DVD: FALK – Staffel 1

Anwalt, der weder seinen Beruf noch Menschen mag, kehrt zurück in eine Kanzei, in der er seine eigenwilligen Methoden anwendet…

Ein Hauch von House

Gemeint ist der geichnamige Doktor, nicht die Horror-Reihe. Was ein großes Kompliment ist, denn „House“ war eine ziemlich großartige Serie. Falk nun ist zwar nicht drogenabhängig, aber auch nicht unbedingt gesellschaftsfähig, dafür in Housescher Manier aber ausgesprochen fähig. Da es aber ohne persönliche Probleme dann doch nicht geht, hadert er mit einer Krankheit, die ihn das Ende seines Lebens nahen sehen läßt, was sich nicht gerade positiv auf seine Stimmung auswirkt. Dazu kommt dann noch die Kanzleifamilie, der pensionierte Vater, der die Tochter nicht ernst nimmt, die widerum Schwierigkeiten mit ihrer eigenen Tochter hat. Hier sind Konfikte vorprogrammiert – aber darum geht es ja auch bei Anwälten.

Deutsches Fernsehen könnte so gut sein…

…wenn es mehr Serien wie „Falk“ geben würde! Hier stimmt zwar nicht alles, aber doch das meiste. Vielleicht gibt es da das eine oder andere Problem zuviel, nahender Tod, Pychiater etc., aber darüber läßt sich leicht hinwegsehen, weil man jede Menge interessante und schräge Figuren hat, ausgefallene Fälle und sehr schöne Dialoge. Das ganze ist eine clevere Gerichtsserie, die neben den Fällen aber auch einen roten Faden hat, oder derer mehrere, die sich über die sechs Folgen weiterentwickeln. Dazu gibt es noch ungeahnt schöne Bilder von Düsseldorf, alles untermalt von einer flotten Musik, die sich hören lassen kann. Heraus kommt bei all dem eine erste Staffel, die man sehr gerne sieht und ausgesprochen gut genießen kann, so dass man hofft, dass es auch eine zweite geben wird!

Mit

Fritz Karl, Mira Bartuschek, Peter Prager, Aessija Lause, Martin Armknecht, Hans Michael Rehberg, Peter Nottmeier, Martin Semmelrogge und Roberto Blanco

Fazit

Einfach gut! Clever, gute Dialoge, gute Fälle, gute Darsteller, guter Humor und ein gehöriger Schuss Unorthodoxie. Ein kleines Vergnügen, das sehr gerne fortgesetzt werden darf, um daraus ein größeres zu machen! Ab 4. Juli 2018 auf DVD.

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DVD: Broadchurch / 3. Staffel

© Studiocanal

Eine Frau wurde vergewaltigt. Es gibt jede Menge möglicher Verdächtiger. Die Suche beginnt…

Unangenehm

So beginnt das Ganze – und macht uns damit deutlich, wie unangenehm ein solches Verbrechen ist. Das überträgt sich gerade in der ersten Folge sehr gut auf den Zuschauer. Sehr merkwürdig, dass uns das Thema Vergewaltigung unangenehmer ist als Mord – aber das ist ein psychologisches Problem der Menschheit, das jemand anders klären muss.

Kriminell

Der Fall mit all seinen Spuren und Verdächtigen ist sehr gut konstruiert. Es könnte jeder gewesen sein und jeder scheint für uns als Betrachter in Betracht zu kommen, doch nach und nach klärt sich auf, warum das so ist, während wir dem wahren Täter bis zum Finale langsam näher und näher kommen. Da dies die dritte Staffel der Serie ist, spielen auch Ereignisse, die sich vorher zugetragen haben, eine Rolle.

Die zwei Doktoren

Um eine Verbindung zu „Doctor Who“ herzustellen, so haben wir hier mindestens vier. David Tennant hat seine Zeit als Doktor bereits hinter sich, aber ihm zur Seite spielt Jodie Whitaker – und die ist der neue Doktor. Oder sagt man die neue Doktor? „Die Doktorin“ klingt irgendwie nicht so passend – eine Verwirrung, die durchaus nachvollziehbar ist, ist sie doch die erste Frau, die den zeitreisenden Doktor vom Planeten Gallifrey gibt. Wir dürfen gespannt sein, wie ihre Reisen aussehen werden. Auch mit dabei ist Arthur Darvill, der zum Reisegefährten von Tennants Nachfolger Matt Smith wurde. Und dann ist da natürlich noch Olivia Colman, die eine weitschweifige Karriere hat, sowohl in Kinofilmen wie „Confetti“ und jüngst Kenneth Brannaghs enttäuschender Leinwandmasturbation „Mord im Orient-Express“, als auch in vielen britischen Serien, von Comedy bis hin zu der hervorragenden John le Carré Verfilmung „The Night Manager“. Um ihre Karriere müssen wir uns also keine Sorgen machen – und wünschen uns, sie noch in vieen guten Sachen zu sehen.

Bonus

Making-of und Featurettes, die einem einen kleinen Einblick in die Entstehung der Serie erlauben.

Mit

David Tennant (Axel Malzacher), Olivia Colman (Arianne Borbach), Jodie Whittaker (Melanie Hinze), Andrew Buchan (Sven Gerhard), Charlotte Beaumont (Lydia Morgenstern), Arthur Darvill (Rainer Fritzsche)

Broadzit

Spannend, gut konstruiert mit einer überraschenden Auflösung und überzeugenden Darstellern – genau wie Krimi sein sollte. Ab 30. Juni 2018 auf DVD und Blu-ray.

Neu auf Netflix: GLOW – Staffel 2

Ring frei für die zweite Runde der Gorgeous Ladies of Wrestling

Komödie ringt mit Drama

Die Fernsehserie geht weiter – und die Fernsehserie innerhalb der Fernsehserie tut es auch. Die Ringerinnen haben dabei nicht nur miteinander zu kämpfen, sondern auch mit sich selbst… und untereinander? Wie dem auch sei, die Kämpfe finden nicht nur im Ring vor den Kameras statt, sondern teils auch privat unter den Mädels. Aber auch alltägliche Fernsehprobleme wie die drohende Absetzung spielen eine Rolle – und man wird sehr aktuell, wenn es darum geht, Sex mit Verantwortlichen zu haben, damit die Show weitergehen kann…

Was ein kleines bisschen die Frage aufwirft, ob der Umgang damit, nicht die Tatsache, dass soetwas existiert, denn das dürfte es geben, seit das Fernsehen oder ein Mann in einer Machtposition erfunden wurde, sondern die Art und Weise, wie die Personen hier in den 80er Jahren damit umgehen, der damaligen Zeit entspricht oder eher unserer aktuellen Gegenwart geschuldet ist. Oder, um einen langen Satz kurz auszudrücken: Hätte man damals so reagiert wie in der Serie oder hätte man es einfach über sich ergehen lassen? Nun, wir wollen „GLOW“ zugute halten, dass die beteiligten Pesonen durchaus so gestaltet sind, dass man ihnen ihre Reaktionen hier abnimmt.

Eine frische Brie-se

Die weibliche Hauptrolle in einem wunderbaren Cast, bei dem, wie ab der zweiten Staffel „Orange is the new Black“, die eine Hauptfigur zugunsten anderer oft ein wenig in den Hintergrund gestellt wird, spielt hier nach wie vor Alison Brie aus „Community“. Die hatte 2017 ein sehr gutes Jahr, denn da war sie sowohl in Spielbergs „Die Verlegerin“ als auch Francos „The Disaster Artist“ auf der großen Leinwand zu sehen. Wer mehr von ihr erleben möchte, kann ja mal in ihren Gastauftritt bei „How did this get made?“ reinhören.

Sehr schön ist es auch, wie anders Betty Gilpin hier im Vergleich zu ihrer Rolle in der vierten Staffel von „Elementary“ ist, dort liebenswert und schräg, hier tussig und hassenswert – und jedesmal glaubwürdig. Kompliment!

Mit

Alison Brie, Marc Maron, Sydelle Noel, Betty Gilpin, Britney Young, Britt Baron

Fazit

Eine gute Komödie mir dramatischen Einlagen – oder ein gutes Drama mit komödiantischen Einlagen. Sie entscheiden. Weiterhin sehr schöne Dialoge, gute Schauspieler und eine Handlung, die so ansehnlich ist wie die Figuren in ihr. Ab 29. Juni 2018 auf Netflix.

DVD: 1993 – Jede Revolution hat ihren Preis

Italien. Politik, Korruption, Prostitution. Machtkämpfe und politische Ränkespiele. Mit 1993 beginnt ein neues Jahr und für einige gibt es einschneidende Veränderungen in ihrem Leben…

Der aalglatte Pressetyp,

der grobe Politiker,

die karrieregeile Schauspielerin

…und Silvio Berlusconi

Es geht weiter mit dieser erfrischenden Mischung aus Realität und Fiktion. Erfundene Figuren treffen auf Ereignisse und Menschen aus der Wirklichkeit, auf Begebenheiten, die sich so im Italien des Jahres 1993 zugetragen haben, aber in diesem Fall angereichert um oben genannte Charaktere… und noch ein paar andere, z.B. Polizisten, die versuchen, der Korruption und dem organisierten Verbrechen in Italien Herr zu werden – und wir wissen ja, wie diese Sache ausgegangen ist,

Wir kehren zu den Figuren zurück, die wir bereits im Vorjahr kennengelernt haben und verfolgen ihren weiteren Werdegang, der für alle mit argen Problemen gespickt ist. Unterm Strich ist das ein Lehrbuch für Manipulation, denn jeder von ihnen versucht, andere zu beeinflussen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Highlight dabei ist immer der Auftritt von Guido Caprino als Bosco von der Lega Nord, „der grobe Politiker“, der aber das Herz am rechten Fleck hat und angenehm unprätentös und ehrlich ist, sprich: Immer brutal seine Meinung sagt und rumflucht wie ein Rohrspatz, wenn es denn angebracht ist. Über den „aalglatten Pressetyp“ erfahren wir auch ein wenig, ebenso wie über seine Vergangenheit. Bei der „karrieregeilen Schauspielerin“ gilt es ebenfalls, ein paar Entscheidungen zu treffen. Und Berlusconi…

Bunga Bunga Partys

Gibt es hier leider noch nicht. Insofern wäre es fast wünschenswert, dass die Serie bis in die 2000er Jahre laufen würde, doch im Zusatzmaterial, das aus drei Making-ofs besteht, wird gesagt, bei dieser Serie handele es sich um eine Art Trilogie, das heißt, wir dürfen uns dann wohl noch auf „1994“ freuen – und eine Freude wäre es, denn diese Staffel erfüllt alle Wünsche und bleibt auf der gleichen hohen Qualität, die „1992“ vorgelegt hat. Der Reiz steckt in einer guten Geschichte, spannenden Figuren und deren Vermengung mit der Wirklichkeit… und eben Silvio B. Der wurde in Staffel 1 zwar bereits eingeführt, aber das eher im Hintergrund, möglicherweise mit Originalaufnahmen. Hier nun tritt er tatsächlich in Erscheinung und es ist besonders amüsant, wenn man rückblickende Kommentare über ihn machen kann. Neben den Geschichten um unsere Hauptfiguren erleben wir also seine ersten Schritte auf dem Weg in die Politik – und das kann natürlich nur gut ausgehen, wie wir alle wissen!

Mit

Stefano Accorsi (Christian Stark), Guido Caprino (Marios Gavrilis), Miriam Leone (Joey Cordevin), Tea Falco (Anne Helm), Paolo Pierobon (Bernd Vollbrecht)

Silvio Fazitconi

Sehr gute Weiterführung der ersten Staffel, genauso clever, unterhaltsam und sehenswert. Ab 29.6.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: Midnight Sun / 1. Staffel

In Schweden wird mitten im Nirgendwo eine auf originelle Weise umgebrachte Leiche gefunden. Da der Mann ein Franzose war, wird eine Ermittlerin aus Paris in den hohen Norden geschickt. Es soll nicht bei einer Leiche bleiben…

Mitternachtssonne

Schön oder vielmehr unschön, zu erfahren, dass es auch in einem wohlbehüteten sauberen Land wie Schweden eine eingeborene Minderheit gibt, die wie Scheiße behandelt wird, also den Weg aller Ureinwohner, seien es amerikanische, australische oder sonstwelche geht. Die, also die Sami, beleidigend auch „Lappen“ genannt, spielt hier nämlich eine nicht unwesentiche Rolle, da sich langsam herauskristallisiert, dass die Morde etwas mit ihr zu tun bzw. von ihr verübt worden sein könnten. Die sind überraschend hart, brutal, blutig und fies, Folterung inklusive. Das ist nichts für leichte Nerven und zarte Gemüter, was, streng genommen eigentlich für alle Verbrechen gelten sollte, aber da hat unsere Welt irgendwie schon seit langem durch das Genre des Krimis einen sehr merkwürdigen Weg eingeschlagen.

In Somnia

Interessant ist, dass wir durch diese Serie ein wenig Einblick in die Welt Schwedens bekommen – auch wenn man sich das Ganze ebenfalls in Amerika und mit Indianern vorstellen könnte, ein Remake, das hoffentlich niemals kommen wird, denn so, wie es ist, ist es ungleich frischer. Und wo wir schonmal beim Thema Remake sind, ein wenig erinnert manches selbstredend an „Insomnia“, in dem es auch darum geht, dass ein Ermittler in einen Teil der Welt kommt, wo es jahreszeitlich bedingt einfach nicht dunkel wird, was ihm Probleme bereitet, doch das hält sich in Grenzen.

Willkommen im Wendungsreich

Wie sich das für einen guten Krimi gehört – und das hier ist einer – gibt es jede Menge Wendungen. Nach und nach entfaltet sich die Wahrheit, was hinter allem steckt und wer und warum, all das gewürzt mit einem interessanten Hauch nordischer Mystik. Das alles führt zu einem ausgesprochen befriedigenden Ende, bei dem keine Fragen offen bleiben und keine Höhle trocken.

Mit

Peter Stormare (Klaus Dieter Klebsch), Leïla Bekhti (Svantje Wascher), Gustaf Hammarsten (Jaron Löwenberg), Albin Grenholm (Fabian Oscar Wien), Jakob Hultcrantz Hansson (Dirk Bublies)

Fazit Sun

Ausgezeichnete Krimiserie, die nicht nur mit frischer nordischer Mystik aufwartet, sondern auch mit einem spannenden Fall, einer stets die Spannung haltenden Entwicklung und einer guten Auflösung. So sollten Krimis sein! Ab 12.6.2018 auf DVD und Blu-ray.

DVD: Orange is the new Black – Staffel 5

© Studiocanal

Revolte im Frauengefängnis…

Orange is the new Great!

Man kann diese Serie eigentlich nicht genug loben. Aber ich werde mir trotzdem Mühe geben und es versuchen. Auch diesmal schafft es die Serie, ihre ohnehin schon hohe Qualität nicht nur zu halten, sondern auch wieder ein wenig zu steigern.

Und dabei beschreitet sie sogar neue Wege. Nicht im übertriebenen Sinne, also keine Zeitreise, aber dies ist gewissermaßen die „24“-Version von „Orange“, spielt sie doch, anders als ihre Vorgänger, nicht über einen Zeitraum von mehreren Wochen verteilt sondern nur an wenigen Tagen. Der Grundstruktur tut das keinen Abbruch, denn auch die Rückblicke in die Leben einiger Beteiligten bleiben nicht aus – was besonders großartig ist, wenn man ein wenig Einblick in das Leben des „Bösewichts“ der Staffel erhält. Ihn dort sympathisch wirken zu lassen ist wahrlich ein Meisterstück.

Anschluss finden

Wie schon bei der Staffel zuvor schließt diese direkt an ihre Vorgängerin an, man kann also alles in einem Rutsch durchgucken. Sehr schön ist auch, dass viele Geschehnisse und Personen von vorher weitergeführt werden und eine Rolle spielen. Davon ab splittet sich wieder alles auf die vielen Akteure auf, wobei diesmal besonders Taystee glänzen kann, weil sie offenbaren darf, wieviel eigentlich in ihr steckt.

Nachdem Staffel 4 gegen Ende ein wenig böse wurde und uns in die (Gefängnis)Realität zurückgeholt hat, ist 5 nun wieder ein wunderbares Beispiel dafür, wie die Serie selbst ernste Themen wie eine Gefängnisrevolte mit soviel Leichtigkeit und Humor präsentieren kann, dass es einfach nur Spaß macht – und was eigentlich kaum eine Serie in dieser Weise fertig bringt.

Frauenpower

Auch sollte man hervorheben, wie großartig das gesamte Ensemble ist – und wie großartig es besetzt wurde. Denn es gibt eine Vielzahl an Frauen, und doch weiß man immer, wer wer ist und wie sie tickt. Hier gibt es keine austauschbaren Blondinen, bei denen man nicht weiß, welche die dümmste ist, hier gibt es klar unterscheidbare Typen – und die Schauspielerinnen, die sie verkörpern, sollten allesamt mit Preisen überschüttet werden.

Bonus

Interviews, eine Featurette und zwei Audiokommentare mit Beteiligten, die einen netten Blick hinter die Kulissen und teiweise auch in das Privatleben einiger Leute erlauben.

Mit

Taylor Schilling (Nadine Heidenreich), Kate Mulgrew (Andrea Solter), Natasha Lyonne (Daniela Thuar), Uzo Aduba (Dela Dabulamanzi), Danielle Brooks (Maja Maneiro), Dascha Polanco (Lo Rivera), Nick Sandow (Peter Reinhardt), Selenis Leyva (Isabel Fernández Casas), Yael Stone (Josephine Schmidt), Taryn Manning (Pegah Ferydoni), Lori Petty (Katrin Zimmermann), Laura Prepon (Aline Staskowiak)

Fazit is the new Black

Eine Serie, die bisher noch nie enttäuscht hat! Auch in dieser Staffel zeigt „Orange“ einmal mehr, wie großartig Fernsehen sein kann, wenn es denn die richtigen Leute machen. Ein wahrer Genuss. Ab 12. Juni 2018 auf DVD und Blu-ray.

Neu auf Netflix: Sense8 – Das große Finale

Menschen mit besonderen geistigen oder übersinnlichen Fähigkeiten ziehen oft etwas an: Fiese Organisationen, die sie ausnutzen oder umbringen wollen…

Serie

Offenbar hat die Serie „Sense8“ ein frühzeitiges Ende gefunden, aber wenigstens hat man das gemacht, was den Fans vieler anderer Fernsehserien vorenthalten wurde: Man hat ihnen ein Finale spendiert, das das Ganze abschließt. Und sowas ist immer ein netter Zug, werden wir doch wohl nie erfahren, wie es beim Remake von „V“ weitergeht oder bei verschiedenen anderen Serien, die einen besseren Abschluss verdient hätten als einen nie fortgesetzten Cliffhanger. Hier nun also können sich alle Fans dieser Serie freuen, dass man es ihnen erlaubt, Abschied zu nehmen und „Sense8“ mit einem würdigen Ende zur letzten TV-Ruhe bettet.

Das Ende

Wer neu mit dabei ist… sollte sich vielleicht nicht das Finale einer Serie ansehen, denn in dieser Phase der Handlung sind Erklärungen nicht mehr gegeben, da man erwarten kann, dass man sich mit der Matrie ausgeht – und schließlich geht es ja darum, die Handlung abzuschließen. So wäre es für Neueinsteiger ein wenig verwirrend, wer was wie undüberhaupt macht, Menschen, die eine Art spiritueller Verbindung miteinander haben, sich sehen, an mehreren Orten gleichzeitig sein können. Ziemlich deutlich dagegen kommt der Bösewicht daher… was hier aber auch leicht ironisierend thematisiert wird.

Who is who?

Auf das wer wer in der Serie ist, soll hier nicht eingegangen werden, aber es gibt nicht nur eine extrem internationale Besetzung, sondern auch eine deutliche „Doctor Who“-Connection. Denn nicht nur eine seiner Reisebegleiterinnen, Freema Agyeman, ist mit von der Partie, auch Doktor Nummer 7 Sylvester McCoy gibt sich die Ehre – und das alles so ganz ohne Zeitreise.

Abschluss

Nun wird also alles zusammen und zuende geführt. Dabei gibt es jede Menge Action, aber auch den einen oder anderen emotionalen Moment. Ob es dabei aber auch Verluste gibt, wie sich das für ein Serienende gehört, muss jeder selbst herausfinden…

Mit

Doona Bae, Jamie Clayton, Tina Desai, Tuppence Middleton, Max Riemelt, Freema Agyeman, Naveen Andrews, Daryl Hannah

Faz8

Ein gelungener Abschluss für eine eigenwillige Serie. Ab 8. Juni 2018 auf Netflix.