Heimkino: Im Tower von London

Gegenwart und Vergangenheit von einem der Wahrzeichen Londons…

Für Geschichtsfreunde und Touristen

Oder einfach Leute, die sich ein bisschen für solche Dinge interessieren. Man erhält Einblicke auf verschiedenen Ebenen. Da ist die

Gegenwart

und die Arbeit der Menschen, die heutzutage für den Tower verantwortlich sind. Da ist die

Geschichte

von Stadt, Land und Bauwerk, das mehr ist, als eine einfache Ansammlung von Gebäuden oder ein Magnet für Touristen, sondern ein Ort mit Vergangenheit, der bei vielen Ereignissen in der Geschichte des Vereinigten Königreichs eine Rolle gespielt hat. Und da ist die

historische Einordnung

die Bedeutung des Towers in den verschiedenen Zeiten und Zeitabschnitten, seine Veränderung, Unwandlung, Umorientierung, was seine Aufgabe anging. All das schafft ein spannendes und verdammt interessantes Bild, das gleichermaßen lehrreich wie unterhaltsam ist. So macht Geschichte Spaß und wer sich auf seine nächste Londonreise vorbereiten möchte, solange die Flughäfen noch nicht geschlossen und der Tunnel unter dem Kanal noch nicht zugeschüttet ist, der kann hier auf einfache und entspannte Art eine Menge erfahren und so seinem Besuch im Tower noch eine besondere Note hinzufügen.

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Im Tower vom Fazit

Spannend, unterhaltsam und lehrreich… die blutige Geschichte eines Gebäudekomplexes, der im Laufe der Jahre Schloß, Gefängnis, Schatzkammer und Touristenattraktion war, manches davon gleichzeitig. Ab 28. Juni 2019 auf DVD.

Werbeanzeigen

Heimkino: DER NAME DER ROSE

14. Jahrhundert. In einer Abtei in Italien soll eine Konferenz mit den Vertretern verschiedener Ordensgruppen abgehalten werden. Ein kluger Franziskaner Mönch und sein Schüler treffen dort noch vor den Delegationen ein und werden mit einer Mordserie konfrontiert, die mit der riesigen, labyrinthartigen Bibliothek in Zusammenhang zu stehen scheint…

Bestsellerverfilmung

Der Name der Rose“ steht in dem Ruf, einer jener Bestseller zu sein, den viele gekauft, aber nur wenige davon gelesen haben. Wie froh müssen die gewesen sein, als man dann 1986 einen Film daraus machte. Und der ist ausgesprochen gut geraten, brachte er doch das mehr als 600 Seiten lange Buch in eine spannende und leicht konsumierbare Form. Und mehr noch, die deutsche Ko-Produktion von Bernd Eichinger schaffte es sogar, keinen geringeren als James Bond persönlich für die Rolle des alten und klugen Mönches zu verpflichten: Sean Connery. Der befand sich nach einem leichten Karrieretief gerade wieder voll im Aufwind, hatte seinen (diesmal wirklich) letzten Einsatz als 007 in „Sag niemals nie“ hinter sich gebracht und sollte kurz danach mit „Highlander“ und „The Untouchables“ nicht nur ein tolles Comeback schaffen, sondern auch gleich noch einen Oscar bekommen. Es heißt, für die Rolle des William von Baskerville wäre eigentlich jemand anders vorgesehen gewesen, jemand, der tatsächlich sogar zweimal mit Connery die Leinwand teilte (in „Der Mann, der König sein wollte“ und „Die Brücke von Arnheim“) und der „das intellektuelle Gegenstück“ zu James Bond sein sollte, Harry Palmer (nach der namenlosen Figur in den Büchern von Len Deighton), also niemand anders als Michael Caine. Doch dann geschah offenbar das, was, wenn man sich seine Filmographie ansieht, die gefühlt vier Filme pro Jahr aufweist, wohl seitdem nie wieder vorgekommen zu sein scheint: Michael Caine sagt nein zu einem Film. Eine Ausnahme, die uns einen großartigen Sean Connery brachte, einen wunderbaren Film und nun… setzen wir uns dann mal mit dieser Serie auseinander.

Nobody fucks with the Jesus!“

Es ist schwer möglich, die Serie für sich zu betrachten, ohne sie mit dem Film zu vergleichen. Das Aussehen, das Kloster, die Kostüme scheinen sich alle am Film zu orientieren. Bei den Schauspielern versucht man, Charaktergesichter zu finden, reicht da aber schwerlich ans Original heran. Und so sehr ich John Turturro schätze, der immer eine sichere Bank ist und trotz seinem kleinen Auftritt als Jesus in „The Big Lebowski“ trotzdem im Gedächtnis bleibt, ist er einfach kein Sean Connery. Gut, wir dürfen froh sein, dass wir nicht Daniel Craig in dieser Rolle ertragen müssen, aber Connerys Weisheit und Präsenz sind einfach schwer kopierbar und so sehr sich Turturro auch Mühe gibt, er ist eben ein anderer Typ. „Der Name der Rose“ war es auch, der auf Leute wie Christian Slater und Ron Perlman aufmerksam machte. Perlmans Salvatore hinterlässt einen so starken Eindruck, dass dieser hier nichtmal wie ein Abklatsch wirkt, sondern eher wie eine peinliche Parodie. Und dann ist da noch der Oscarpreisträger, der kurz zuvor „Amadeus“ Mozart ermordet hatte. Seine diabolische Art, die so sehr im Kontrast zu siner Aufgabe, eben jenen Teufel auzutreiben, steht, wird auch hier nicht ansatzweise erreicht.

Der Weg durch den Irrweg

Die erste Episode erinnert noch sehr stark an den Film, danach scheint sich die Serie ein wenig im Labyrinth ihrer Bibliothek zu verirren. Sicher, das mag alles im Buch sein, aber hier kann man den Film als schönes Beispiel dafür nehmen, wie man eine Handlung auf ihre Essenz komprimieren kann und nur das zeigen muss, was zum Verständnis notwendig ist. Hier gibt es Hintergrundgeschichten und Nebenhandlungen, die zwar durchaus interessant sein mögen, aber, wie der Film beweist, nicht unbedingt notwendig sind für die eigentliche Geschichte. Auch hege ich den Verdacht, dass alles, was sich um die hier gezeigte Xena, Warrior Princess dreht, nicht im Buch sondern lediglich als Gegenpol zu der Tatsache eingeführt ist, dass in dieser Welt Frauen keine andere Bedeutung haben als die der Hure, was ja heutzutage so gar nicht mehr geht… aber das ist reine Vermutung, da es Jahrzehnte her ist, dass ich das Buch gelesen habe. Und während Adsons, äh, Atsels? Ausflug in die fleischliche Lust im Film spontan kommt und wie eine Art Ausrutscher wirkt, stößt er hier eher beim dritten Date zur second Base vor, was dem Ganzen ein wenig seine Unschuld nimmt. Bleibt die Frage, ob man sich in Bezug auf ihre Zukunft an den Film oder an die literarische Vorlage hält…

Bonus

Ein Blick hinter die Kulissen und jede Menge Interviews.

OT: The Name of the Rose

John Turturro (Stefan Fredrich), Damian Hardung (dto.), Rupert Everett (Tom Vogt), Michael Emerson (Peter Reinhardt), James Cosmo (Axel Lutter), Tschéky Karyo (Rainer Gerlach), Sebastian Koch

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Das Fazit der Rose

Ein mittelalterlicher Sherlock Holmes, der aus Details seine Schlüsse zieht und sich mit einer klösterlichen Mordserie auseinandersetzen muss… Mag näher am Buch sein, ist aber weiter – und weit – von großartig entfernt, was der weit kürzere Film jedoch war. Wer zu faul zum Lesen des Buches ist, mag hier ein wenig mehr vom Drumrum zu sehen bekommen, die Connery-Version zeigt dagegen, wie man etwas auf seine Essenz zusammenfassen und damit die gesamte Geschichte erzählen kann, ohne dass man das Gefühl hat, etwas zu vermissen. Was man hier vermisst, ist die Knackigkeit und Kürze. Ab 18. Juni 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: EDDIE AND THE CRUISERS (DOUBLE FEATURE 1+2)

Eine Journalistin will eine alte Geschichte wieder aufwärmen. In den 60ern war eine Rock n Roll-Band namens Eddie and the Cruisers sehr erfolgreich. Doch dann kam Sänger Eddie bei einem Autounfall ums Leben. Ein Lehrer, der damals dabei war, erinnert sich an die gute alte Zeit…

Musik ist Trumpf

Denn von der lebt dieser Film. Er ist voller beschwingter Songs, die einen durch die Handlung schweben lassen. Das ist ein gutes akustisches Gleitmittel, um es mal so zu nennen, das eine schöne Rock n Roll-Stimmung heraufbeschwört und einen in gute Laune versetzt, wenn man dieser Art Musik zugetan ist.

Paré ist passé

Gleichermaßen merkwürdig wie schade ist es, was aus Michael Parés Karriere wurde. Zu Beginn standen drei große Filme, „Straßen in Flammen“, „Das Philadelphia Experiment“ und dieser, bei denen man eigentlich seine Starqualitäten sehen konnte. Doch es brauchte nicht lange, bis die Qualität der Filme selbst nachließ und auch wenn er konsequent weitergearbeitet hat und es noch immer tut, ist er nie der Star geworden, der er nach diesen anfänglichen Filmen eigentlich hätte werden müssen. Vielleicht kommt er in diesen Filmen aber auch nur deswegen so gut rüber, weil ihm in allen dreien Ulrich Gressieker seine unvergleichliche Stimme lieh. Leider ging er 1990 von uns, was noch immer einen ernormen Verlust für deutsche Synchronisationen darstellt. Deshalb sollten wir die Gelegenheit nutzen und uns hier an seiner einmaligen Stimme erfreuen.

Eddie and the Cruisers (1983)

Michael Paré (Ulrich Gressieker), Joe Pantoliano (Joachim Tennstedt), Ellen Barkin (Alexandra Lange), Matthew Laurance (Uwe Paulsen)

Regie: Martin Davidson

Wie in Teil 1 von manchen vermutet ist Eddie Wilson gar nicht wirklich tot. Die gefundenen Aufnahmen von einem nie veröffentlichten Album kommen auf den Markt und es gibt Wettbewerbe, die einen Doppelgänger von ihm prämieren sollen. Doch Eddie hat sich nicht ohne Grund aus dem Leben und der Musik zurückgezogen…

Fortsetzung

Der Film führt den ersten Teil überraschend sinnvoll fort. Zwar taucht außer Eddie und dem Bassisten niemand von der alten Besetzung wieder auf, aber die Handlung ist so gestrickt, dass das durchaus Sinn ergibt. Das gilt auch für Ziele und Handlungen der Titelfigur, die hier einen guten Grund für ihr Abtauchen gibt.

1-WO

Es ist gut möglich, dass der Film erst einige Jahre nach seinem Erscheinen auch nach Deutschland kam und deshalb erst später synchronisiert wurde. In der deutschen Fassung hört man diesmal Hubertus Bensch für Michael Paré, der seine Sache ziemlich gut macht. Im Synchron ist der vor allem Stammsprecher von Richard Gere, war aber auch oft für Gary Cole zu hören oder für den Vampir-Cop „Nick Knight“. Älteren Semstern ist er aber auch bekannt als der Erste Wachoffizier Eins-WO aus Wolfgang Petersens „Das Boot“.

Eddie and the Cruisers II: Eddie lebt (1989)

Michael Paré (Hubertus Bengsch), Matthew Laurance (Hans-Jürgen Wolf)

Regie: Jean-Claude Lord

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Eddie and the Fazits

Jede Menge Musik, ohne Musicals zu sein. Wer auf Rock n Roll steht, der sollte sich auf einen Cruise mit Eddie and the Cruisers begeben. Ab 21. Juni 2019 auf Blu-ray.

Heimkino: Die Übersinnlichen – Das geheimnisvolle Potenzial der Seele (Deluxe Edition mit Bonusmaterial und Begleitbooklet)

Vor nicht allzulanger Zeit haben wir uns mit dem Thema Wiedergeburt auseinandergesetzt. Eingetaucht in die Materie ist seinerzeit Thomas Schmelzer, der sich auch hier wieder mit dem Übersinnlichen und Übernatürlichen beschäftigt. Und wieder läuft es, wie immer, wenn es um diese Art Dinge geht, auf eine Sache hinaus:

Man muss dran glauben!

Und damit meine ich nicht abnippeln, sondern glauben, dass es soetwas gibt… wie bei der Religion. Und, wenn wir mal ehrlich sind, auch bei manchen Teilen der Wissenschaft. Glaube ist das, was die Grundlage ist, denn Beweise wird man auch hier nicht finden. Da wird zwar von den Gesprächen mit Verstorbenen berichtet, auf Auren und Schutzengel geblickt, doch diese bleiben den Zuschauern natürlich verborgen. Selbst Filmemacher Schmelzer, der hier nach Antworten sucht, gibt an einer Stelle zu, dass sich die verschiedenen Aussagen seiner Gesprächspartner durchaus irgendwie widersprechen. Sein Gegenüber hat zwar eine gute Antwort darauf, aber was unter Strich bleibt, ist, dass wir auf konkrete Beweise verzichten müssen. Was nicht verwundert, denn darum nennt man es Übersinnlich, darum nennt man es Glauben.

Diskurs

Also sehen wir diesen Film, genau wie jenen über die Widergeburt, als eine Grundlage, über das Thema zu sprechen, zu philosophieren. Es gibt ein paar interessante Ansätze und Sichtweisen, manches dürfte aber für den Hausgebrauch oder den Zuschauer schwer anwendbar sein, solange er oder sie nicht selbst ein Medium kennt, mit man das Thema erörtern könnte. Wer aber eine grobe Übersicht darüber bekommen möchte, was das Übersinnliche so zu bieten hat und welche Richtungen es da gibt, der kann hier das eine oder andere erfahren.

Bonus

Zwei Gespräche und eine Podiumsdiskussion, die noch ein bisschen erläutern.

Regie: Thomas Schmelzer

Reise ins Überfazitliche

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als sich Eure Schulweisheit träumen lässt, Horatio, sagte schon der alte Hamlet und der muss es ja wissen, hat er doch kurz nach dessen Tod den Geist seines eben dahingeschiedenen Vaters getroffen. Wer ein bisschen Einblick in dieses Thema bekommen möchte, also Übersinnliches, nicht Hamlet, der dürfte hier das eine oder andere finden, aber natürlich keine echten Antworten oder Beweise. Ab 28.6.2019 auf DVD.

Heimkino: Der kleine Spirou

Der kleine Spirou soll der Familientradition folgen und Page werden, doch bevor er im kommenden Jahr seine Freunde verlassen und auf die Pagenschule gehen muss, hat er noch andere Pläne…

Spaß und Abenteuer für die ganze Familie

In Deutschland bekommt man in letzter Zeit immer wieder Filme vorgesetzt, die für Kinder funktionieren mögen, an denen Erwachsene aber eher weniger ihre Freude haben können. Dieser Franzose geht da dankenswerterweise in eine andere Richtung. Er hat nicht nur viel Phantasie, sondern auch einen hervorragenden kleinen Darsteller (und nicht Kleindarsteller), der super spielt und ein liebenswerter Lausbube ist. Das macht Spaß und wird noch von schönen und witzigen Dialogen bereichert, an denen auch ältere Semester ihre Freude haben können. Die Abenteuer sind kindgerecht, nicht unbedingt nachahmenswert, aber bis zu einem gewissen Punkt durchaus glaubwürdig. Manche der älteren Figuren scheinen zwar ein bisschen zu sehr aus einer Farce zu stammen, dafür sind aber die Kinderdarsteller alle extrem gut und am Ende wird man mit einer schönen Weltreise belohnt, die sich durchaus sehen lassen kann und das Ganze sehenswert macht.

OT: Le petit Spirou

Pierre Richard, Francois Damiens, Natacha Regnier, Gwendolyn Gourvenec, Philippe Katerine, Armelle

Regie: Nicolas Bary

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der deutschen Fassung]

Fazit

Ein Abenteuer für groß und klein mit guten Darstellern, viel Phantasie und jeder Menge Spaß. Ab 28. Juni 2019 auf DVD und Blu-ray.

Heimkino: ROMANS – Dämonen der Vergangenheit

Mann mit Beziehungsproblemen und der Neigung zu Gewaltausbrüchen arbeitet für Abrissunternehmen. Eines Tages passiert etwas, das etwas in ihm auslöst…

Nach wahren Begebenheiten

Wer bei diesem, etwas in die Irre führenden, Titel eine Geschichte im alten Rom erwartet, in der mutige Römer gegen Dämonen kämpfen und all das spielt in der Vergangenheit, der wird hier enttäuscht werden, weil der Film aber auch rein gar nichts damit zu tun hat. Insofern ist der Titel, der im Original eine Spur mehr Sinn ergibt, mit „Römer 12:20“, wie der Kurzfilm heißt, auf dem er auch beruht, näher dran, denn worauf er sich bezieht ist eine Bibelstelle. Das Presseblatt gibt die Hintergründe und Geschichte der Figur komplett an, doch der Film lässt sich damit eine Menge Zeit, also soll hier auch nicht mehr verraten und es dem Film überlassen werden, seine Handlung zu entfalten. Zu dem Zeitpunkt, als allerdings ein Priester auftaucht und die Hauptfigur damit hadert, hat man eine Ahnung, in welche Richtung die ganze Sache gehen könnte, auch wenn das Ende, das dem Thema entsprechend angemessen heftig ist, tatsächlich überraschend kommt und dem Begriff Fegefeuer eine neue Nuance hinzufügt.

Intensives Drama

Statt einem Kampf um Rom haben wir einen Kampf um das eigene Selbst, um den Umgang mit Dingen, die einen belasten und die nie richtig verarbeitet wurden, weshalb sie sich negativ auf das Leben auswirken. Es ist ein Drama, das ein wenig unter die Haut geht und sowohl von Orlando Bloom als auch von Janet Montgomery intensiv und überzeugend gespielt wird,

Mit

Orlando Bloom (Philipp Moog), Janet Montgomery (Eva Michaelis), Charlie Creed-Miles (Asad Schwarz), Alex Ferns (Frank Gustavus), Anne Reid (Uschi Sieg), Barry Nolan (Frank Jordan), James Smillie (Stefan Banson)

Regie: Ludwig Shammasian und Paul Shammasian

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Im Namen des Fazit

Schmerzlich und schmerzlich realistisch, leider. Ab 27.6.2019 auf DVD und Blu-ray.

Kino: EIN BECKEN VOLLER MÄNNER

Mann mit Problemen findet Synchronschwimmergruppe, die sich als Gruppe von Männern mit Problemen entpuppt, die von einer Frau mit Problemen angeleitet wird. Irgendwann wächst der Gedanke, bei der WM teilzunehmen…

Dramödie aus Frankreich

Ist es mehr Drama? Ja. Hat es Anflüge von Komödie? Ja. Ist es zu lang? Definitiv. Rassistisch? Nuuuun, es würde zu weit gehen, zu sagen, nur, weil fast jeder aus der Schwimmergruppe eine tragisch/traurige Hintergrundgeschichte geboten bekommt und man den Schwarzen dabei KOMPLETT ausschließt, das wäre… aber merkwürdig isses schon. Wie dem auch sei, es sind zu viele Figuren, denen man zu viele Probleme aufhalst, die man uns dann präsentiert. Hier und da gibt es sehr schöne und witzige Momente, auf den Film und seine Länge verteilt sind es aber zu wenige, als dass man ihm den Stempel Komödie aufdrücken wollen würde. Straffung wäre schön gewesen, mehr lustige Momente im Abgleich, Drama gegen Humor aufgereiht, all das hätte der Sache gut getan. Das Ende dann aber ist nur noch als ärgerlich zu bezeichnen, da es weder durch die Aktion gerechtfertigt ist, noch hat es sich dieser Film wirklich verdient.

OT: Le grand bain

Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Jean-Hugues Anglade, Virginie Efira, Leïla Bekhti

Regie: Gilles Lellouche

[Besprechung erfolgt nach Sichtung der Originalfassung]

Ein Becken voller Fazits

Die wenigen lustigen Momente lassen nicht über die Länge und das ärgerliche Ende hinwegsehen. Ab 27. Juni 2019 im Kino.