DVD: What the Health

Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt

Essen ist gesund. Oder? Naja, wir müssen es tun, um zu überleben. Aber was ist wirklich gut für uns und was schadet eher? Dieser Film geht der Frage nach, was uns eigentlich wirklich krank macht und wer dabei seine Finger im Spiel hat…

Verschwörungstheorien

Sind eigentlich immer spannend. Und ab und an mit Vorsicht zu genießen. So hat dieser Film einen leichten Bei- und Nachgeschmack. Nicht, weil er verschwörungstheoretisch daher kommt, sondern weil er sich gegen Ende – wie wir das schon bei anderen Filmen der letzten Zeit gesehen haben – in eine Art Werbeveranstaltung für Veganismus verwandelt… und damit ist Propaganda gemeint.

Interessant – und sicher zutreffend – ist der Teil, in dem gezeigt wird, dass hinter amerikanischen Institutionen, die einem das Leben verbessern und gute Tipps geben sollten, als Sponsoren genau diejenigen stecken, die oft das Gegenteil bewirken. Wir werden alle manipuliert, auch wenn der Begriff „verarscht“ hier durchaus angebrachter wäre. Das ist durchaus spannend, zu sehen, wer wem etwas einflüstert und dass es keinerlei Neutralität oder Objektivität gibt, sondern reine Interessen – an Geld, nicht an den Menschen oder ihrer Gesundheit.

Essen ist schlecht

Dass dann aber nahezu ALLES an Nahrung schlecht ist, einschließlich Milch, schießt dann in meinen Augen einmal mehr über das Ziel hinaus. Statt zu dem (stets nie erreichten) Ergebnis zu kommen, dass weniger mehr ist und eine AUSGEWOGENE Ernährung besser, weniger Fleisch, mehr Gemüse, drängt uns der Film am Ende einmal mehr Veganität als Allheilmittel auf, das auch Krankheiten heilt, vor AIDS schützt und Männern wieder Kraft in den Lenden verleiht… mehr oder weniger. Und das ist die andere Seite der Propaganda – und, das wussten schon die alten Nazis, Propaganda ist niemals gut… es sei denn, man macht sie selbst.

What the Fazit

Einige Aspekte, die die gesponnenen Fäden hinter den Kulissen zeigen, sind spannend und faszinierend, aber so ziemlich jede Art von Lebensmittel zu verdammen, die nicht vegan ist, ist dann doch ein wenig zuviel des Guten. Ab 29. September 2017 auf DVD und Blu-ray.

Advertisements

DVD: Die Spezialisten – Im Namen der Opfer

Ein Team von Ermittlern, die ungelöste Verbrechen aus der Vergangenheit bearbeiten…

ZDF-Serie

Man könnte aber such schreiben:

Wirkt ein bisschen laienhaft

Kann man wohl synonym sehen. Die IEK, also Interdisziplinäre Ermittlungs-Kommission, ist in Berlin angesiedelt und verfügt nicht nur über verschiedene Disziplinen wie Kommissar und Pathologin, sondern auch durchaus fragwürdige Schauspieler. Wer etwas sehen möchte, das echt, wirklich und authentisch wirkt, der sollte dann wohl ZDF-Serien eher meiden. Die Dialoge tragen ihren Teil dazu bei, besonders in der ersten Folge, in der sich alle Personen vorstellen – und das ist in dem Fall tatsächlich wörtlich zu sehen. Eleganz sieht anders aus.

Manches ragt dann schon ein wenig ins Lächerliche hinein – aber leider, ohne was draus zu machen. Wenn die Kurzhaarige in Folge 1 einen Ausweis rekonstruiert und das Bild darauf eigentlich exakt so aussieht wie sie, dann hätte man damit spielen können. Doch Spielen ist halt, wie gesagt, nicht die Stärke der Serie, ich meine, wenn Katy Karrenbauer von allen am echtesten wirkt – schwierig!

Dia log, Hand, Lung

Ebenfalls zwei schwierige Punkte. Die Bücher könnten etwas besser sein. Hinzu kommt, dass die Serie aus ihrem eigentlich durchaus interessanten Sujet nicht so viel macht, wie möglich gewesen wäre. Gut, die Folge mit der ehemaligen DDR hat eine brauchbare Handlung, im Berlin der Gegenwart, das sich mit dem der Vergangenheit beschäftigt, oder zumindest mit Verbrechen von damals, hätte man öfter in diese Richtung gehen können. Auch wird mit Dominic Raake nicht nur ein guter Schauspieler, sondern auch eine gute Figur eingeführt. Leider bleibt es bei einem Auftritt, der, zumindest darstellerisch, der Höhepunkt der Serie sein dürfte. Ebenfalls ist es traurig, einen großartigen Schauspieler wie Simon Schwarz, der zur Stammbesetzung von David Schalko gehört, zwar besetzt, aber nicht seinen Fähigkeiten entsprechend einsetzt. Eine Verschwendung von Material.

Geradezu sträflich ist auch, dass man aus dem Ausscheiden einer Figur (die schauspielerisch eher furchtbar war, insofern also eine Aufwertung bedeutet) nahezu nichts macht. In jeder guten Serie hätte man dies in die Handlung eingebunden und zu einem eigenen Fall gemacht – hier scheint man eher froh zu sein, sich von einer mittelmäßigen Schauspielerin zu lösen, denn das Thema wird nicht einmal erwähnt, fast so, als hätte es die Figur nie gegeben.

Bonus

Interviews, in denen die Schauspieler durchaus sympathisch rüberkommen, was ihre Leistungen aber leider nicht verbessert.

Mit

Valerie Niehaus, David Rott, Henriette Richter-Röhl, Katy Karrenbauer

Die Fazitlisten

Die Fälle sind zwar teils durchaus brauchbar, aber was durch hölzerne Dialoge nicht kaputt gemacht wird, wird dann oft durch hölzernes Spiel erreicht. Da hätte man mehr aus einem guten Konzept machen können. Zudem gibt es zuviele Figuren, die darob teils zu wenig beitragen. Beschränkung auf den Kommissar und die drei Frauen und das Team wäre perfekt gewesen. Ab 29.9.2017 auf DVD.

Neu auf DVD: Una und Ray

Nach Jahren konfrontiert Una Ray mit der Vergangenheit…

Konfrontation

Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, denn es ist spannender, ohne großes Vorwissen an diesen Film heranzugehen und ihm dabei zuzusehen, wie er seine Geschichte vor unseren Augen langsam entfaltet. Es ist ein heikles Thema, soviel sei verraten, und vielleicht ist das, was man bekommt nicht das, was man erwartet. Doch gerade das gibt diesem Film einen besonderen Reiz. Er ist mehr oder weniger ein Kammerspiel mit Rückblenden, der ohne viel auskommt und dabei trotzdem seine Spannung halten kann. Und er wird getragen von einer exzellenten Besetzung.

Kleiner Film, große Besetzung

Auch wenn ich Rooney Mara nie viel abgewinnen konnte, so ist sie hier doch überzeugend und kann mit ihrem Mit- und Gegenspieler absolut mithalten. Der wird von dem großartigen Ben Mendelsohn gespielt, der hier einmal mehr Schauspiel vom Feinsten zum Besten gibt. Ein intensives Duo mit einem explosiven Thema.

Betrachtet man die Gesamtbesetzung mal vom popkulturellen Standpunkt, dann haben wir hier nicht nur das Mädchen mit den Drachentatoos, sondern gleich zwei Mitspieler aus dem letzten „Star Wars“-Film „Rogue One“, denn neben Mendelsohn ist auch Riz Ahmed mit von der Partie. Der wurde bekannt durch Christopher Morris (unbedingt anzusehenden!) „Four Lions“, gab dann ein kleines Kabinettsstückchen in „Nightcrawler“ und wurde seitdem mehr oder weniger verschwendet in Blockbustern wie erwähntem „Renegat Eins“ (so, wenn wir uns „Das Imperium schlägt zurück“ anschauen, der richtigere deutsche Titel) und „Jason Boring, äh, Bourne“. Von dem wechseln wir dann mal schnell zu James Bond, von dem („Casino Royale“) wir Tobias Menzies mit im Boot haben… welcher auch bei „Game of Thrones“ mitspielt (oder mitgespielt hat? Ist bei deren hohen Ableberate schwer zu sagen, wo wir da gerade stehen), ebenso wie Tara Fitzgerald. So gesehen eine Besetzung, die sich genauso sehen lassen kann wie der Film selbst!

Mit

Rooney Mara (Kaya Maria Möller), Ben Mendelsohn (Oliver Siebeck), Riz Ahmed (Fabian Oscar Wien), Tara Fitzgerald (Arianne Borbach), Tobias Menzies (Jeffrey Wipprecht), Ruby Stokes (Léa Mariage)

Fazit und Ray

Klein – aber oho! Um da mal einen alten deutschen Ausspruch zu bemühen. Ein sehr guter Film, der mit wenig viel erreicht, spannend und interessant und auf jeden Fall sehenswert ist. Vom Thema her vielleicht nicht jedermanns Sache, aber es ist schwer, da eine Warnung auszusprechen, ohne gleich zu viel über den Inhalt zu verraten. Ab 29.9.2017 auf DVD und Blu-ray.

James Bond 007 – Felix Leiter

Er war schon im ersten Film mit dabei… doch da hieß er Clarence und war Brite, der dem amerikanischen Agenten Jimmy Bond bei seiner Arbeit gegen den Spieler Le Chiffre half. Ja, wir alle erinnern uns an die Fernsehfassung von „Casino Royale“ mit Peter Lorre als dem Spieler und Barry Nelson als James Bond. Aber, keine Sorge, auch im ersten Bond-Leinwandabenteuer „James Bond jagt Dr. No“ war Felix Leiter mit von der Partie. Dort wurde er dargestellt von Jack Lord, der dann wenig später in seiner eigenen Serie „Hawaii 5-0“ einen amerikanischen Agenten auf einer Insel spielte… und nie zu der Rolle von Bonds CIA-Kontakt zurückkehrte. Ein Schicksal, das er, mit Ausnahme von zweien, mit jedem der Darsteller teilte, die als Leiter antraten. David Hedison war der erste, der zurückkehrte, wenn auch viele Jahre nach seinem ersten Auftritt. Anfang der 70er war er in Roger Moores erstem Bond-Abenteuer „Leben und sterben lassen“ zu sehen und dann tauchte Felix Leiter erst wieder Mitte der 80er im ersten Film von Timothy Dalton auf („Der Hauch des Todes“), dort allerdings gespielt von John Terry („Christian Shepard“ in „Lost“, falls es wen interessiert). Erst einen Film später dann in „Lizenz zum Töten“ kehrte David Hedison zurück und wurde gleich den Haien zum Fraß vorgeworfen, im wörtlichen Sinne. Eine Szene, die eigentlich aus dem Roman „Leben und sterben lassen“ stammt, womit sich in gewisser Weise ein Kreis schließt. Die einzige andere Person, die Felix Leiter mehr als einmal verkörperte, ist Jeffrey Wright in „Casino Royale“ (der Drittverfilmung) und „Ein Quantum Toast“ – womit beide Darsteller jeweils in einem sehr guten Bond und dann einem der schlechtesten der Reihe auftreten. Sehr konsequent!

Steckbrief: Felix Leiter

Wenn man sich also die Besetzungsgeschichte von Felix Leiter ansieht, so drängt sich einem der Verdacht auf, dass man sich nie so richtig viel Mühe mit ihm gegeben hat. Was wissen wir über ihn, außer, dass er für die CIA arbeitet? So ziemlich nix.

Im Buch ist das ein wenig anders. Da hat er blondes Haar. Okay, das ist unfair, denn zumindest in „Live and let die“ bringt Leiter den Witz und Charme in die Geschichte ein, die dem literarischen Bond dort fehlen. In den Büchern erfährt man also mehr von Leiter. Und nun, nachdem er 1954 das erste Mal dargestellt wurde (von dem Schauspieler Michael Pate), widmet man ihm endlich mal etwas mehr Zeit und sein eigenes Spin-off. War auch eigentlich mal an der Zeit, Freunde. Und hier erfahren wir endlich mal ein wenig mehr über den einzigen Ausländer, der Bond über all die Jahre begleitet hat. Ach ja, hatte ich vergessen zu erwähnen.

Der Felix Leiter Comic ist da!

Denn bislang hat Leiter zwar noch nicht seinen eigenen Film bekommen (auch wenn man jede Menge Auswahl in Bezug auf den Hauptdarsteller hätte), aber immerhin seinen eigenen Comic. Der ist gerade im Splitter-Verlag erschienen und schließt an Historie und Geschichte aus den vorherigen Comics an (die, wie ich bereits schrieb, ihr eigenes Bond-Universum schaffen, was ein bisschen ein Mischmasch aus den Büchern und den Filmen ist). Felix Leiter ist blond und ihm fehlen eine Hand und ein Bein – die ihm wahlweise in „Leben und sterben lassen“ oder „Lizenz zum Töten“ abhanden gekommen sind, genau darauf eingegangen wird nicht, es zählt allein die Tatsache, dass man dieses Element das, wenn wir ehrlich sind, nur in den Büchern wirklich klar herausgestellt wurde, fortführt. Er arbeitet nicht mehr für die CIA sondern als Privatdetektiv… was uns die Möglichkeit gegeben hätte, etwas „kleineres“ zu erleben, einen schmutzigen kleinen Auftrag, der sich zu etwas größerem entwickelt. Ein wenig haben wir hier das auch, aber schon auf einer globaleren Ebene, denn er wird vom japanischen Geheimdienst angeheuert – wo wir einen alten Bekannten treffen. Tiger Tanaka aus „dem Japan-Bond“, der Chef des japanischen Geheimdienstes in „Man lebt nur zweimal“ gibt sich die Ehre, Leiter für einen kleinen Auftrag zu engagieren. Dann passieren Dinge von größerer Bedeutung und Leiter steckt irgendwie mitten drin. Insofern ist das alles schon sehr bondig, ein Auftrag in einem exotischen Land, ein Attentat, viele Tote, Anschläge und die Mission, den Gegner zu finden und auszuschalten, bevor er noch mehr Schaden anrichtet. Es zeigt sich allerdings, und das ist der Unterschied, dass Leiter kein Bond ist. Die Aufgabe, die er übernommen hat, ist irgendwie zu groß für ihn – und er fühlt es selbst auch. Die Selbstzweifel, die ein James Bond niemals haben würde, ziehen sich durch die Arbeit Leiters wie die Frauen durch die Betten von 007. Das ist durchaus interessant, ebenso wie die Tatsache, dass die Gimmicks, die Q für gewöhnlich liefert, nicht schon im Vorfeld verraten werden und somit eine kleine Überraschung darstellen. Überhaupt wird die Handlung, bei der oft das Breitbildformat des Comics, also beide Seiten zusammen, ausgenutzt wird, in vielen Rückblenden erzählt, um erstmal in Medias res zu gehen und dann ein paar Erklärungen nachzureichen. Und am Ende eröffnet sich der Pfad zu neuen Handlungen, an denen Leiter hoffentlich auch beteiligt sein wird. Denn wir alle wissen: James Bond kehrt zurück. Hoffentlich tut es Felix Leiter auch!

Fazit Leiter

Geradezu historisch! Felix Leiter darf zum ersten Mal selbst in den Mittelpunkt treten. Tatsächlich wäre es eine Spur interessanter gewesen, wenn man ein wenig „kleiner“ angefangen hätte und aus einem schmutzigen Noir-Fall erst eine weltumspannende Agentenstory gesponnen hätte, aber das hier ist Bond, oder zumindest im gleiche Universum, also schließen sich Kleinigkeiten da aus. Insofern sehen wir, wie Leiter sich schlagen würde, wenn er in Bonds Schuhen durch die Agentenwelt marschieren müsste – und das ist gleichermaßen interessant wie ehrlich. Den Comic gibt es ab 18.9.2017 im Handel.

Kino: The Lego Ninjago Movie

Die Stadt Ninjago wird von einem bösen Gegner angegriffen (wie jeden Tag, offenbar), doch da gibt es alte Meister, Brüder, einen Vater-Sohn-Konflikt und natürlich die große Überwaffe, die nicht in die Hände des Bösen fallen sollte, was die Gruppe aus tapferen Ninjas alles zu verhindern sucht…

Einfach ein Spaß

Fand ich jedenfalls, obwohl die meisten anderen das eher anders sahen. Ist mir egal, ich fand den Film ausgesprochen unterhaltsam, so dass es genügend für Kinder gibt, aber auch Dinge, die man als Erwachsener zu schätzen wissen kann (zum Beispiel den Auftritt von Jackie Chan). Wie beim ersten Lego-Film gibt es eine Verbindung in die Realität (Chan), die aber durch eine spätere Szene bzw. den Endgegner absolut gerechtfertigt wird. Zwar ist die Handlung einfach gestrickt und nicht unbedingt neu, aber es gibt genügend Ironisierungen und Brechungen, um auch damit leben zu können.

Es klebscht

Der Böse wird gesprochen von Klaus Dieter Klebsch (Alec Baldwin, Hugh Laurie) – und der scheint hier richtig Spaß gehabt zu haben, mal gegen seine Klischeebesetzungen anzuspielen. Denn auch er ironisiert mit Genuss den Bösen und das macht als Zuhörer einfach viel Freude.

The Lego Ninjago Fazit

Kinder-Animationsfilm (nach einem Spielzeug und einer Fernsehserie), der in meinen Augen weit mehr Ideenreichtum – und Spaß! – aufweist, als einige Animationsfilme der letzten Zeit und dabei gleichermaßen für das jüngere wie das ältere Publikum unterhaltsam sein kann, wenn auch an unterschiedlichen Stellen. Ab 21. September 2017 im Kino.

Kino: Cars 3: Evolution

Sportflitzer Lightning McQueen muss sich der Tatsache stellen, dass es Autos gibt, die jünger und schneller sind als er. Muss er seine Karriere aufgeben, weil er jetzt im wahrsten Sinne des Wortes zum alten Eisen gehört…?

Nach wahren Begebenheiten

Was?

Nee, obwohl, irgendwie schon. Treffender wäre aber

Animationsfilm

Und, um es kurz zu sagen: Sieht gut aus. Disney und Pixar beweisen einmal mehr, dass ihnen rein optisch keiner was vormacht – inhaltlich könnte man aber sagen:

Darf ich Sie in die Vorhersehbar einladen?

So gesehen gibt es wenig (keine) Überraschungen, alles entwickelt sich genau so, wie man es erwartet. Das Rad, das den lebendigen Autos hier ihre schmalspurige Existenz überhaupt erlaubt, wird also nicht neu erfunden, leider auch nicht richtig aufgepeppt. Das nimmt dem Film ein wenig etwas von der Rasanz, die er hätte haben können.

Flaming Walker?

Ausgelassen wurde die Gelegenheit, eine weitere Figur nach einem tragisch bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Schauspieler zu benennen. Hat doch den wahrscheinlich namentlich Pate gestandenen Steve McQueen schon dieses Schicksal ereilt, hätte man hier doch auch Paul Walker ein ähnliches „Denkmal“ setzen können.

Nachruf

Doch nutzen wir die Gelegenheit für einen echten Nachruf. Im Nachspann wird er genannt, aber rausgehört habe ich ihn nicht, weswegen ich nicht ganz sicher bin, ob man vielleicht einfach vergessen hat, den Nachspann zu ändern: Hartmut Neugebauer ist tot. Das wird den wenigsten, nicht synchron-affinen, Menschen etwas sagen, aber mir als Freund guter Synchros waren seine Stimme und Synchronbücher jahrelange Begleiter durch die Film- und Fernsehlandschaft. Nach Horst Niendorf sprach er oft für Gene Hackman, den er sich, ebenso wie John Goodman und William Shatner, mit Klaus Sonnenschein teilte. Eins seiner Meisterwerke ist die deutsche Fassung von „Boston Legal“, wo er nicht nur Shatner kongenial auf deutsch spielte, sondern auch für Buch und Regie der deutschen Fassung verantwortlich zeichnete. Und wenn man daran denkt, dass „Roseanne“ demnächst eine neue Staffel erhalten soll, vergeht einem ein wenig die Lust, weil man dort auf die wunderbare Arbeit eines hervorragenden Synchronschaffenden wird verzichten müssen. An dieser Stelle mein Dank für die viele gute Arbeit, mit der Hartmut Neugebauer die deutsche Synchronisation für viele Jahre aufgewertet hat.

Fars 3: Zit

Sieht gut aus, ist aber ein bisschen so wie Michelle Hinziker: Solange der Mund zu bleibt kann man sich rein visuell daran erfreuen, aber wenn er dann aufgeht, macht das den guten Eindruck kaputt. Ab 28. September 2017 im Kino.

Kino: Kingsman: The Golden Circle

Der Geheimdienst Kingsman wird angegriffen und nahezu komplett vernichtet, so dass die überlebenden Agenten einen Weg finden müssen, gegen die böse Gegenspielerin zu gewinnen und einmal mehr die Welt zu retten…

Fortsetzung gefolgt

Frage ist, ob sie gefällt. Für einige war dieser Film der bessere von beiden – für mich leider nicht. Von dem ich ein großer Fan bin. So, wie in einigen Punkten der erste Teil ein wenig an „Men in Black“ erinnert, weist diese Fortsetzung ein paar Aspekte des zweiten Films über die Männer in Schwarz auf. Es gibt zwar ein paar tolle Ideen und schöne Szenen, aber leider gibt es auch viel zu viele viel zu lange Actionsequenzen. Das mag Menschen, die da nicht so affin sind, ein wenig langweilen oder zumindest die Hoffnung aufkommen lassen, dass man endlich mal mit der Handlung weitermachen könnte. Die erinnert dann auch in einigen Aspekten an Teil 1, das Rad wird also einmal mehr nicht neu erfunden, sondern nur in grelleren und lauteren Farben angemalt.

Schön ist, dass ein Element, mit dem man eigentlich den ersten hätte abschließen sollen, nämlich, dass Eggsy die Tradition der Zeitungen fortsetzt, hier nun endlich eingeführt wird. Und einmal mehr klingt die Musik wie eine gelungene Mischung aus Bond und der Melodie von den „Avengers“.

Spieler

Schon im ersten Teil war Taron Egerton als Eggsy eine echte Entdeckung und auch hier ist er wieder eine perfekte Mischung aus Fußballhooligan und James Bond. Mark Strong ist eigentlich immer hervorragend, so auch hier. Pedro Pascal, der im „Game of Thrones“ auf unschöne Weise sein Leben ließ und seitdem in „Narcos“ gegen Drogenbarone ermittelt, ist hier gleichermaßen überzeugend wie ein wenig klischeebesetzt. Höhepunkt ist dann aber irgendwie Elton John, der sogar ein bisschen mehr sein darf als „nur er selbst“.

Mit

Colin Firth (Tom Vogt), Julianne Moore (Petra Barthel), Taron Egerton (Constantin von Jascheroff), Mark Strong (Oliver Siebeck), Michael Gambon (Jochen Striebeck), Elton John (Michael Tiertz), Channing Tatum (Daniel Fehlow), Jeff Bridges (Joachim Tennstedt), Bruce Greenwood (Oliver Stritzel), Pedro Pascal (Florian Halm) – Regie: Michael Vaughn

Fazman

Reicht für mich leidet nicht an den ersten Teil heran. Durchaus unterhaltend, dann aber doch in vielen Stellen zu lang und überbordend geraten. Ab 1. September 2017 im Kino.