DVD: Broadchurch / 3. Staffel

© Studiocanal

Eine Frau wurde vergewaltigt. Es gibt jede Menge möglicher Verdächtiger. Die Suche beginnt…

Unangenehm

So beginnt das Ganze – und macht uns damit deutlich, wie unangenehm ein solches Verbrechen ist. Das überträgt sich gerade in der ersten Folge sehr gut auf den Zuschauer. Sehr merkwürdig, dass uns das Thema Vergewaltigung unangenehmer ist als Mord – aber das ist ein psychologisches Problem der Menschheit, das jemand anders klären muss.

Kriminell

Der Fall mit all seinen Spuren und Verdächtigen ist sehr gut konstruiert. Es könnte jeder gewesen sein und jeder scheint für uns als Betrachter in Betracht zu kommen, doch nach und nach klärt sich auf, warum das so ist, während wir dem wahren Täter bis zum Finale langsam näher und näher kommen. Da dies die dritte Staffel der Serie ist, spielen auch Ereignisse, die sich vorher zugetragen haben, eine Rolle.

Die zwei Doktoren

Um eine Verbindung zu „Doctor Who“ herzustellen, so haben wir hier mindestens vier. David Tennant hat seine Zeit als Doktor bereits hinter sich, aber ihm zur Seite spielt Jodie Whitaker – und die ist der neue Doktor. Oder sagt man die neue Doktor? „Die Doktorin“ klingt irgendwie nicht so passend – eine Verwirrung, die durchaus nachvollziehbar ist, ist sie doch die erste Frau, die den zeitreisenden Doktor vom Planeten Gallifrey gibt. Wir dürfen gespannt sein, wie ihre Reisen aussehen werden. Auch mit dabei ist Arthur Darvill, der zum Reisegefährten von Tennants Nachfolger Matt Smith wurde. Und dann ist da natürlich noch Olivia Colman, die eine weitschweifige Karriere hat, sowohl in Kinofilmen wie „Confetti“ und jüngst Kenneth Brannaghs enttäuschender Leinwandmasturbation „Mord im Orient-Express“, als auch in vielen britischen Serien, von Comedy bis hin zu der hervorragenden John le Carré Verfilmung „The Night Manager“. Um ihre Karriere müssen wir uns also keine Sorgen machen – und wünschen uns, sie noch in vieen guten Sachen zu sehen.

Bonus

Making-of und Featurettes, die einem einen kleinen Einblick in die Entstehung der Serie erlauben.

Mit

David Tennant (Axel Malzacher), Olivia Colman (Arianne Borbach), Jodie Whittaker (Melanie Hinze), Andrew Buchan (Sven Gerhard), Charlotte Beaumont (Lydia Morgenstern), Arthur Darvill (Rainer Fritzsche)

Broadzit

Spannend, gut konstruiert mit einer überraschenden Auflösung und überzeugenden Darstellern – genau wie Krimi sein sollte. Ab 30. Juni 2018 auf DVD und Blu-ray.

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Neu auf Netflix: GLOW – Staffel 2

Ring frei für die zweite Runde der Gorgeous Ladies of Wrestling

Komödie ringt mit Drama

Die Fernsehserie geht weiter – und die Fernsehserie innerhalb der Fernsehserie tut es auch. Die Ringerinnen haben dabei nicht nur miteinander zu kämpfen, sondern auch mit sich selbst… und untereinander? Wie dem auch sei, die Kämpfe finden nicht nur im Ring vor den Kameras statt, sondern teils auch privat unter den Mädels. Aber auch alltägliche Fernsehprobleme wie die drohende Absetzung spielen eine Rolle – und man wird sehr aktuell, wenn es darum geht, Sex mit Verantwortlichen zu haben, damit die Show weitergehen kann…

Was ein kleines bisschen die Frage aufwirft, ob der Umgang damit, nicht die Tatsache, dass soetwas existiert, denn das dürfte es geben, seit das Fernsehen oder ein Mann in einer Machtposition erfunden wurde, sondern die Art und Weise, wie die Personen hier in den 80er Jahren damit umgehen, der damaligen Zeit entspricht oder eher unserer aktuellen Gegenwart geschuldet ist. Oder, um einen langen Satz kurz auszudrücken: Hätte man damals so reagiert wie in der Serie oder hätte man es einfach über sich ergehen lassen? Nun, wir wollen „GLOW“ zugute halten, dass die beteiligten Pesonen durchaus so gestaltet sind, dass man ihnen ihre Reaktionen hier abnimmt.

Eine frische Brie-se

Die weibliche Hauptrolle in einem wunderbaren Cast, bei dem, wie ab der zweiten Staffel „Orange is the new Black“, die eine Hauptfigur zugunsten anderer oft ein wenig in den Hintergrund gestellt wird, spielt hier nach wie vor Alison Brie aus „Community“. Die hatte 2017 ein sehr gutes Jahr, denn da war sie sowohl in Spielbergs „Die Verlegerin“ als auch Francos „The Disaster Artist“ auf der großen Leinwand zu sehen. Wer mehr von ihr erleben möchte, kann ja mal in ihren Gastauftritt bei „How did this get made?“ reinhören.

Sehr schön ist es auch, wie anders Betty Gilpin hier im Vergleich zu ihrer Rolle in der vierten Staffel von „Elementary“ ist, dort liebenswert und schräg, hier tussig und hassenswert – und jedesmal glaubwürdig. Kompliment!

Mit

Alison Brie, Marc Maron, Sydelle Noel, Betty Gilpin, Britney Young, Britt Baron

Fazit

Eine gute Komödie mir dramatischen Einlagen – oder ein gutes Drama mit komödiantischen Einlagen. Sie entscheiden. Weiterhin sehr schöne Dialoge, gute Schauspieler und eine Handlung, die so ansehnlich ist wie die Figuren in ihr. Ab 29. Juni 2018 auf Netflix.

Kino: RENEGADES – MISSION OF HONOR

Nazis verschleppen geklautes Gold nach Jugoslawien. 1995 im Bürgerkrieg Schrägstrich Völkermord kommen amerikanische Soldaten dem Gold auf die Spur…

DUMM!!!!

Im Nachhinein fragt man sich, wie Luc Besson eigentlich „Im Rausch der Tiefe“ gemacht hat – oder ob er beim Aufttauchen einige seiner grauen Zellen eingebüßt hat. Auch wenn ich sowohl „Leon – der Profi“ als auch „Valerian“ sehr schätze, so neigen Filme, an denen Besson beteiligt ist, in letzter Zeit ein bisschen dazu, dumm zu sein. Von einem Amerikaner würde man erwarten, dass er glaubt, dass in Frankreichs Hauptstadt Paris massenweise Mädels bei ihrer Ankunft am Flughafen entführt werden – und ich mag auch „Taken“ – aber Besson sollte das doch eigentlich besser wissen. Nun, wenn ers tut, zeigt ers zumindest nicht. Und so läßt sich auch dieser Film mit obigem Wort zusammenfassen. Nicht nur, dass man weiß, dass das hehre Ziel, mit 300 Millionen Dollar die jugoslawische Welt wieder aufzubauen, niemals in die Tat umgesetzt wurde, auch werden hier so viele Gesetze der Physik nicht nur in den Arsch getreten, sondern eher schon in ebendiesen gefxxxt, um es mal sehr derbe auszudrücken. J.K. Simmons macht zwar wie üblich Spaß, ist dafür aber nicht genug im Film und zudem auch sehr klischeeig.

Mit

J.K. Simmons, Sullivan Stapleton, Clemens Schick, Sylvia Hoeks

Regie: Steven Quale

Fazegades

Nimmt sich zu ernst. Würde der Film wissen, wie blöd er ist (er überredet ein Kind zum Massenmord, holdrio), und würde er genügend Vergnügen bereiten, lägen die Dinge etwas anders. Aber er macht nicht genug Spaß, als dass man ihm seine extreme Dummheit verzeihen würde. Ab 28. Juni 2018 im Kino.

DVD: ERIC CLAPTON – Life in 12 Bars

© Universum Film GmbH

Dokumentarfilm über das Leben und Schaffen des Musikers…

Die unterschiedlichen Saiten einer Gitarrenlegende

Der Name Eric Clapton dürfte auch Menschen bekannt sein, die sich nicht so sehr für Musik interessieren. Clapton und Gitarre gehören zusammen wie „Kojak“ und Lolli oder Französische Revolution und Guillotine. Hier nun erfahren wir mehr über sein Leben, seinen Werdegang, seine Hochs und Tiefs. Dazu hören wir Kommentare und Berichte von Menschen, die ihn kennen und kannten, angereichert mit Photos oder Filmen aus der entsprechenden Zeit. Untermalt wird einiges davon von Musik, sowohl vom Meister selbst als auch von anderen Musiklegenden, wie z.B. den Beatles.

Man erlebt den Werdegang Claptons, angefangen von seiner Kindheit bis hin zur Gegenwart. Dabei hat er nicht nur einen starken Einfluss auf die Musik gehabt, das Musikerleben hatte auch einen starken Einfluss auf ihn. Und so bleibt eins nicht aus, was in einer solchen Dokumentation selten ausbleibt: Absturz und Drogen. Aber auch das Wiederaufrappeln und die Rückkehr zum Erfog – so, wie es sich für das Leben eines Musikers gehört.

Reflektiert

All das erscheint wenig verklärt. Es ist ungeschönt, wenn es um schwierige Dinge geht, und dadurch sehr offen und ehrlich. Was uns auf vielfache Weise Einblick in den Menschen selbst gibt, dessen Leben nicht nur von einem Erfolg zum anderen gesprungen ist. So entsteht ein realistisches Portrait eines berühmten Musikers, das absolut sehenswert ist – und hörenswert dazu!

Bonus

Ein ausgesprochen sympathisches Q&A mit Eric Clapton und der Regisseurin des Films Lili Fini Zanuck, in dem wir noch ein wenig über die Entstehung des Films erfahren.

Fazit Clapton

Ein bewegtes und bewegendes Leben – sehens- und hörenswert. Ab 29. Juni 2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: STURM DER GEFÜHLE – DAS LEBEN DER BRONTË SCHWESTERN

© Universum Film GmbH

Die Bronte Schwestern sind, wie wir sehen, eigentlich die Bronte Geschwister, denn neben den drei Frauen gibt es auch einen Bruder. Sie alle geben sich dem Schreiben hin, doch es sind nicht die Zeiten, in denen man eine Frau als Schriftstellerin akzeptiert. Und dann ist da auch noch der Bruder…

Gut recherchiert

Dieses britische Drama über die Bronte Schwestern stammt von Sally Wainwright, die für Buch und Regie verantwortlich zeichnet und im Zusatzmaterial sagt, dass es über das Leben er Brontes umfangreiche Recherchen gegeben hat. So hat denn alles, was wir hier sehen, eine gute Grundlage. Das macht es im doppelten Sinne schade, dass es sich eigentlich mehr um die Geschwister als um die Schwestern dreht, denn dem Bruder wird eine zu große Bedeutung beigemessen – die zwar leider der Wirklichkeit geschuldet und für das Ende der Geschichte notwendig ist, aber letztlich zu den weniger interessanten bis eher nervigen Teilen des Films gehört. Viel zu lange plagt man sich mit dem Bruder herum, während dann hier und da wirklich wunderbare Szenen auftauchen, wenn die Töchter ihren Vater mit ihrer Tätigkeit konfrontieren oder ihren Verleger mit ihrem wahren Geschlecht. Das sind tolle Momente, in denen man sich sagt, dass eine Geschichte allein darüber, wie drei Frauen sich in einer Männerdominierten Literaturwelt des späten 19. Jahrhunderts behaupten müssen, Wege finden, veröffentlicht zu werden und dabei sogar erfolgreich, ohne den nervigen Bruder genausogut funktioniert hätte und weit schöner gewesen wäre. Man hätte erleben können, wie anerkannte Meisterwerke der Literatur unter Pseudonym entstehen und später ihren wahren Schöpferinnen den angemessenen Ruhm und Ehre bringen… doch die Wirklichkeit sah leider anders aus, was dies zu einem der seltenen Fälle macht, wo eine größere Entfernung von der wahren Geschichte der Sache vielleicht gut getan hätte. Immerhin hat auch Laurence Olivier Rosenkrantz und Güldenstern aus seiner „Hamlet“-Verfilmung gestrichen, und die sind immerhin die essentiellsten Charaktere des Stückes, es geht also.

Bonus

Ein paar Featuretten, in denen der Blick fürs Detail herausgestellt wird, besonders was historische Äußerlichkeiten und Ausstattung angeht.

OT: To Walk Invisible: The Bronte Sisters (2016)

Finn Atkins (Melanie Manstein), Chloe Pirrie (Shandra Schadt), Charlie Murphy (Zina Laus), Jonathan Pryce (Erich Ludwig) und Adam Nagaitis (Karim El Kammouchi)

Regie: Sally Wainwright

Sturm des Gefazits

Schöne Ausstattung, gute Geschichte, gut umgesetzt – aber die teils wunderbaren Momente werden oft vom vierten Rad am Wagen der Bronte-Familie erdrückt. Ab 29. Juni 2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: Ice Cold in Alex – Feuersturm über Afrika / Digital Remastered

1942, Afrikafeldzug. Ein labiler britischer Offizier mit Alkoholproblem, sein Fahrer, zwei Krankenschwestern und ein Südafrikanischer Soldat, den sie unterwegs auflesen, machen sich auf eine gefährliche Fahrt durch die Wüste nach Alexandria…

Strapaziös

Der Begriff gilt in mehrfacher Hinsicht. Die Reise selbst ist ausgesprochen anstrengend und bietet alles an Problemen, was ein Wüstenkrieg so mit sich bringt, Sandverwehungen, Minenfelder, deutsche Patrouillen, sogar tödliche Sümpfe inklusive. Das strengt Figuren wie Zuschauer gleichermaßen an und am Ende fühlt man ein wenig mit ihnen, denn immer wenn etwas schiefgeht, kann es den sicheren Tod bedeuten.

Zudem gilt der Begriff aber auch für den Film selbst, denn irgendwie ist er leider nicht so spannend, wie er bei diesem Thema eigentlich sein müsste und sollte, sondern eben eher anstrengend und… strapaziös. Das ist ein bisschen schade, da er eigentlich das Potential zu einem großartigen Wüstenabenteuer hätte und wahrscheinlich wurde er in seiner Zeit auch so wahrgenommen, doch heute will sich das Ganze nicht so richtig übertragen. Ein wenig Straffung hätte der Sache möglicherweise gut zu Gesicht gestanden, vielleicht ist es aber auch die von John Mills mutig zur Schau gestellte Labilität, die einem ein wenig das Vergnügen am Abenteuer Wüste nimmt. Andererseits ist es aber auch ein Kriegsfilm, und da passt das Thema Strapaze ja ganz gut. Gemischte Gefühle. Am Ende gibt es aber ein sehr schönes Ende, wenn sich die Anstrengungen des Films, in mehrfacher Hinsicht, in ein wunderbares Stück über Kameradschaft und Zusammenhalt umwandeln. Das versöhnt einen dann ein wenig mit dem steinigen oder vielmehr sandigen Weg dahin.

Bonus

Jede Menge Interviews über Regisseur und Film, die ein wenig Hintergrund zu beidem vermitteln, z.B., dass der dem Film zugrunde liegende Roman auf einer wahren Begebenheit beruht.

Eiskalt in Alexandrien – Feuersturm über Afrika (1958)

John Mills (Wolfgang Lukschy), Sylvia Syms (Marion Degler), Harry Andrews (Wolfgang Eichberger), Anthony Quayle (Heinz Giese), Peter Arne (Klaus Miedel), Walter Gotell (Friedrich Schoenfelder)

Regie: J. Lee Thompson

Ice Cold in Fazit

Die Anstrengungen einer Wüstenreise im Krieg – mehr Strapaze als Abenteuer, aber mit einem versöhnlichen Ende. Ab 28.6.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: The Dam Busters – Die Zerstörung der Talsperren / Digital Remastered

Im Zweiten Weltkrieg entwickeln die Engländer einen Plan, die deutsche Rüstungsindustrie im Ruhegebiet lahm zu legen. Dafür will man drei Talsperren sprengen, doch das erweist sich als gar nicht so einfach…

In mehrfacher Hinsicht spannend!

Der Film ist ausgesprochen gut, was in diesem Fall viele Gründe hat. Es ist zwar ein Kriegsfilm, aber es geht nicht darum, die Nazis zu verteufeln, sondern eine bestimmte Mission, ein bestimmtes Ziel zu verwirklichen, was mal eine angenehme Abwechslung ist. Die Geschichte ist gut, auch, wenn es eine wahre Geschichte ist. Sie ist ungeheuer spannend und teilt sich in zwei Teile, die man wiederum mit anderen Dingen, die später kamen, vergleichen kann.

Frederick Forsythe

Der erste Teil des Films erinnert stark an Werke von Forsythe wie „Die Hunde des Krieges“ und „Der Schakal“, denn beides sind als Buchvorlagen keine Actionreißer, sondern die meiste Zeit geht es darum, Dinge sehr präzise zu planen, bevor man sie umsetzt, die Zelebrierung der Planung könnte man das nennen. So ist es hier auch. Der Plan, wie man die Talsperren zerstören will, wird nach und nach ausgetüftelt, Probleme tauchen auf und werden wenn möglich beseitigt. Schon hier zu sehen, wie man sich dieses Themas angenommen hat, ist faszinierend und spannend zugleich, die Ideen, die Genialität, die Präzision, aber auch die Rückschläge, Danach, wenn es dann ans Eingemachte geht, „erinnert“ der Film sehr stark an ein Werk von

George Lucas

Oder sagen wir es so: Die Schlacht um den Todesstern in „Krieg der Sterne“ wirkt, wenn man die „Dam Busters“ sieht, so, als hätte man sie hier geklaut. Das betrifft das Verhalten der Piloten, die Anflüge, teils fast die Dialoge. Würde man die Szenen hier mit Text und Musik aus „Star Wars“ unterlegen, es könnte kaum deutlicher sein (was offenbar jemand bereits gemacht hat: https://www.youtube.com/watch?v=lNdb03Hw18M). Dadurch wird das Ende selbst in doppelter Hinsicht interessant, einmal, weil natürlich die Zerstörung der Dämme spannend ist und man wissen will, wie erfolgreich die Briten dabei waren, zum anderen aber auch, weil man die „Parallelen“, also alles, was nahezu 1:1 geklaut wurde, aus „Krieg der Sterne“ wiedererkennen möchte.

An den fühlt man sich allerdings auch schon in der frühen Phase dieses Films erinnert, denn er macht etwas, das man in späteren Filmen der Reihe und überhaupt in heutigen Filmen kaum noch zu sehen bekommt: Geschicklichkeit ist gefragt. Heutzutage reicht es, lange genug auf irgendwas draufzuballern und dann wird’s schon irgendwann explodieren, sowohl bei „The Dam Busters“ als auch beim ersten „Star Wars“ war es aber noch so, dass Geschicklichkeit notwendig war, um das Ziel zu erreichen. Man musste genau zielen, präzise sein, ein klitzekleines Ziel treffen. Sowas erhöht die Spannung… wird aber heute nicht mehr gemacht. Leider!

Bonus

Dazu gibt es jede Menge Zusatzmaterial, in dem auch Zeitzeugen und Airforcepiloten zu Wort kommen und die ganze Operation noch einmal beleuchtet wird. Die Doku über die Entstehung des Films gibt Einblicke von einer anderen Perspektive und zeigt u.a., welche Schwierigkeiten es bei der Produktion gegeben hat.

Mai ’43 – Zerstörung der Talsperren (1954)

Michael Redgrave (Friedrich W. Bauschulte), Richard Todd (Thomas Danneberg), Robert Shaw (Heinz-Theo Branding), Nigel Stock (Martin Hirthe), Richard Thorp (Christian Brückner), Harold Goodwin (Uwe Paulsen)

Regie: Michael Anderson

The Faz Itsters

Extrem gut und in vielfacher Hinsicht spannend. Eine gleichermaßen wahre wie gute Geschichte, spannend umgesetzt – und fraglos die Blaupause für den Kampf um den Todesstern. Ab 28.6.2018 auf DVD und Blu-ray.