haben, wie sich herausstellt, wurde es auch von einer Flut dahingespült. Im Wald finden er und ein paar Leute, die er unterwegs getroffen hat, dann die Hütte… aber mit dem Auftauchen von Tobin Bell kann man damit rechnen, dass die Geschichte keine gute Wendung nehmen wird.

Vom Regisseur von JEEPERS CREEPERS

Erinnern wird uns, der war irgendwie stimmig, irgendwie gruselig, irgendwie unter die Haut gehend – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Dunkle Haus dagegen… scheint irgendwie unausgegoren. Es finden sich ein paar interessante Ideen, ein paar gute Ansatzpunkte und hin und wieder auch die eine oder andere Überraschung, aber im Großen und Ganzen scheint irgendwas zu fehlen. Vielleicht, weil der Teufel hier nicht im Detail steckt, sondern in den Wänden? Irgendwie will das alles nicht so richtig zusammenpassen, will daraus kein runder Film werden, bei dem man am Ende sagt, dass alle Teilstücke doch noch ein Ganzes ergeben haben, mit dem man vollauf zufrieden ist.

Der Versuch, Horrorszenen bei Tageslicht darzubieten ist natürlich ehrenhaft, aber die Fortbewegungsart der langhaarigen Axtträger ist nur wenig alberner als die hoppelnden Vampire aus „RoboVampire“ und da will nicht so recht der nötige Grusel aufkommen. Fällt dann die Nacht über uns herein… kriegt man von der großen Schlacht nicht viel zu sehen. Man erhascht ein bisschen davon, wer gegen wen kämpft und warum, aber so richtig packen tut es einen nicht. Vielleicht, weil auch das Teufelchen im Lüftungsschacht teils eher albern als erschreckend wirkt, sowohl, was seine Stimme, als auch was seine Texte angeht. Und wenn einer gute Texte haben sollte, dann ist es ja wohl der Teufel.

Tobin Bell, neben einer Puppe auf einem Dreirad die große Ikone des Folterpornogenres, gibt sich gewohnt routiniert und Lesley-Anne Down scheint (vor ihrem Filmtod) von den Toten auferstanden zu sein. Schwachpunkt ist allerdings eher der ein wenig mit dem albernen Namen Luke Kleintank gestrafte Hauptdarsteller, der seinen Job wahrscheinlich eher seinem Gesicht verdankt als der Vielzahl von Ausdrücken, die er damit vermitteln kann.

Dunkles Fazit

Hat ganz gute Ansätze. Alles in allem leider aber irgendwie unausgegoren, hat Ideen, die teils aneinander vorbeilaufen, aber nie so richtig in einem befriedigenden Endprodukt kulminieren. Da ist die Stimme in der Wand, da sind die Visionen, da ist das Haus – und irgendwie wird alles einzeln serviert, anstatt es mit einem starken Schuss Horror und ein paar Sprengseln Blut abzuschmecken. Das ist schade, denn man hätte vielleicht einen richtig guten Film aus diesen Zutaten machen können. Ab 9. März im Verleih und ab 24. März 2015 auf DVD und Blu-ray.

Neu im Kino: Die Bestimmung – Insurgent

Katness Aberdeen ist zurück und muss einen Weg durch das Labyrinth suchen… oder irgendwas in der Art. Machen wir uns nichts vor, das ist doch eh alles derselbe Mist.

Nach „Die Bestimmung“ jetzt: „Die Bestimmung“

Das hat man davon, wenn man auf Nummern verzichtet. Woher soll man denn dann später mal wissen, in welcher Reihenfolge man diese Filme gucken soll? Nicht, dass es einen Unterschied machen würde.

Aaaaalso, die Frau, die anders ist als alle anderen dieser dystopischen Zukunftsgesellschaft mit einem Kastensystem, bei dem die Kastennamen schwer aussprechbar sind, die Frau, die anders ist, weil sie, im Gegensatz zu allen anderen, eigenständig denken kann (Divergent – also „nicht mainstream“… also das Gegenteil von diesem Film!!!), ist zurück und… macht was. Irgendwas. Gegen das System. Zusammen mit ihrem Freund, der noch immer aussieht wie 30, aber egal. Wie schon im ersten Teil gibt es „die Bösen“ und Züge, die einfach nirgendwo halten wollen. Es gibt auch so was wie Rebellen, fraktionslose ohne Fraktionsvorsitzende (nee, sorry, das stimmt nicht, die haben welche), die… sich im ersten Teil nicht gerührt haben, als Mutter Oberin ein Massaker anrichten ließ, nun aber plötzlich auf den Putz hauen wollen? Tja, jedenfalls geht jetzt irgendwie die Revolution los und am Ende… gibt es tatsächlich so eine Art… naa, ich will nicht sagen „Überraschung“, eher eine Art Auflösung für… all das. Oder vieles davon. Oder manches. Eins. Ergibt streng genommen nicht unbedingt einen Sinn (keinen!), wenn man das, was man eigentlich sucht, schon seit Jahren ausrottet, aber hey, ich hab den Mist nicht geschrieben und ich werde ihn wohl kaum verteidigen.

Zusammenfassend

Ein Film, der sich durchaus mit „Hunger Games: Mockingjay, Teil 1“ vergleichen lassen kann, denn es ist ein Film, in dem dumme Leute dumme Dinge tun. „Hunger Games“ hat dafür immerhin drei Filme gebraucht. Und es ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, wenn man nach der Hälfte des Films ca. 90% des Endes vorhersehen kann – und abgesehen von der „Auflösung“ kann man das.

Nichtsdestotrotz können wir ab diesem Film erkennen, dass Shailene Woodley ein Star ist – was sich darin zeigt, dass sie diesen Film (und wohl auch den Rest ihrer Karriere) mit einem einzigen Gesichtsausdruck bestreitet. Hut ab, ich meine Haar ab, a Star is bored… born!, bored war ich.

Ach ja, die Effekte waren gut. Doch, da kann man nicht meckern. Die Stadt (das ehemalige Chicago, wenn ich nicht irre) sieht klasse aus. Also, gibt doch was positives über den Film zu sagen.

War noch was?

Nee, Schlusswort!

Wenn Sie den ersten mochten, werden Sie hier auch keine Probleme haben. Wenn Sie einen guten Science Fiction Film sehen wollen, einen, der richtig klasse ist und gut geschrieben und gut gespielt, dann empfehle ich Ihnen „Moon“ mit Sam Rockwell. Oh, ähm, warum muss man an den Zauberwürfel eigentlich die Matrix-Schläuche anschließen, obwohl es da eigentlich keine Verbindung zu geben sch… ach, scheißegal. Wenn schon der zweite Film so ist, wie muss dann erst der dritte werden, besonders, wenn man ihn dann auch noch auf zwei Filme verteilt? Ich fürchte, wir werden es sehen… wie den hier, ab 19. März 2015 im Kino.

Neu im Kino: The Boy Next Door

Nachbar“junge“ schläft mit „Hausfrau“ und entpuppt sich als Psycho.

Der Psycho von nebenan

Klingt auf dem Papier interessanter, als es dann tatsächlich ist. Und möglicherweise hätte ein guter Film draus werden können – aber irgendwie hat man an so ziemlich allen Stellen alles falsch gemacht, was möglich war. Das Ergebnis ist nicht wirklich ärgerlich, sondern einfach überflüssig. Hat man alles irgendwie schon mal gesehen, nur besser. Ich würde vorschlagen, für 14jährige Mädchen, die außer den „Mädchen kämpft für die Freiheit der Welt“-Filmen und „50 Shades of Gray“ noch nicht viele Filme gesehen haben, könnte dies ein toller Film sein, denn sie bekommen was geboten: einen gut gebauten Hengst, der mehr zeigt, als J-Lo – außer vielleicht schauspielerisches Talent. Er spielt einen 20jährigen, sieht aber irgendwie aus wie 30, was das ganze ein wenig lächerlich macht. Außerdem ist ein heißer Typ und kein weiches Muttersöhnchen, was seine Vorliebe für Jennifer Milfpez irgendwie schwer nachvollziehbar macht – oder kurz, nichts passt zusammen und ist in diesem Bereich mit Fehlbesetzung (und Fehlkonzept) noch recht höflich umschrieben. Wenn sich J-Lo eines weichen, netten Kerls angenommen hätte, hätte ihm die Jungfräulichkeit genommen und dann hätte er sich als Psycho entpuppt, das hätte ein spannender Film werden können. Dies jedoch ist ein schlecht durchdachtes Psycho-Familien-Drama-Dings, das in einem extrem albernen Finalkampf endet. Ja, man erfährt ungefähr, warum der Hengst das gemacht hat, was er gemacht hat – aber nur, weil er es uns sagt und nicht, weil das im Film so gut herausgearbeitet gewesen wäre.

Jennifer Popanz

Eine Zeitlang war er in aller Munde, der Hintern von Jennifer Lopez (ich will immer Lawrence schreiben, die zukünftige Mrs. Affleck?, der ja eine Affinität für diesen Namen zu haben scheint) und ihre Affäre mit Bennyboy, aber weniger ihre schauspielerischen… Dinge. Sie zeigt sich in diesem Film leider nicht von ihrer besten Seite, und damit meine ich: nackt. Während man ausser dem Gehänge vom Nachbarhengst so ziemlich alles zu sehen bekommt, werden bei J-Po die wichtigen Dinge ausgespart – was schade ist, da sie sich offensichtlich für ihr Alter (wie hoch auch immer das sein mag) sehr gut gehalten hat. Ich sag’s ja, 14jährige Mädchen kommen hier auf ihre Kosten, aber für den männlichen Zuschauer gibt’s nur irgendwann mal austauschbare Blondine #24 zu sehen und das war’s. Nicht, dass eine Nacktszene mit ihr den Film besser gemacht hätte… obwohl, doch, seien wir ehrlich. So werden wir auch darum gebracht und werden Zeuge einer Handlung, die logische Löcher hat, durch die Autos mit manipulierten Bremsen hindurchfahren könnten, die einer Lehrerin nie die Möglichkeit von externen Festplatten (oder einer Cloud? Die hätten vielleicht wirklich mal Jennifer Lawrence als Beraterin hinzuziehen sollen!) erklärt haben und… jetzt hab ich den Faden verloren. Wie der Film. Passt ja.

The Fazit Next Door

Unoriginell, unerotisch, unter Umständen was für Mädels, die noch nie n Film gesehen haben, damit sie Angst vor gutgebauten Kerlen bekommen. Nicht wirklich ärgerlich, aber absolut überflüssig. Lieber noch mal „Psycho“ gucken, da hat man mehr von. Ab 19. März 2015 im Kino oder einer Irrenanstalt Ihrer Wahl.